News aus Schweinfurt und Unterfranken


36-jähriger Trittbrettfahrer droht mit Bombe – Tatverdächtiger festgenommen (Di, 30 Aug 2016)
SCHWEINFURT / INNENSTADT. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kündigte ein 36-jähriger Deutsch-Pole in zwei Lokalen eine Bombenexplosion an. Beide Gebäude mussten in der Folge komplett geräumt werden. Der Tatverdächtige wurde noch vor Ort festgenommen. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Schweinfurt. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen äußerte ein 36-Jähriger in zwei Lokalen in der Bauerngasse, dass selbige noch in der Nacht in die Luft gehen werden. Der Mann wurde beim Verlassen einer der beiden Örtlichkeiten vom Sicherheitsdienst festgehalten und durch eine bereits verständigte Streife der Polizeiinspektion Schweinfurt vorläufig festgenommen. Die Lokale und umliegenden Gebäude wurden anschließend durch eine Vielzahl von Streifen der Schweinfurter Polizei sowie der umliegenden Dienststellen geräumt und weiträumig abgesperrt. Hiervon waren an die 500 Personen betroffen. Eine Durchsuchung unter Einbindung mehrerer Sprengstoffhunde verlief negativ, so dass schnell Entwarnung gegeben werden konnte. // Der Tatverdächtige wurde zur Dienststelle der Polizei Schweinfurt gebracht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde bei dem stark alkoholisierten Mann eine Blutentnahme durchgeführt. Zudem wurde er erkennungsdienstlich behandelt und seine Wohnung durchsucht. Die Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Schweinfurt geführt. Neben der Einleitung eines Strafverfahrens prüft das Polizeipräsidium Unterfranken ebenfalls, ob dem 36-Jährigen die - nicht unerheblichen - Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden.
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Mechatronikstudent präsentierte anschaulich die Landmaschinentechnik an einem konkreten Beispiel (Di, 30 Aug 2016)
Die Praktika sind fester Bestandteil des Studiums an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften Markus Adrio, Mechatronikstudent, erläuterte seinen Kommilitonen anlässlich seines Seminarvortrages die Technik eines Traktors. - Markus Adrio, Mechatronikstudent an der Hochschule WürzburgSchweinfurt, absolvierte im Rahmen seines Studiums ein Praktikum bei der Firma Fendt im Marktoberdorf im Allgäu. Anschließend erläuterte er in seinem Seminarvortrag anhand eines Traktors, mit dem er aus Kitzingen angereist war, die Technik des „Herzstücks eines landwirtschaftlichen Betriebes“ unter der Leitung des Beauftragten für die praktischen Studiensemester, Professor Dr.-Ing. Gerhard Schormann von der Fakultät Elektrotechnik. Im Bereich der Landmaschinentechnik steigen die Anforderungen an die technischen Betriebsmittel kontinuierlich, es werden immer neue Maschinen für die Agrarwirtschaft entwickelt. Um den künftigen Herausforderungen gerecht zu werden, sind hierfür fundierte Kenntnisse in den Bereichen der Traktortechnik, der Transport- und Fördertechnik, der Pflanzenproduktion sowie der Erntetechnik erforderlich. Landmaschine zu Gast an der FHWS in Schweinfurt. (Fotos Markus Adrio) Quelle: Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
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Komplexe Luftröhren-OP lässt irakischen Jungen wieder frei atmen (Di, 30 Aug 2016)
Bei einer von der IPPNW-Kinderhilfe Irak initiierten Hilfsaktion führte Prof. Rudolf Hagen von der Würzburger Universitäts-HNO-Klinik eine schwierige Operation an der Luftröhre und am Kehlkopf eines irakischen Jungen durch. Der erfolgreiche Eingriff erhöht die Lebensqualität des 11-Jährigen deutlich. Karar ist eines von fünf Kindern einer armen Familie im Süden des Iraks. Im Alter von zwei Jahren erkrankte er an einem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom, einer neurologischen Krankheit, die sich bei Karar in einer Lähmung der Atemmuskulatur manifestierte. Um das Ersticken des Kindes zu verhindern, wurde es in der HNO-Klinik der irakischen Stadt Nasiriya über einen Schlauch in der Luftröhre (Tubus) künstlich beatmet. Nur langsam, über Wochen, gingen die Lähmungen zurück. Als der Tubus schließlich entfernt wurde, konnte Karar weiterhin nicht selbständig atmen: Die Luftröhre hatte sich durch den Druck des Beatmungsschlauchs narbig bis auf Bleistiftdicke verengt. Folglich mussten die irakischen Ärzte durch einen Luftröhrenschnitt eine Trachealkanüle einsetzen. Ihre Versuche, in der Folgezeit das Narbengewebe abzutragen, blieben erfolglos. Trotz der von da an dauerhaft genutzten Luftröhrenkanüle hatte der Junge immer wieder Erstickungsanfälle, wenn sich die Kanüle verstopfte. Außerdem konnte er nicht sprechen, weil sich seine Stimmbänder aufgrund des ebenfalls vernarbten Kehlkopfs nicht bewegen konnten. Seine Familie, die mit dem geringen Einkommen des als Kraftfahrer arbeitenden Vater auskommen muss, hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dem Kind helfen zu können. Zufälliger Kontakt mit der IPPNW-Kinderhilfe Irak Im Jahr 2016 kam ein glücklicher Zufall zu Hilfe: Dr. Jabbar Said-Falyh, ein deutsch-irakischer Kinderarzt aus Frankfurt am Main, besuchte seinen Clan im Süden Iraks. Bei dieser Gelegenheit erfuhr er von einem Kind, „das im Sterben liegt“. Karar wurde zu ihm gebracht. Der Junge japste nach Luft und bemühte sich, einen zähen Schleim durch die enge Kanüle auszuhusten. Dr. Said-Falyh saugte den Schleim ab und kaufte der Familie eine elektrische Saugpumpe. Dann informierte er Prof. Ulrich Gottstein. Der deutsche Internist gründete im Jahr 1991 den gemeinnützigen Verein IPPNW-Kinderhilfe Irak. IPPNW ist die Abkürzung für „International Physicians for the Prevention of Nuclear War“ – die deutsche Sektion der Organisation heißt „IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.“ Prof. Gottstein suchte daraufhin einen deutschen Spezialisten, der in der Lage war, Karar medizinisch zu helfen. Fündig wurde er in der Person von Prof. Rudolf Hagen, dem Direktor der HNO-Klinik des Universitätsklinikum Würzburgs (UKW), der sich sofort zu einer kostenlosen Operation bereiterklärte. In sechs Stunden Narbengewebe entfernt Nach der Überwindung einiger bürokratischer Hürden brachte Dr. Said-Falyh das Kind im Juli dieses Jahres nach Würzburg. Nach den Voruntersuchungen führte Prof. Hagen am 15. Juli einen komplexen Eingriff durch: In einer sechsstündigen Operation entfernte er die vernarbten Abschnitte der Luftröhre in der Nachbarschaft des Kehlkopfes. „Die verlorene Länge konnte dabei durch ein Strecken und Vernähen der gerade bei Kindern noch recht flexiblen Luftröhre überbrückt werden“, schildert Prof. Hagen. Schon allein dieses Vorgehen ist keineswegs einfach. Richtig schwierig wurde der Eingriff allerdings erst durch den Umstand, dass auch ein Teil des Kehlkopfes Vernarbungen aufwies, die ebenfalls entfernt werden mussten. „Mein Ziel dabei war es, eine Öffnungsweite des Kehlkopfs zu gewinnen, die es Karar erlaubt, mit seinen Stimmbändern Töne zu erzeugen. Wird bei der Teilresektion allerdings zu viel Gewebe entfernt, besteht das Risiko, dass die neben dem Sprechen ebenfalls essentielle Verschlussfunktion des Kehlkopfs beeinträchtigt wird. In der Folge würde sich der Patient bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme häufig verschlucken“, erläutert Prof. Hagen. Nach dem heiklen, aber erfolgreichen Eingriff musste Karar noch einige Tage beatmet auf der Kinderintensivstation des UKW verbringen, bis sicher war, dass die unter einiger Spannung am Kehlkopf wieder angenähte Luftröhre nicht abreißt, was für den jungen Patienten lebensgefährlich gewesen wäre. Freies Atmen über „reparierte“ Luftröhre und neue Trachealkanüle Nachdem auch hier alles gutging, erholte sich Karar rasch: Schon zwei Wochen nach der Operation konnte er Prof. Gottstein und Dr. Said-Falyh zu einer Friedensveranstaltung der IPPNW in Frankfurt/M. begleiten. Er atmet jetzt über die „reparierte“ Luftröhre und eine neue Trachealkanüle viel freier. Mit dem Ablauf seines Visums wird Karar Anfang September 2016 zu seinen Eltern und Geschwistern zurückkehren. Er freut sich schon darauf, ohne Atemnot wieder seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Hüten der Wasserbüffel seines Großvaters, nachgehen zu können. Weitere Verbesserungen bei entsprechenden Mitteln möglich „Unter idealen Bedingungen würden wir bei Karar einen zweiten Eingriff durchführen“, schildert Prof. Hagen und fährt fort: „Dabei würden wir den zum Atmen nach wie vor zu engen Kehlkopf noch weiter machen, so dass der Junge nicht nur Sprechen, sondern über den Kehlkopf auch ausreichend Luft bekommen würde. Das Tracheostoma wäre damit überflüssig.“ Neben den bürokratischen Hürden eines längeren Aufenthaltes von Karar in Deutschland sind es vor allem die Kosten, die ein solches Vorgehen derzeit nicht erlauben. Zwar führte Prof. Hagen die Operation kostenlos durch, aber durch die unumgängliche intensivmedizinische Versorgung entstanden schon jetzt Kosten in Höhe von rund 26.000 Euro, welche die IPPNW-Kinderhilfe Irak stark belasten. Wer die Arbeit des von Prof. Gottstein und Dr. Said-Falyh geführten Vereins unterstützen will, kann dies über folgendes Spendenkonto tun: Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges und in sozialer Verantwortung e.V. Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE39 1002 0500 0002 2222 10 BIC: BFSWDE33BER Stichwort: Kinderhilfe Irak Steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen werden zugeschickt. Prof. Rudolf Hagen mit seinem irakischen Patienten Karar bei einer Nachuntersuchung etwa einen Monat nach dem schwierigen operativen Eingriff. Bild: Helmut Korder/Uniklinikum Würzburg Schon zwei Wochen nach der erfolgreichen Operation konnte Karar Dr. Jabbar Said-Falyh (links) und Prof. Ulrich Gottstein, beide vom Verein IPPNW-Kinderhilfe Irak, zu einer Friedensveranstaltung in Frankfurt/M. begleiten. Bild: Claus Metz/IPPNW-Frankfurt
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„Kaleidoskop“: Abstrakte Gemälde in Öl und Acryl von Jürgen Rath (Mo, 29 Aug 2016)
Raum für Interpretation bieten die Gemälde des Würzburgers Jürgen Rath. In den Gängen des Würzburger Rathauses sind sie in der Zeit vom 5. bis 27. September 2016 zu sehen. Jürgen Rath nennt die Ausstellung „Kaleidoskop“. Mit einem Kaleidoskop von Eindrücken und Impressionen werden die Besucher diese Ausstellung auch wahrnehmen. Jürgen Rath arbeitet meist abstrakt und lässt seine angedeuteten oder ausgearbeiteten Landschaften in expressionistischer Farbigkeit entstehen. Besonders beeindruckt die den Bildern innewohnende Dynamik. Jürgen Rath begann früh zu zeichnen, seine zeichnerische Leidenschaft gehörte und gehört Comics. Mit der Ausbildung „Gestaltung“ bei der FOS erweiterte er seine Technik und begann, Buch- und Plattencover und andere Motive als Auftragsarbeiten auf Wände und Leinwände zu übertragen. Später kamen eigene Ideen hinzu. Die Ausstellung „Kaleidoskop“ ist in den Gängen des Rathauses im Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss zu sehen von Montag, 5. September bis Dienstag, 27. September 2016. Foto: Jürgen Rath
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Verkehrssicherungspflicht – Baumfällung am Dummentaler Weg (Parkfriedhof) (Di, 30 Aug 2016)
Um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen, musste die Stadt Bad Kissingen am Montagnachmittag eine Kiefer am Dummentaler Weg (Parkfriedhof) fällen lassen. Der Baum war bereits sehr dürr. Äste drohten herunterzufallen. Eine Befreiung vom Fällverbot nach dem Bundesnaturschutzgesetz wurde von der Naturschutzbehörde am Landratsamt Bad Kissingen erteilt. Foto: Stadt Bad Kissingen Das Bild zeigt die bereits sehr dürre Kiefer am Dummentaler Weg.
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Sprechstunde Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Kissingen (Di, 30 Aug 2016)
Wirtschaftsförderer Michael Wieden bietet eine monatliche Sprechstunde für UnternehmerInnen und ExistenzgründerInnen an. Hiermit möchte er vor allem auch Kleinunternehmern und Freiberuflern eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, ohne der Notwendigkeit einer Terminvergabe, Kontakt mit ihm aufnehmen zu können. Hierfür ist am Montag, 5. September 2016, die Zeit zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr für Interessierte reserviert. Die Sprechstunde findet im Büro des Wirtschaftsförderers, Rathausplatz 1, Zimmer 19a statt.
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Planfeststellungsverfahren für den sechsstreifigen Ausbau der A 3 zwischen Dettelbach und Wiesentheid geht weiter (Di, 30 Aug 2016)
Würzburg (ruf) – Die Autobahndirektion Nordbayern hat der Regierung von Unterfranken eine dritte Planänderung im Planfeststellungsverfahren für den sechsstreifigen Ausbau der Bundesautobahn A 3 (Frankfurt – Nürnberg) im Teilabschnitt östlich Mainbrücke Dettelbach bis westlich Anschlussstelle Wiesentheid vorgelegt. Das Planfeststellungsverfahren für diesen rund 12,4 km langen Ausbauabschnitt wurde bereits im Sommer 2011 eingeleitet. Zudem hat die Autobahndirektion Nordbayern bereits die Durchführung von zwei Planänderungsverfahren beantragt. Die Unterlagen lagen daher bereits im September/Oktober 2011 (Ausgangsverfahren), im März/April 2015 (Erste Planänderung) und im Oktober/November 2015 (Zweite Planänderung) in den betroffenen Gemeinden aus. Die Erkenntnisse aus dem vorangegangen Anhörungsverfahren haben die Autobahndirektion veranlasst, die Planung ein weiteres Mal anzupassen. Die dritte Planänderung beinhaltet insbesondere eine Gradientenanhebung (Angleichung des Höhenverlaufs) im Bereich des Marktes Kleinlangheim (Gemarkung Kleinlangheim, Atzhausen, Haidt). Diese wurde aufgrund der Anpassung der Tiefenentwässerung in diesem Bereich notwendig. Deshalb wurde dort der Lärmschutz nochmals angepasst. Des Weiteren wurde das Bauwerk BW 311c an der Kreisstraße KT 12 im Bereich des Marktes Schwarzach a. M. (Gemarkung Hörblach) hinsichtlich der Querschnittsabmessungen geändert, um einen geplanten Radweg regelgerecht mitführen zu können. Außerdem wurden transparente Lärmschutzwände im Bereich von Unterführungen bzw. Gasleitungen eingeplant, verschiedene Absetz- und Rückhaltebecken angepasst und Anpassungen an der Kreisstraße KT 11 vorgenommen. Die weiteren Einzelheiten hierzu und zu den übrigen Planänderungen (wie beispielsweise die Anpassungen der Biotopschutzzäune, Anpassungen im nachgeordneten Wegenetz und technische Anpassungen an Bauwerken) können den geänderten Plänen entnommen werden. Die geänderten Pläne werden voraussichtlich ab Anfang September für einen Monat in den insgesamt acht betroffenen Kommunen zur allgemeinen Einsicht ausliegen (Gemeinden Albertshofen, Biebelried und Mainstockheim; Märkte Kleinlangheim, Schwarzach am Main und Wiesentheid; Städte Dettelbach und Kitzingen). Näheres zu Ort und Zeit der Auslegung sowie zur Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, werden durch ortsübliche Bekanntmachung (z.B. im gemeindlichen Amtsblatt) rechtzeitig gesondert mitgeteilt. Einwendungen, die bereits gegen die ursprüngliche Planung oder die 1. und 2. Planänderung vorgebracht wurden, bleiben bestehen und sind weiterhin Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens.
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Franken