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Sozialer Wohnungsbau in Region Schweinfurt noch sehr ausbaufähig (Mo, 29 Aug 2016)
Seit 2006 2.650m² staatlich geförderter Mietwohnraum in Lkr. Schweinfurt, 0m² in der Stadt/ MdL Petersen: „Baustellen für die Staatsregierung“ In den letzten zehn Jahren sind im Landkreis Schweinfurt 2.649m² Mietwohnraum im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms neu geschaffen worden. Kostenpunkt insgesamt: 1.709.800€. Das hat eine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Kathi Petersen (Schweinfurt) an die Staatsregierung ergeben. Für die kommenden Jahre sei laut Staatsregierung ein Mietwohnungsprojekt zur Förderung im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms geplant. Zudem soll ein Projekt entstehen, das mit Mitteln aus dem Kommunalen Wohnraumförderungsprogramm unterstützt werden soll. Was genau angedacht ist, bleibt jedoch unklar. Anders als im Landkreis sind in der Stadt Schweinfurt bezahlbare Wohnungen Mangelware: Dort gab es in den letzten zehn Jahren gar keinen staatlich geförderten sozialen Wohnungs-bau. Zwar sei laut Staatsregierung die Förderung einer Maßnahme im Rahmen des Kommunalen Wohnraumförderungsprogramms vorgesehen. Für Petersen reicht dies jedoch bei weitem nicht aus. „Wir brauchen schnell erschwinglichen Wohnraum: für Alleinerziehende mit geringem Einkommen; für ältere Menschen mit kleiner Rente und für anerkannte Flüchtlinge“. Gebraucht würden die Wohnungen auch für Frauen, die Zuflucht in Frauenhäusern gesucht haben, dort aber nur vorübergehend bleiben können. „Die Staatsregierung muss angesichts der Tatsache, dass sich der Bestand an Sozialwohnungen im Freistaat Bayern von 1999 bis 2014 fast halbiert hat, deutlich mehr tun“, so Petersen. Um endlich ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, setze sich die SPD sowohl für eine Erhöhung der Fördermittel als auch für stärker zielgerichtete Ausgaben ein. „Wir fordern bayernweit die Schaffung von 100.000 entsprechenden Wohnungen in den nächsten fünf Jahren. Die im Rahmen des ,Wohnungspakts´ der Staatsregierung geplanten 28.000 neuen Wohnungen sind viel zu wenig“. Dringend notwendig sei auch die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft. Zusätzlich setzt sich die SPD-Fraktion dafür ein, die Zweckentfremdung von Wohnraum schnellstmöglich zu stoppen. Einen entsprechenden Antrag hat sie in den Bayerischen Landtag eingebracht. Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, das Wohnraum-Zweckentfremdungsverbots-Gesetz (ZwEWG) zu überarbeiten: Es soll praxistauglicher werden. „Wir wollen, dass Kommunen künftig bereits das Anbieten von zweckentfremdetem Wohnraum mit Geldbußen belegen können“. Vielleicht sollten die Mitglieder der Staatsregierung mal wieder einen Blick in die Bayerische Landesverfassung, rät Petersen. „Dort heißt es in Art. 106: (1) Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung. (2) Die Förderung des Baus billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staats und der Gemeinden.“ Davon sei man jedoch weit entfernt. „Hier gibt es noch einige Baustellen für die Staatsregierung“.
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Kundgebung zum Antikriegstag: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! (Mo, 29 Aug 2016)
Der Schweinfurter Friedensratschlag lädt gemeinsam mit dem DGB Kreisverband Schweinfurt zur Kundgebung am Antikriegstag, dem 1.September ein. Sie wird um 17 Uhr auf dem Georg-WichtermannPlatz mit der Begrüßung durch Josef Bernhard, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner Gruppe Schweinfurt, eröffnet. Nach der inhaltlichen Einleitung durch den DGB-Kreisvorsitzenden Frank Firsching zum diesjährigen Antikriegstag wird mit Tobias Pflüger nicht nur ehemaliger Europaabgeordneter, sondern zu aller erst ein ausgewiesener Experte der Informationsstelle Militarisierung Tübingen vom Schweinfurter Friedensratschlag interviewt. Befragt wird Pflüger zu den aktuellen Auslandseinsätzen der Bundeswehr, zur Militarisierung der deutschen Außenpolitik, zur Rüstungsindustrie und dem internationalen Waffenhandel. Damit geht es zentral um die parteiübergreifend oft geforderte „Beseitigung der Fluchtursachen“ von weltweit über 60 Mio. Menschen, die ihre Heimat verlassen weil Kriege, Bürgerkriege, Verfolgung und Hunger eine Existenz daheim nicht mehr zulassen. Kulturell umrahmt wird das Programm mit Gedichten und Kurzbeiträgen von Schauspieler Peter Hub und Wolfgang Günther, Mitglied des Friedensratschlags. Der Antikriegstag wird seit 1956 vom DGB am 1.September als solcher begangen und mahnt für den Frieden, die Demokratie und die Freiheit. Zugleich erinnert der Antikriegstag an den Beginn des zweiten Weltkriegs durch den deutschen Überfall auf Polen am 1.September 1939.
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„Kaleidoskop“: Abstrakte Gemälde in Öl und Acryl von Jürgen Rath (Mo, 29 Aug 2016)
Raum für Interpretation bieten die Gemälde des Würzburgers Jürgen Rath. In den Gängen des Würzburger Rathauses sind sie in der Zeit vom 5. bis 27. September 2016 zu sehen. Jürgen Rath nennt die Ausstellung „Kaleidoskop“. Mit einem Kaleidoskop von Eindrücken und Impressionen werden die Besucher diese Ausstellung auch wahrnehmen. Jürgen Rath arbeitet meist abstrakt und lässt seine angedeuteten oder ausgearbeiteten Landschaften in expressionistischer Farbigkeit entstehen. Besonders beeindruckt die den Bildern innewohnende Dynamik. Jürgen Rath begann früh zu zeichnen, seine zeichnerische Leidenschaft gehörte und gehört Comics. Mit der Ausbildung „Gestaltung“ bei der FOS erweiterte er seine Technik und begann, Buch- und Plattencover und andere Motive als Auftragsarbeiten auf Wände und Leinwände zu übertragen. Später kamen eigene Ideen hinzu. Die Ausstellung „Kaleidoskop“ ist in den Gängen des Rathauses im Erdgeschoss, 1. und 2. Obergeschoss zu sehen von Montag, 5. September bis Dienstag, 27. September 2016. Foto: Jürgen Rath
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Mähen im großen Stil - Wiesen wecken unterschiedliche Interessen (Mo, 29 Aug 2016)
Für Würzburger Verhältnisse war der Winter und Frühsommer bis einschließlich Mai ausgesprochen reich an Niederschlag. Noch heute zeigen sich die Rasenflächen und Parks überdurchschnittlich saftig und grün. Für das Gartenamt bedeutet die starke Vegetation natürlich auch eine ganze Menge Arbeit. Rund 30 Mitarbeiter kümmern sich um insgesamt 234 ha Rasen- und Wiesenflächen im Stadtgebiet. Dies entspricht fast der Fläche der Stadteile Sanderau und Lindleinsmühle zusammen. Man könnte auch sagen: Jeder Mitarbeiter ist im Durchschnitt Platzwart für zehn Fußball-Felder. Selbstverständlich werden laut Gartenamtsleiter Dieter Müller nicht alle Flächen so gestutzt wie ein Sportplatz: „In der Stadt gibt es einen ausgewogenen Mix aus Kurzgras und Wiesenflächen. Die hohen Wiesen laden die Menschen weniger zum Sonnenbaden, Spielen oder Picknick ein - für die Artenvielfalt in unserer Stadt sind sie aber unerlässlich. Sie bieten Insekten, Ameisen und Spinnen Lebensräume.“ Über seltene Schmetterlinge freuen sich Jung und Alt, bei Stechmücken und Zecken sieht es schon wieder anders aus. Wie schützen sich die Gartenamts-Mitarbeiter gegen diese Plagegeister? Wichtigste Schutzmaßnahme ist die richtige Arbeitskleidung: Lange Hosen, Shirts und knöchelhohes Schuhwerk sind auch bei wärmeren Temperaturen Standard. Insektensprays werden bei Bedarf zur Verfügung gestellt, sind aber eher eine kurzzeitige Ergänzung bei größeren Mückenplagen. Der Wirkstoff Diethyloluamid (DEET) in Insektensprays könne beispielsweise bei dauerhaftem und intensivem Einsatz laut Gesundheitsexperten auch für die Anwender schädlich sein, natürliche Mittel verlieren hingegen oft nach sehr kurzer Zeit ihre abschreckende Wirkung. Für die Gartenamtsmitarbeiter gilt, was auch für jeden Hobby-Gärtner gelten sollte: Nach einem Einsatz im hohen Gras sollte man den Körper nach Zecken absuchen. Einige Mitarbeiter mussten in dieser Saison schon zur Zeckenzange greifen. Diese gehört auch zur Grundausstattung in den Erste-Hilfe-Sets bei Einsätzen. Häufig kommt dies nicht vor, die Blutsauger sollten aber stets möglichst rasch entfernt werden – noch bevor sie Krankheitserreger übertragen. „In den letzten zehn Jahren hatten wir keinen FSME- oder Borreliose-Fall in unserem Team. Da auch Würzburg zu den gefährdeten Gebieten in Deutschland zählt, übernehmen die Krankenkassen grundsätzlich die Kosten für FSME-Impfungen. Unsere Mitarbeiter erhalten hierzu von uns alle notwendigen Informationen“, erläutert Müller. Gut geschützt vor Mücken oder Zecken ist, wer im geschlossenen Aufsitzmäher sei-ne Runden dreht. Diese Großflächenmäher kommen je nach Maschinentyp auf bis zu 900 Betriebstunden oder fast 38 komplette Tage Rotation im Jahr. Bei offenen Mähern hingegen gibt es bisweilen auch unappetitliche Probleme. Hundehaufen bleiben beim Mähen nicht einfach liegen, sondern werden zum stinkenden Flugobjekt. Diesbezüglich kann man nur an die Hundehalter appellieren die Hinterlassenschaften ih-rer Vierbeiner stets vorschriftsmäßig zu entsorgen. Einen jüngeren Trend kann das Gartenamt nicht nachvollziehen: An vielen Stellen in der Stadt gibt es Abfalleimer mit Tütenspendern für Hundekot. Diese werden auch stark genutzt. Offensichtlich packen aber manche Leute Hundehaufen erst ein, um die Tüte dann auf der Wiese oder im Gebüsch zurückzulassen. Unter dem Mäher macht diese Mühe keinen Unterschied. Eine weitere tierische Überraschung, die Müllers Mitarbeiter erleben können, sind Bauten von Wespen oder Erdbienen. In solchen Fällen kann man unter Umständen erst einmal nicht weiterarbeiten und muss abwarten, bis sich die hochsozialen Insekten beruhigt haben. Das Gartenamt schreibt auch in solchen Fällen den Artenschutz groß. Nach dem Motto „Mit Abstand können alle leben“ sind Wespen oder Bienen selbst auf belebten Plätzen zu verantworten, wenn man die Nester entsprechend sichert und Absperrungen anbringt. Im Einsatz für Würzburgs Naherholungsflächen: Gartenamts-Mitarbeiter Günter Siedler mäht die Mainwiesen auf der Sanderauer Seite. Hier hat es auch einige Abschnitte mit steilen Rampen zwischen Fuß- und Radweg. Bild: Georg Wagenbrenner
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Ein Schatten fällt über die Stadt. Kissingen und die Auswirkungen des Deutschen Krieges aus der Sicht von Augenzeugen – Vortrag im Rahmen des Gedenkens an den Bruderkrieg von 1866 (Fr, 26 Aug 2016)
Wie erging es den rund 2.000 Einwohnern Kissingens, als sie 1866 die preußischen Truppenverbände nach der Schlacht im Deutschen Bruderkrieg versorgen mussten? Wie erging es Ärzten, die rund 1.300 Verletzte zu behandeln hatten? Wie kam es zu den Plünderungen im Kurort? Fragen, die Walter Hamm aus der Sicht verschiedener Augenzeugen aus Originalüberlieferungen, beantwortet, am 1. September 2016, ab 19 Uhr im Museum Obere Saline. Am Morgen des 10. Juli 1866 war die Welt in Kissingen noch in Ordnung. Der Kurbetrieb lief auf Hochtouren. Am besagten Tage änderte sich jedoch alles. Bayerische Militäreinheiten hatten in Kissingen Stellung bezogen. Die Preußen bliesen im Zuge des Mainfrankenfeldzugs zum Angriff auf die bayerischen Truppen. Die Stadt verwandelte sich in ein Schlachtfeld. Bayerische und preußische Truppenverbände lieferten sich einen erbitterten Orts- und Häuserkampf. Mittags war Kissingen bereits in preußischen Händen, gekämpft wurde bis zum Nachmittag bei Winkels und Nüdlingen sowie bei Hausen und der Oberen Saline. Der Abend offenbarte schreckliche Zahlen: über 300 Tote, rund 1300 Verwundete. Kissingen wurde vom Kurort zum Lazarett, zum Friedhof. Verwundete mussten versorgt, Tote begraben und Truppen versorgt werden. „Ein Schatten fällt über die Stadt. Kissingen und die Auswirkungen des Deutschen Krieges.“, passender kann der Titel des Vortrags von Walter Hamm am 1. September, ab 19 Uhr im Museum Oberen Saline gar nicht sein. Denn einem Schatten gleich zog die Schlacht gen Kissingen, legte sich wie ein Unwetter über sie, zeigte ihre Nachwirkungen und verschwand im Laufe der Zeit wieder. In dieser Weise ist Walter Hamms Vortrag aufgebaut. „Ich möchte vor allen Dingen aufzeigen, wie es den Bewohnern, Kurgästen und Verletzten ergangen ist“, erklärt der pensionierte Geschichtslehrer. Dabei wird er aus vielen unterschiedlichen Augenzeugenberichten lesen. „Es wird einen Bericht eines Arztes geben, der nicht namentlich genannt wird. Man kann allerdings nachvollziehen, wer es war. Dieser Arzt wurde in der Nacht vor dem Gefecht von den Bayern geweckt und zum Militärarzt geschickt, um eine Notfallstation einzurichten. Er schildert die Geschehnisse dieses Tages, seine Einsätze, bei welchen er auch beschossen wurde“, gibt Walter Hamm einen kleinen Vorgeschmack auf seinen Vortrag. Zudem liest er aus dem Tagebuch eines preußischen Soldaten, der im Kurtheater, welches damals noch aus Holz gebaut gewesen sei, in Stellung lag, so Walter Hamm. Sein Interesse an der Geschichte des Deutschen Bruderkriegs liegt einerseits in seinem Geschichtsstudium, andererseits in seinem Wohnort begründet. „Wir sind schon vor Jahren nach Uettingen gezogen. Dort fand das letzte Gefecht des 1866er-Krieges statt. Dadurch wurde das Interesse an diesem Thema geweckt und hat sich über 35 Jahre hinweg entwickelt“, sagt er. In dieser Zeit habe er zudem zahlreiche zeitgenössische Zeitungsartikel, Augenzeugenberichte und Tagebücher gesammelt. Seinen Vortrag „Ein Schatten fällt über die Stadt. Kissingen und die Auswirkungen des Deutschen Krieges.“ hält Walter Hamm am 1. September, ab 19 Uhr im Museum Obere Saline. Im Kulturquartier der Stadt Bad Kissingen ist zudem noch bis zum 10. Oktober die Sonderausstellung „10. Juli 1866: Das Gefecht bei Kissingen und die Folgen“ zu sehen. Ein Rahmenprogramm bietet noch weitere interessante Vorträge und Führungen.
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Stadt Bad Kissingen - Vollsperrung der Dr.-Georg-Heim-Straße aufgrund eines Wasserleitungsneubaus (Fr, 26 Aug 2016)
Vom 07.09.2016 bis voraussichtlich 23.12.2016 wird die Dr.-Georg-Heim-Straße im Bereich von Nr. 6 bis Nr. 30 wegen Bauarbeiten für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art je nach Baufortschritt vollständig gesperrt. Die Zufahrt zu den Grundstücken in diesem Bereich ist möglich, ebenso der Fußgängerverkehr einseitig. Die Umleitung erfolgt über den Güßgraben, Steinmauer oder der B 286 und umgekehrt.
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Kunsthandwerkermarkt in alten Mauern Ein Wochenende zum Schauen, Staunen und Kaufen (Mo, 29 Aug 2016)
BAD KÖNIGSHOFEN Peu à peu hat sich Bad Königshofen zu einem Geheimtipp entwickelt. Kunsthandwerkermärkte gibt es in verschiedenen Orten, aber der in Bad Königshofen versammelt die kreativsten Künstler aus ganz Deutschland mit ihren herausragenden Erzeugnissen nun schon zum 24. Mal vor der Kulisse des schönen Marktplatzes der ehemaligen Festungsstadt. Es war mehr ein Zufall, dass das zweite Septemberwochenende als Termin für diesen Markt gewählt wurde, und wie es sich bisher zeigte: ein idealer Zeitpunkt. Die Temperaturen sind im Spätsommer angenehm, die Wetterlage meist trocken-stabil und bis Weihnachten sind es nur noch vierzehn Wochen – da schaut der Marktbesucher gern schon mal nach ausgefallenen Geschenken. In der gesamten Innenstadt herrscht an über 130 Marktständen reges Treiben von 10 bis 18 Uhr am Samstag, 10. September und Sonntag, 11. September 2016. Der große Marktplatz, Teile der Hindenburgstraße und Martin-Reinhard-Straße, der Hafenmarkt, die Markthalle im Rathaus und rund um die Stadtpfarrkirche sind dann mit Verkaufsständen und Buden dicht an dicht besetzt und an vielen Punkten gibt es ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit Musik, Gauklern, leckeren Schmankerln und vieles mehr. Die gastronomischen Betriebe servieren spezielle Gerichte zum Kunsthandwerkermarkt. Die beim Markttreiben zum Verkauf angebotenen Erzeugnisse stammen alle von Kunstschaffenden, nicht aus einer industriellen Fertigung. Das Spektrum reicht von Schmuck aus Silber und Gold mit verschiedenen Edelsteinen, wie schimmernden Opalen, bis hin zu Edelstahlbrunnen für den Garten. Es gibt Artikel aus Leder, Fell, Filz, Metall, Holz, Stein, Korb, Glas, aus Textilien wie Stoffdruck, Seidenmalerei, Patchwork und liebenswerte, knuffige Teddybären. Erzgebirgs-Schnitzereien sind genauso vertreten wie Plauener Spitze, sie wird von der anbietenden Familie bereits in dritter Generation in Handarbeit gefertigt. Nützliche derbe Sattlereiprodukte rund ums Pferd werden verkauft, genauso ist auch zartes, formschönes Studioporzellan im Angebot. Keramik ist natürlich auch – wie sollte es auf einem Kunsthandwerkermarkt anders sein – in zahlreichen Variationen vertreten. Bei vielen Herstellungsprozessen kann der Marktbesucher direkt zuschauen. Brettchenweben, wie es schon in der Steinzeit ausgeübt wurde, Knopfherstellung, Steinschleifen, Schnitzen, Silber satinieren und Papierschöpfen sind Fertigkeiten, die man sonst kaum zu sehen bekommt. An beiden Markttagen veranstalten das Archäologische Museum und das Museum für Grenzgänger in der „Schranne“ einen Tag der offenen Tür, dabei kann man auch schon mal einen Blick in die „nachgestellte Steinzeit“ werfen und die jüngere Geschichte wird anhand von interessanten Exponaten aus dem alltäglichen Leben entlang der thüringisch-bayerischen Grenze im Museum für Grenzgänger nachvollziehbar. Für viele Menschen aus nah und fern ist der Besuch des Kunsthandwerkermarktes in Bad Königshofen inzwischen zum spätsommerlichen „Muss“ geworden. Es gibt einfach mehr als genug zum Schauen und Kaufen... und die Erzeugnisse sind Handarbeit, Unikate, hochwertig und ausgefallen – also in jedem Fall etwas Besonderes. Wenn am Samstag um 10 Uhr zum Start des Marktes die alte Kanone böllert, heißt es dann bei einem musikalischen Rundgang: „Der 24. Kunsthandwerkermarkt ist eröffnet.“
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Franken