News aus Schweinfurt und Unterfranken

Würzburg im Sommer

mehr lesen 0 Kommentare

Blaulicht

DGB unterstützt Lehrer, Eltern und Schüler des Rathenau (Sa, 23 Jul 2016)
Der DGB Kreisverband Schweinfurt spricht sich gegen die Schließung der städtischen Rathenau- Schulen aus. Einem Beschluss des Kreisvorstandes zufolge überwögen die negativen Auswirkungen einer Schulschließung die zu hoch angegebenen Einsparmöglichkeiten im städtischen Haushalt deutlich. Dazu stellt der stellv. DGB Kreisvorsitzende Jens Öser (IG Metall) fest: „Die Schweinfurter Gewerkschaften stehen an der Seite der betroffenen Beschäftigten, der Eltern und der Schüler. Sollte es dazu kommen, können sich die Gewerkschaften gut vorstellen ein Bürgerbegehren gegen die Schulschließung kraftvoll zu unterstützen.“ Hochgerechnete Zahlen – Normalität städtischer Schulen Der DGB verweist auf eine interne Berechnung des zuständigen ver.di- Fachbereiches, der ein maximales Einsparpotential von 2,49 Mio. Euro statt den, von der Stadt Schweinfurt angegebenen 7,6 Mio. Euro (Angabe SW-Tagblatt vom 17.Juni) errechnet hat. Ver.di hat dabei das Entgelt der bisherigen Tarifbeschäftigten plus Sozialversicherungsbeiträge und Zusatzversorgung auf 4,51 Mio. Euro taxiert. Dazu kämen langfristig die Kosten für die mit Tarifbeschäftigten zu ersetzenden Beamten von 2,07 Mio. Euro. In Abzug zu bringen sind der Lehrpersonalzuschuss des Freistaats Bayern und die Gastschulbeiträge von zusammen 4,09 Mio. Euro. Der Sachaufwand für Gebäude und Ausstattung von etwa einer Million Euro im Jahr verbliebe ohnehin bei der Stadt, auch wenn eine große staatliche Realschule in die heutigen Gebäude der Rathenau- Schulen einziehen würde. „Es ist schon erstaunlich wie Oberbürgermeister Remelé versucht mit hochgerechneten Zahlen eine Dramatik zu erzeugen, die es gar nicht gibt.“, so DGB Kreisvorstandsmitglied Ottmar Montag (NGG). „Dabei sind städtischen Schulen in Bayern keine Schweinfurter Besonderheit, sondern Normalität.“, meint Martina Keller (EVG). In der Tat sind nach Angaben des statistischen Landesamtes 117 weiterführende Schulen in Bayern städtische Schulen. Darunter befinden sich 32 Realschulen, 25 Gymnasien und 60 Berufsschulen. Keller: „Von einer außergewöhnliche Belastung der Stadt Schweinfurt durch die Rathenau-Schulen gegenüber anderen kreisfreien Städten kann folglich nicht gesprochen werden.“ Prekäre Lage des Personals Der DGB Kreisvorstand lehnt die Schließungspläne auch wegen der prekären Situation des Kollegiums ab. „Die Zusage der Stadtverwaltung, dass niemand entlassen werde, ist trügerisch.“, sagt Egbert Thews (IG BCE). Zwar höre sich diese Zusage zunächst gut an, einer sachlich-inhaltlichen Prüfung halte diese Zusage jedoch nicht stand. Nach Angaben des Personalamtes der Stadt sind 14 Lehrer/innen an den Rathenau-Schulen befristet beschäftigt. Sie verlieren ihren Arbeitsplatz auch ohne eine Kündigung. Die 61 unbefristet angestellten Lehrerinnen und Lehrer können aufgrund mehrerer bestehender Hürden nicht davon ausgehen vom Freistaat in den Staatsdienst übernommen zu werden. Sie verblieben als Personal bei der Stadt Schweinfurt, ohne als Lehrer/in tätig sein zu können. Wo und wie die Stadt Schweinfurt das Lehrpersonal in der Stadtverwaltung einsetzen will, ist völlig ungeklärt. Für Jens Öser ist unter dem Strich klar, dass es sich der Bildungsstandort Schweinfurt nicht leisten kann eine anerkannt erfolgreiche Schule zu schließen. Dabei spiele die wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung des Gymnasiums eine ebenso große Rolle für die Industrie, wie die Besonderheit zwei Schultypen, Realschule und Gymnasium, unter einem Dach zu vereinen für die Eltern, die diese Durchlässigkeit schätzen. Nachrichtlich: Der DGB Kreisverband Schweinfurt vereint die etwa 18.600 Gewerkschaftsmitglieder der acht DGB-Mitgliedsgewerkschaften, die in Stadt und Landkreis Schweinfurt wohnen.
>> mehr lesen

„TTIP und CETA – Segen oder Fluch?“ (Sa, 23 Jul 2016)
„TTIP und CETA – Segen oder Fluch?“, ist der Titel eines Terrassengesprächs der Schwebheimer SPD am Montag 25. Juli um 20 Uhr im Naturfreundehaus Schwebheim, Mühlenweg 30. Als Referentin konnte Marietta Eder, Gewerkschaftssekretärin und Mitglied des Landesvorstands der BayernSPD, gewonnen werden. Eder ist eine ausgesuchte Kennerin der komplizierten Materie und kann Chancen und Risiken der beiden Handelsverträge und weiterer, auch weniger bekannten Abkommen, verständlich näher bringen. Erst am Wochenende hatten die Delegierten beim Landesparteitag der BayernSPD CETA, das Handelsabkommen mit Kanada, mit großer Mehrheit abgelehnt. Viele rote Linien, die die SPD gesetzt hatte, sind in dem ausgehandelten Abkommen überschritten. Insgesamt bevorteile CETA private Gewinninteressen zulasten des Gemeinwohls und zulasten von Arbeitnehmern, Verbrauchern und der Umwelt, so das Urteil der BayernSPD. Die Terrassengespräche der Schwebheimer SPD sind seit einigen Jahren fester Bestandteil im Terminkalender. Vorsitzende Karin Model will auch weiterhin in diesem Format verschiedene lokale und globale Themen diskutieren.
>> mehr lesen

NPD-Kundgebung in Heidingsfeld - 300 Gegendemonstranten (Sa, 23 Jul 2016)
WÜRZBURG/HEIDINGSFELD. Am Samstagnachmittag zwischen 14.00 Uhr und 15.30 Uhr hatte die NPD am Rathausplatz eine Versammlung angezeigt, zu der insgesamt 17 Sympathisanten kamen. Die Zahl der Gegendemonstranten war mit gut 300 Teilnehmern weitaus höher. Sie machten ihrem Unmut über die dargebotenen Reden und Musikbeiträge der NPD-Anhänger mit lautstarken Sprechchören und Trillerpfeilen Luft. Die Polizei verhinderte mit einem Aufgebot an Einsatzkräften das Aufeinandertreffen rivalisierender Gruppen und gewährleistete, dass jeder sein Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen konnte. Ab 13.45 Uhr hatte die Polizei das Versammlungsareal zwischen Zindelgasse, Klosterstraße und Wenzelstraße mit Sperrgittern umzäunt, um ein Aufeinandertreffen von NPD-Anhängern und Gegendemonstranten zu verhindern. Sieben Personen hatten sich im Vorfeld auf eine Bank innerhalb der Versammlungsfläche am Rathausplatz gesetzt. Fünf von ihnen weigerten sich trotz Ansprache und mehrfacher Aufforderung durch Polizeibeamte den Platz zu verlassen. Bei ihnen wurde die Identität festgestellt. Mehrere Einsatzkräfte, unter anderem auch die eingesetzten Kommunikationsteams, verhinderten in der Folge durch bloße Präsenz, dass diese Personengruppe die Versammlungsteilnehmer anging. Zu Beginn der Versammlung kurz nach 14:00 Uhr waren sieben Versammlungsteilnehmer und etwa 150 Gegendemonstranten vor Ort. Nach etwa einer halben Stunde kamen dann noch weitere Versammlungsteilnehmer dazu, so dass deren Anzahl auf insgesamt 17 Teilnehmer stieg. Gegen 14.15 Uhr war die Zahl der Versammlungsgegner dann auf etwa 300 Personen angewachsen, die auch bis zum Ende der Versammlung gegen 15.15 Uhr vor Ort blieben und lautstark mit Sprechchören gegen Nazis und für eine Willkommenskultur von Flüchtlingen gegen die Reden und die abgespielte Musik der NPD-Anhänger protestierten. Kurz vor dem Ende der NPD-Kundgebung mussten die Polizeibeamten einschreiten und die erhitzten Gemüter beruhigen, weil Versammlungsteilnehmer eine Gruppe von Gegendemonstranten fotografierten und Wasser in Richtung der NPD-Sympathisanten spritzten. In diesem Zusammenhang wurde offenbar auch eine Versammlungsteilnehmerin beleidigt. Wenige Minuten später wurde die Kundgebung vom Veranstalter für beendet erklärt. Daraufhin leerte sich der Rathausplatz sehr schnell und der Verkehr konnte schon gegen 15.30 Uhr wieder freigegeben werden. Die Polizei stellte bei elf Personen die Identität fest und stellte vier Schals sicher, weil der Verdacht bestand, dass diese zur verbotenen Vermummung benutzt werden sollten. Symbolfoto Polizei
>> mehr lesen

Vorfall im Regionalzug bei Würzburg - Vier Patienten am Universitätsklinikum Würzburg - aktueller Stand Samstag 23. 07.2016 (Sa, 23 Jul 2016)
Aktuell werden am Universitätsklinikum Würzburg vier Personen behandelt, eine Patientin ist vorgestern noch im Sinne der Familienzusammenführung aus einer Klinik in Nürnberg von uns übernommen worden. Bei drei unserer Patienten handelt es sich um Ferienreisende aus Hong Kong. Bei allen Patienten im Uniklinikum hat sich der Gesundheitszustand gebessert und stabilisiert, wobei allerdings auf Grund der Art der Verletzungen immer noch mit Komplikationen gerechnet werden muss. Bei einem Patienten besteht nach wie vor Lebensgefahr und es muss bis auf Weiteres ein künstliches Koma erhalten bleiben. Die Angehörigen haben regelmäßigen Zugang und Kontakt zu unseren Patienten und Ärzten und werden sehr eng von deutschen und chinesischen Helfern betreut. Eine psychologische Betreuung der Patienten ist eingeleitet. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen auf Grund des Schutzes von Patientenrechten derzeit keine weiteren Informationen geben können.
>> mehr lesen

News

Franken