Spatenstich zur Sanierung des ehemaligen Franziskanerklosters Altstadt Hammelburg

Foto von: Lena Pfister
Foto von: Lena Pfister

Hammelburg – Im Januar wurden die konkreten Pläne zur Sanierung der Bayerischen Musikakademie Hammelburg (BMH) vorgestellt, heute fand der Spatenstich zur Baumaßnahme „Sanierung des Franziskanerklosters Altstadt“ statt.  „Die Musikakademie Hammelburg ist für unsere Landkreis und über dessen Grenzen hinaus eine bedeutende Einrichtung. Darum freue ich mich, dass es nun ans Werk geht und die Sanierungsarbeiten starten können. Auch gilt mein Dank dem Bayerischen Kulturministerium, das die Maßnahme mit einer so hohen Förderung unterstützt“, so Landrat und 1. Vorsitzender der BMH Thomas Bold.  

 

Seit 1980 residiert die BMH in dem Gebäude am Hammelburger Schlossberg. Im Rahmen der Bauarbeiten wird das ehemalige Franziskanerkloster Altstadt Hammelburg integriert und für die Zwecke der Akademie generalsaniert. Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf fast 10 Millionen Euro und werden komplett vom Freistaat Bayern bzw. dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst getragen.  

 

Ein Gebäude im Wandel  

 

Nach der Übernahme des Klosters durch den Verein Bayerische Musikakademie Hammelburg stand eine Sanierung des ehemaligen Konventgebäudes (Bauunterhaltstau, Gebäudeleerstand, Schädlingsbefall) an. Das Erscheinungsbild des alten Gebäudes soll dabei erhalten bleiben und zugleich einer modernen und nachhaltigen Nutzung zugeführt werden. Die Bayerische Musikakademie ergreift die sich durch diese Baumaßnahme ergebende Chance und transformiert das denkmalgeschützte ehemalige Klostergebäude aus dem 17. Jahrhundert in einen funktionalen, modernen Akademiebau. Dies geschieht in enger, äußerst konstruktiver Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.  

 

Die Aufgaben der Bayerischen Musikakademie können mithilfe der Umbaumaßnahmen optimiert werden. Im derzeit leerstehenden Gebäudeteil des ehemaligen Konventgebäudes werden zusätzliche Überäume unterschiedlicher Größe und Übernachtungszimmer für die Seminarteilnehmer entstehen. Zwei dieser Einzelzimmer sind barrierefrei. Die Gesamtzahl der möglichen Übernachtungsgäste wird durch die Umbaumaßnahmen auf über 150 Betten 

Bayerische Musikakademie Hammelburg e. V. 

aufgestockt. Vor allem im bislang leer stehenden Dachgeschoß entstehen spannende, neue Überäume für die Musiker, die den Übergang von alt und neu sichtbar machen und so die Geschichte des Klosters erzählen. 

 

Das Herzstück der neuen Akademie wird der verwaiste Innenhof des Klosters. Er wird überdacht und dadurch zum multifunktionalen Speisesaal als Ort der Begegnung und Kommunikation für alle Gäste und Mitarbeiter des Hauses. Neben dem Speisesaal ist eine Cafeteria geplant, die ebenfalls flexibel nutzbar sein wird. In unmittelbarer Nähe zum Speisesaal wird die bestehende Küche erweitert und nach dem derzeitigen Hygienestandard modernisiert.  Um den Küchenbetrieb während der Bauarbeiten weiterführen und die Gäste der Musikakademie versorgen zu können, wurde bereits in dieser Woche ein Küchencontainer angeliefert.  Der Speisesaal wird außerdem in den Felsenkeller umgesiedelt. Zudem werden während der Bauphase Doppelzimmer teils zu Dreibettzimmern umgewandelt. Die Gäste der Musikakademie werden darüber informiert. 

Der historische Eingang – die frühere Klosterpforte – wird reaktiviert und als neuer Haupteingang aufgewertet. Daneben entsteht ein Lehrgangsleiterbüro mit modernen Kommunikationseinrichtungen.  

 

Damit auch große Orchester in der Bayerischen Musikakademie die Möglichkeit zum Proben und zur Unterbringung bekommen, werden neue Überäume im Obergeschoss und Dachgeschoss eingerichtet. Dadurch wird das Raumangebot der Bayerischen Musikakademie deutlich verbessert. Neben dem neuen Haupttreppenhaus im Ostflügel wird im Erdgeschoss ein professionelles Tonstudio eingerichtet: Der Aufnahme- sowie der Regieraum werden Sichtbezug zueinander haben, sodass Musiker und Techniker auch visuell kommunizieren können. Zusätzlich ist geplant, Mitschnitte auch in den einzelnen Übungsräumen aufzeichnen zu können.  

 

Um die historische Bedeutung des ehemaligen Franziskanerklosters für Hammelburg und das umgebende Saaletal zu dokumentieren, wird in der ehemaligen Hauskapelle ein Ausstellungsraum geschaffen, in dem sich Besucher über die Geschichte des Klosters „Einst und Jetzt“ informieren können. 

 

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