Tagung zur Provenienzforschung im Museum im Kulturspeicher

Woher kommen unsere Museumsobjekte? Wie kamen sie in die Sammlung? Wem gehörten und gehören sie? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Provenienzforschung, deren Notwendigkeit gerade in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Ein auf Initiative der Freien Universität Berlin und durch die Kooperationspartner Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern sowie dem Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste konnte das Weiterbildungsprogramm „Provenienzforschung. Über die Herkunft der Objekte“ geschaffen werden.

 

Im Zuge des Zertifikatslehrgangs fand die Modultagung „Provenienzrecherche in Archiven und kommunalen Museen“ am 22.06.2017 im Museum im Kulturspeicher statt. Frau Dr. Carolin Lange von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern referierte über den materiellen versus den emotionalen Wert entwendeter Gegenstände. Neben einer Einführung in die NS-Kunstpolitik von Herrn Prof. Dr. Christoph Zuschlag vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste, gab Frau Dr. Holsing, stellvertretende Direktorin vom Museum im Kulturspeicher, Einblicke in die Geschichte der Städtischen Galerie in Würzburg und deren Museumsgründung im Nationalsozialismus. Beatrix Piezonka M.A., Provenienzforscherin am Museum im Kulturspeicher, berichtete anhand mehrerer Fallbeispiele aus ihrer Praxis und über die Archivlage. So konnte das Museum im Kulturspeicher einen Beitrag zur weiteren Professionalisierung des Forschungsfeldes leisten.

 



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