Mehr Klimaschutz in Schweinfurt – neue Förderprogramme der Stadt Schweinfurt

Schweinfurt – Energieeinsparung und Klimaschutz stellen für die Stadt Schweinfurt eine zentrale umweltpolitische Aufgabe dar. Mithilfe des integrierten kommunalen Klimaschutzkonzepts der Stadt Schweinfurt sollen nationale und internationale Klimaschutzbestrebungen unterstützt werden. Ziel ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen im Stadtgebiet von mindestens 20 % bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Jahr 2014.

 

Seit 2016 unterstützt die Stadt Schweinfurt durch einen freiwilligen Zuschuss private Hauseigentümer, die eine Energieberatung durch einen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zertifizierten Energieberater zum Zweck einer energetischen Gebäudesanierung in Anspruch genommen haben. Das Förderprogramm „Energieberatung“ wird nun ausgebaut, um weitere Anreize zu schaffen, einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz in Schweinfurt zu leisten.

 

Einstimmig wurden in der Stadtratssitzung am 25. April 2017 die Richtlinien über die Gewährung von Zuschüssen in Bezug auf dieFörderprogramme

 

 

beschlossen.

 

Wer das Förderprogramm „Heizungssanierung“  nutzen möchte, sollte seine Sanierungspläne von einem von der KfW oder BAFA zertifizierten Energieberater empfohlen bekommen haben. Weitere Voraussetzung ist, dass die bestehende funktionsfähige Heizung gegen eine Pellet- und Holzhackschnitzel-Heizung, eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, ein Blockheizkraftwerk, einen Fernwärmeanschluss oder energiewirtschaftlich sinnvolle Varianten von Wärmepumpen analog der Wärmepumpenförderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in der jeweils gültigen Fassung ausgetauscht wird. Wichtig dabei ist auch, dass die auszutauschende Heizungsanlage vor dem 1. Januar 2000 errichtet und in Betrieb genommen wurde. Eine Heizungssanierung kann mit maximal 1.000 Euro gefördert werden.

 

Das Förderprogramm „Heizungspumpen“ ist für alle interessant, deren bestehende Heizungspumpe von einem eingetragenen Heizungsbaufachbetrieb gegen eine hocheffiziente Heizungspumpe ausgetauscht wurde/werden soll. Hocheffizient bedeutet in diesem Fall, dass die Pumpen im Merkblatt zur Heizungsoptimierung „Förderbare Pumpen“ des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die in der jeweils gültigen Fassung angegebenen Mindestanforderungen an die Energieeffizienz einhalten. Die Förderung betrifft in diesem Fall maximal 50% der Anschaffungskosten der Pumpe.

 

Das Förderprogramm „Regenwasserzisternen“ zielt auf die Anpassung an den Klimawandel hinsichtlich zunehmender Trockenperioden und Starkregenereignisse ab. Die Höhe des Zuschusses beträgt 0,25 Euro pro Liter Fassungsvermögen der Zisterne, maximal jedoch 1.000 Euro. Wichtig ist, dass die Regenwasserzisterne frostfrei im Erdreich fest installiert wurde und ein Mindestvolumen von 2.000 Litern aufweist.

 

Anträge für alle Förderprogramme können bei der Stadt eingereicht werden und gelten rückwirkend für Investitionen ab dem 01.01.2017. Formulare und weitere Informationen können auf der Homepage der Stadt Schweinfurt abgerufen werden.

 

Mit der Schaffung der städtischen Förderprogramme möchte die Stadt Schweinfurt Hauseigentümer dazu motivieren, zum einen veraltete, ineffiziente Pumpen durch hocheffiziente Heizungspumpen zu ersetzen, zum anderen ihre Sanierungsaktivität für moderne, effiziente Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien zu steigern. Jeder einzelne kann so zu mehr Klimaschutz in Schweinfurt beitragen.

 

Die Laufzeit der Förderprogramme ist zunächst jeweils auf 5 Jahre beschränkt.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0