Medienscouts rund um Würzburg

Bild: Felix Hofmann
Bild: Felix Hofmann

Die "Medienscouts rund um Würzburg" gibt es nun schon das dritte Jahr.
Jedes Jahr erweitert sich der Kreis der beteiligten Schulen und der
externen Partner, die aus Wissenschaft und Wirtschaft stammen. Das
Projekt ist auf unbestimmte Zeit angelegt und stetig am Wachsen.
Am 28.06.2017 trafen sich alle "Medienscouts rund um Würzburg" zum
ersten Mal im Rathaus. Alle Beteiligten freuten sich über die
Anerkennung ihrer Arbeit, die durch die Einladung der Stadt Würzburg in
den historischen Sitzungssaal zum Ausdruck kam. Dort stellten sie
einander ihre selbst erarbeiteten Unterrichtseinheiten vor.
Nach 90 Minuten konzentrierter Arbeit beim Präsentieren und Zuhören
fand ein Erfahrungsaustausch der Schüler, Lehrkräfte und externer
Partner statt. Dazu kümmerten sich der Stadtjugendring und die Stadt
Würzburg um das leibliche Wohl der Teilnehmer.
Medienscouts als Multiplikatoren 
Mitte Juli werden die Medienscouts in ihren Schulen das gemeinsam
erarbeitete Wissen an ihre Mitschüler nach dem Peer-to-Peer-Prinzip
weitergeben.
Ein kleiner Auszug aus den Inhalten:
*       "Was ist der häufigste Grund, warum du die App WhatsApp
öffnest?“
A: Ich will Nachrichten verschicken.
B: Ich lese neue Nachrichten.
C: Ich schaue mir die Bilder meiner Kontakte an.
D: Ich schaue, wann die anderen online waren.
Diese und andere Fragen werden mit Plickers einem Online-Umfragetool,
bei dem Schüler mithilfe von Barcodes ihr Feedback geben, in Echtzeit
ausgewertet. So ergibt sich schnell ein Überblick über das
Nutzungsverhalten der Jugendlichen.  
*       Mit zwei Actionbounds begeben sich die Schüler auf eine
virtuelle Schnitzeljagd und lernen Neues über Metadaten, Cookies,
soziale Netzwerke und mehr. 
*       Wie verhält es sich mit Datenschutz und Urheberrechten beim
Streaming? 
*       Weitere Schwerpunkte sind: Cybermobbing, Spiele- und
Internetsucht.
Teilnehmende Schulen: 
Deutschhaus-Gymnasium, Friedrich-Koenig-Gymnasium,  Gymnasium
Veitshöchheim, Riemenschneider-Gymnasium, Röntgen-Gymnasium,
Wirsberg-Gymnasium, St. Ursula-Schule, 
Die Ausbildung bei den externen Experten:
Interessierte SchülerInnen der 8. bis 10. Jahrgangsstufe werden im
reflektierten Umgang mit digitalen Medien durch externe Partner aus
verschiedenen Fachbereichen ausgebildet.
§       WissenschaftlerInnen des  Nerd2Nerd e.V. ließen die Jugendlichen
in ihrem FabLab erfahren, wo Datenspuren im Internet hinterlassen
werden. Der Google-Experte Christian Huller referierte über: *Wie Google
Geld verdient‘.
§       Medienpädagogen der Stadtbücherei Würzburg zeigten anhand von
Facebook und WhatsApp die Bedeutung des Umgangs mit persönlichen Daten
in sozialen Netzwerken und es wurde in Zusammenarbeit ein
praxisbezogener Actionbound entwickelt.
§       Das regionale Start-Up *Würzburg erleben“ erläuterte sein
Geschäftsmodell mit Infotainment und Marketing im Social Media-Bereich.
§       Die Juristin Tanja Feuerpfeil (Lehrstuhl Prof. Thome)
informierte über das Recht auf informationelle Selbstbestimmung,
insbesondere dem Lizenz- und Urheberrecht. 
Bei dem Barcamp *#WÜ-CAMP Du bist der Chef‘ des Stadtjugendrings
Würzburg konnten die Schüler Wissen weitergeben und von anderen
Teilnehmern lernen.

Bild: Felix Hofmann

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