Stadt Bad Kissingen Rotmilan und Wild-Park Klaushof

 

Aufgrund verschiedener Veröffentlichungen in der letzten Zeit stellt die Stadt Bad Kissingen klar, dass im Wild-Park Klaushof keine Taggreifvögel und insbesondere auch keine Rotmilane in den Volieren gehalten werden.

Der Rotmilan gehört zu den bedrohten Tierarten. Weltweit gibt es nur noch 25 000 Brutpaare. In der Rhön fühlen sich diese Greifvögel mit dem markant gegabelten Schwanz offensichtlich recht wohl, denn hier kommen sie noch recht häufig vor. Dadurch tragen wir eine hohe Verantwortung für den Schutz und die Erhaltung dieser Tierart. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, arbeitete die ARGE Rhön zusammen mit fünf Rhönlandkreisen im Jahre 2014 ein Artenhilfprogramm aus. Dabei galt es durch Monitoring und Tierzählung Erkenntnisse zur Stabilisierung der Rotmilanbestände zu erforschen.

Auch die Stadt Bad Kissingen beteiligt sich an Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen. Für den Stadtwald wurde inzwischen ein Bewirtschaftungskonzept erarbeitet, das die vorhandenen Bruthorste schützen, sowie die Jungenaufzucht sichern soll. Neben den Artenschutzmaßnahmen möchte sich die Stadt Bad Kissingen auch im Rahmen der Umweltbildung im Wild-Park Klaushof für diese Greifvogelart einsetzen. Zusammen mit den Kooperationspartnern, dem Bund Naturschutz und dem Fachbereich Biologie Didaktik der Universität Würzburg soll ein pädagogisches Konzept entwickelt werden. Dadurch könnte den Wild-Parkbesuchern der Rotmilan nahe gebracht und möglichst Begeisterung für ihn geweckt werden.

Der hohe ethische Anspruch an die Tierhaltung führt dazu, dass im Wild-Park Klaushof i.d.R. nur verunfallte Greifvögel, die in der freien Natur nicht mehr lebensfähig sind, ein zu Hause geboten wird. Taggreifvögel sind in einem Gehege verletzungsgefährdet. Deshalb gibt es im Wild-Park Klaushof prinzipiell keine Taggreifvögel in Gehegehaltung. Folglich ist auch nicht geplant Rotmilane in Gehegen zu halten.

Das nun zu entwickelnde Pädagogikkonzept zum Rotmilan soll voraussichtlich im Jahre 2018 in die Umsetzungsphase eintreten.

Handwerklich begabte, freiwillig Mithelfende melden sich bitte bei der städtischen Forstverwaltung. Dort werden auch offene Fragen beantwortet.

 

 

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