Pressebericht der Polizeiinspektion Schweinfurt vom 12.07.2017

Amnestie - Polizei berät

 

Seit Menschengedenken verwenden Menschen Waffen und andere Gegenstände zum Angriff oder der Verteidigung. Allerdings ist nicht alles erlaubt, was so im Umlauf ist. Das Waffengesetz, wie es heute in der BRD gültig ist, wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach verändert, verschärft und umgeschrieben und an die aktuellen Gegebenheiten und Ereignisse unseres Landes angepasst.

 

Um in den sehr umfassenden Gesetzen (WaffG, SprengG, KWKG, JagdG, etc.) immer auf dem Laufenden zu sein und die Feinheiten der Gesetze zu verstehen, kümmern sich bei der PI Schweinfurt die Polizeibeamten Sigurd Wiesinger und Christian Klemm um diese Themenbereiche. Die beiden Beamten, der eine Sportschütze, der andere Jäger, sind zum einen durch ihre Hobbys bereits in der Materie „Waffen“ und zum anderen durch Lehrgänge besonders geschult. Die Beiden unterstützen die Kollegen des Streifendienstes bei rechtlichen Fragen rund um die Materie, stellen fest, um welche Art von Waffe oder Gegenstand es sich handelt, und stufen diese rechtlich ein. Zudem organisieren sie die Vernichtung abgegebener und sichergestellter Waffen über das BLKA.

 

Nun ist seit dem 06.07.17 eine neue Änderung des Waffengesetzes in Kraft getreten. Neben Änderungen in Bezug auf die Aufbewahrung von Waffen ist die bedeutendste Änderung die sogenannte Amnestieregelung. Diese besagt, dass mit Inkrafttreten des Gesetzes zum 06.07.17 illegal besessene Waffen und Munition (z. B. Dachbodenfunde, Erbmasse etc.) sanktionsfrei bei der Polizei abgegeben werden können. Die Amnestie ist auf ein Jahr festgelegt, also bis zum 05.07.18. Vor einigen Jahren räumte der Gesetzgeber bereits einmal eine Amnestie für illegal besessene Waffen ein. Damals wurde dies zahlreich in Anspruch genommen und es wurden Unmengen an Waffen und Munition abgegeben.

 

Wen also das schlechte Gewissen plagt und wer dieses erleichtern möchte, hat nun die Gelegenheit dazu. Wer innerhalb eines Jahres seine illegalen Waffen und Munition abgibt, hat keinerlei Repressalien zu befürchten. Die abgegebenen Gegenstände dürfen nicht mehr in Umlauf gebracht werden und werden daher durch uns vernichtet. Hierbei entstehen keinerlei Kosten für den Abgeber.

 

Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen, dass bitte keine Waffen und Munition zur Dienststelle gebracht werden sollen. Dies kann unter Umständen zu Missverständen führen und schnell ungewollt unangenehme Reaktionen auslösen. Bitte rufen Sie bei der PI Schweinfurt unter 09721/2020 an und melden, dass Sie derartige Gegenstände abgeben möchten. Einer der beiden Sachbearbeiter für den Themenbereich wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen und die Gegenstände bei Ihnen abholen.

 

Auch die Stadt Schweinfurt oder das Landratsamt können zu dem Thema weitere Informationen geben.

 

 

 

Aus dem Stadtgebiet

 

 

Streitsüchtig und Unbelehrbar

 

Ein 33- und ein 35-jährige Männer hatten gestern kurz vor Mitternacht an einer Tankstelle in der Ignaz-Schön-Straße einen Streit. Der eine meinte, der andere hätte ihm Zigaretten gestohlen, woraufhin sich beide gegenseitig schlugen und auch eine Bierflasche als Schlagwerkzeug benutzt wurde. Einer der Streithähne ging aus dieser gegenseitigen Körperverletzung mit einer Platzwunde heraus. Mit dem Fahrrad fuhr der andere Beteiligte sodann davon. Am Schuttberg fiel dieser dann, unabhängig von dem vorherigen Streit, einer Streife der Polizeiinspektion Schweinfurt auf. Der Kontrollierte wurde durch die Kollegen auf die Folgen des Fahrens unter Alkoholeinfluss hingewiesen. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab circa 2,3 Promille, weshalb ihm das Fahren mit dem Rad untersagt wurde. Noch nicht ganz außer Sichtweite waren die Beamten, so bestieg der 33-Jährige trotz der Belehrung sein Fahrrad und radelte davon. In der Georg-Schäfer-Straße wurde er dann aufgenommen und nach ärztlicher Blutentnahme und Sachbehandlung wieder entlassen.

Wegen Körperverletzung gegen beide und Trunkenheit im Verkehr gegen einen Schweinfurter laufen nun die Ermittlungen. Das Ergebnis bleibt abzuwarten.

 

 

Verkehrsgeschehen

 

Einparkfehler

 

Ein doch recht hoher Sachschaden entstand gestern Abend gegen 19.40 Uhr, als in der Zehntstraße ein 22-jähriger Pkw-Fahrer beim Einparken den Pkw des 76-jährigen Geschädigten touchierte. Der junge Mann stieß mit seiner vorderen Stoßstange gegen die hintere Stoßstange und den Kotflügel und verursachte hierdurch den nicht unerheblichen Schaden von 1.200 Euro.

 

 

Unverletzt dank Helm

 

Zum Glück trug der 11-Jährige einen Fahrradhelm, als er am gestrigen frühen Abend gegen 18.45 Uhr mit seinem Rad auf dem Radweg der Niederwerrner Straße fuhr. Auf Höhe der Einfahrt der Richard-Wagner-Straße bremste der Schüler und verwechselte hierbei Vorder- und Hinterradbremse. Er zog zu stark an der Vorderradbremse, wodurch sich das Hinterrad abhob, und stürzte hierdurch. Der Junge blieb nicht zuletzt dank seines Helmes unverletzt, was die hinzugerufenen Rettungskräfte feststellten. Der Verunfallte wurde durch den zufällig hinzukommenden Bruder nach Hause begleitet.

 

 

Unfallflucht

 

In der Willi-Kaidel-Straße auf dem dortigen Lkw-Parkplatz stand in der Zeit zwischen dem 03.07.2017, 11.00 Uhr, und vergangenen Sonntag der Lkw-Anhänger einer Baufirma aus Geiselwind. Ein Unbekannter muss während dieses Zeitraums den Anhänger angefahren haben, worauf deutliche Spuren hinweisen. Die linke Front und die Feststellstange sind beschädigt worden, was einen Schaden von 1.500 Euro darstellt.

 

 

 

Aus dem Landkreis

 

 

Werneck

 

Pkw zerkratzt

 

Am Dienstagnachmittag gegen 17.00 Uhr entdeckte die 56-jährige Geschädigte Kratzer an ihrem Pkw. Sie stellte das Fahrzeug am Morgen am Balthasar-Neumann-Platz ab. Ein unbekannter Täter muss in der Zwischenzeit sich an der linken Seite des grauen VW zu schaffen gemacht haben und verursachte hierdurch einen Sachschaden in Höhe von 500 Euro.

 

 

 

 

Für alle ungeklärten Fälle bittet die Polizeiinspektion Schweinfurt unter der Rufnummer 09721/202-0 um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

 

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