Begabtenförderung: Die Hochschule WürzburgSchweinfurt ist eine von drei Pilothochschulen

Mit „ProStip“ sollen an der FHWS mehr begabte Studierende angesprochen und gefördert werden. (Foto Stefan Bausewein) 

 

 

Das Ziel: Die Begabungen der Studierenden unabhängig vom Werdegang oder der sozialen Herkunft zu fördern 

 

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften WürzburgSchweinfurt wurde – gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ingolstadt sowie der Hochschule München - als eine von drei Pilothochschulen im Wettbewerb zur Begabtenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ausgewählt. Das Förderprogramm ermöglicht, künftig exzellente Studierende gezielt anzusprechen und zu unterstützen. Die Grundlage hierfür bildet das ausgewählte Konzept „ProStip“ („Proaktive Stipendiatenförderung an der FHWS“).  

 An der Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist – charakteristisch für HAW – sowohl der Anteil der Studierenden aus nichtakademischen Elternhäusern, wie auch derjenigen mit nichtklassischer Zugangsberechtigung deutlich höher als an den Universitäten. Festzustellen ist, dass insbesondere diese beiden Gruppen oft auf Bewerbungen für Stipendien verzichten - ausgehend von der Annahme, Stipendien gäbe es nur für exzellente Studierende, BAföG-Bezieher hätten keine Chancen auf eine Begabtenförderung oder man dürfe parallel zum Stipendium keine Nebentätigkeit zum Studium ausüben. Darüber hinaus verfügen HAW über keinen akademischen Mittelbau, der Professoren bei der Auswahl und der Information von möglichen Stipendiaten sowie bei der Erstellung von entsprechenden Gutachten unterstützen und sie entlasten könnte. 

 

Die FHWS, so die Hochschulleitung, verfolge mit dem vierphasigen Begabtenförderungskonzept „ProStip“ das Ziel, exzellente Studierende pro-aktiv zu fördern, die Zahl an Stipendiaten deutlich zu erhöhen und die externe Programmförderung durch Regionalkooperationen zu ergänzen. Der quantitativen Zielerreichung diene eine intensivierte und verbesserte Information aller Studierenden, die automatisierte Auswahl exzellenter Studierender sowie die individualisierte Ansprache, die Beratung bei der Auswahl passgenauer Stipendien sowie die Unterstützung der Studierenden und internen Gutachter im Rahmen des Antrags- und Auswahlprozesses. Die qualitative Förderung erfolge in einer Hochschulfördergruppe, durch Individualförderangebote sowie über Mentoring und Monitoring.  

 

Die drei Hochschulen erhalten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 75.000 Euro für die Erstellung und Umsetzung ihrer Vorhaben. Ermöglicht wurde die Förderung durch eine Initiative der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Einmalig wurden durch Beschluss des bayerischen Landtags im Doppelhaushalt 2017/18 150.000 Euro bereitgestellt. Die vbw - Vereinigung der bayerischen Wirtschaft e.V. unterstützt das Projekt zusätzlich mit weiteren 100.000 Euro. 

 

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