Norbert Lukas gewinnt zum 4. Mal den Unterfränkischen Dähnepokal

Klaus Link (Klingenberg) und Norbert Lukas (Schweinfurt) haben am 15. Juli ab 11.00 Uhr
das Unterfränkische Dähnepokal-Finale in der Spinnmühle Schweinfurt ausgetragen.

Norbert Lukas hatte sich zuvor auf Kreisebene gegen Joshua Fischer (Bergrheinfeld), Karl Ludwig Heilmann (Gerolzhofen) und Fred Reinl (Schweinfurt) durchsetzen können, ehe er sich auf Bezirksebene gegen Alexander Wurm (Stetten) und Benedikt Weikert (Bad Königshofen) die siebte Finalteilnahme in Folge sicher konnte!

Klaus Link wiederum qualifizierte sich durch Siege gegen Marco Lindner (Mainaschaff), Siegfried Hüttinger, Heiko Paoli und Gerhard Kloetgen (alle Alzenau) zum dritten Mal für das Finale. 2012 gewann er gegen Norbert Lukas, 2015 verlor er nach Schnellschach gegen Norbert Lukas. Damit kam es zur dritten Final-Partie der Beiden!

 

Nach einem ungenauen Zug in der Eröffnung (9. Lh6?!) konnte Norbert Lukas dauerhaft Druck aufbauen. Jeder Versuch von Klaus Link Gegenspiel zu erhalten, verschlimmerte die Situation des Weißen nur noch. Daher war das Finale überraschend früh entschieden.

Norbert Lukas sicherte sich nach 2011 (gegen Johannes Mann), 2013 (gegen Robert Schlüter) und 2015 (gegen Klaus Link) zum vierten Mal den Unterfränkischen Dähnepokal. Dazwischen triumphierten 2012 Klaus Link, 2014 Dr. Harald Bittner und 2016 Timo Helm.

Am 23./24. September darf nun Norbert Lukas beim Bayerischen Einzelpokal starten.

 

Nachfolgend die Partie des Finales 2017: Klaus Link (1972) – Norbert Lukas (1908)

[ECO C18] Französische Verteidigung (Nimzowitsch-Variante)

1. e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3 Lb4 4. e5 c5 5. a3 Lxc3+ 6. bxc3 Se7 7. Dg4 O-O 8. Ld3 Sbc6 9. Lh6?! Sg6 [letzter Buchzug].

10. Ld2 f5 11. exf6

(11. Dg3 ist eine Alternative)

11... Dxf6 12. Dg3 cxd4 13. Se2 dxc3 14. Lxc3 d4 15. Lxg6 hxg6

(15... Dxg6 16. Dxg6 hxg6 17. Sxd4 Sxd4 18. Lxd4)

16. Lb2 (16. Bd2)

16... e5 17. O-O Lf5 18. Db3+ Tf7 19. f4 e4 20. h3 Td8 21. g4 (21. Sg3)

21... Le6 22. Da4 (22. Dg3 würde die Partie unwesentlich verlängern. 22. … Lc4 23. Tf2)

 

22... Dh4 23. f5

(23. Kg2 e3 24. Sg3 wäre noch eine kleine Chance)

23... gxf5 24. gxf5 Lxf5

(24... Dxh3 25. Sf4 De3+ 26. Kh1 Txf5 27. c4 Damit würde Schwarz es sich noch erleichtern.)

25. Tf4

(25. Db3 Dg5+ 26. Dg3 ist noch eine dünne Chance.)

25... Dxh3 26. Taf1 Td6 27. Lxd4 e3! 28. Lf6 Tdxf6

(28... Tdxf6 29. T1f3 Tg6+ 30. Tg4 Txg4+ 31. Dxg4 Dxg4+ 32. Tg3 Dxe2 33. Tg2 Df3 34. c3 Le4 35. Txg7+ Txg7+ 36. Kh2 Dg2#) 0-1


Es folgten Analysen und nette Gespräche mit viel Erfahrungsaustausch.

 

 

Bay. Viererpokal: Viertelfinale am 02. Juli 2017

 

SC Uttenreuth

½ - 3½

SC 1951 Sonneberg

1

Böhme, Sebastian

0 - 1

Hartleb, Christopher

2

Böhme, Markus

½ - ½

Geisensetter, Franz

3

Abmayr, Bernhard

0 - 1

Rierl, Klaus

4

Meyer, Jürgen

0 - 1

Brückner, Klaus

 

SC Garching 1980

3 - 1

SK Weilheim

1

Levushkina, Elena

1 - 0

Bayer, Bernhard

2

Köpke, Christian

1 - 0

Guttenthaler, Franz

3

Schmitz, Thorsten

0 - 1

de Francesco, Klaus

4

Höcher, Michael

1 - 0

Lochte, Thomas

 

SK Kelheim 1920

3 - 1

SK Schweinfurt 2000

1

Gießmann, Stephan

½ - ½

Golda, Harald

2

Kreuzer, Helmut

1 - 0

Dr. Seuffert, Gabriel

3

Seidenschwarz, Holger

1 - 0

Neubauer, Jaro

4

Maurer, Heinrich

½ - ½

Lukas, Norbert

 

SC Gröbenzell

3 - 1

SK München Südost

1

Schuster, Karsten

1 - 0

Leeb, Simon

2

Dr. Pieper, Thomas

1 - 0

Huber, Benedikt

3

Taggatz, Mario

0 - 1

Komarov, Jan

4

Kaunzinger, Albert

1 - 0

Stadler, Andreas


Für das Halbfinale am 22. Juli haben sich
damit folgende Vereine qualifiziert:

  • SC Garching 1980

  • SC Gröbenzell

  • SK Kelheim 1920

  • SC 1951 Sonneberg

Am 23. Juli dann noch Endspiel & Spiel um Platz 3.

Quelle:
http://www.schachbund-bayern.de/index.php?id=808

 

Im Vorjahr verlor man im Viertelfinale in Kelheim 1,5:2,5. FIDE-Meister Harald Golda hatte zwar zum Schluß am Spitzenbrett gewonnen, doch zuvor schaffte nur Jan Marten Dey (2) ein Remis, Emil Fischer (3) und Jaro Neubauer (4) verloren damals.

Da es nun wieder nach Kelheim ging, wollte man gerne Revanche nehmen, doch kurzfristig mußte Rainer Oechslein leider absagen, so daß doch nur zwei Stammspieler der Ersten konnten. So kam es zum Duell zweier ähnlich starker Mannschaften und es sollte länger dauern bis sich etwas Entscheidendes tat.

 

Norbert Lukas (4) kam mit Stellungsvorteilen aus der Eröffnung, verpaßte aber sich diese dauerhaft zu sichern. Nach 2,5 Stunden dann Remis.

Jaro Neubauer (3) kam ordentlich aus der Eröffnung, legte im Mittelspiel nach drei Stunden aber die Bauern auf ungünstigen Feldern fest. Nach 4½ Stunden war nichts mehr zu retten; 0,5:1,5, aber ein 1,5:0,5 oben –wie 2016- würde reichen.

FM Harald Golda (1) (oben rechts) knetete sein früh entstandenes Läufer-Endspiel sehr lange, doch es war nichts Zwingendes heraus zu holen; daher Remis nach
etwa 4¾ Stunden.

 

FM Dr. Gabriel Seuffert (2) (links) legte seine Partie mit dem Wolgagambit scharf an und verbrauchte viel Zeit, doch er erkämpfte sich auch eine hoffnungsvolle Stellung. In Zeitnot aber die Dame nicht für drei Figuren gegeben, sondern Turm und zwei Bauern für zwei Leichtfiguren. Damit kam aber der Gegner auf einmal sehr stark ins Spiel und um ein Matt abzuwehren mußten zwei weitere Bauern fort. Gabriel kämpfte noch verbissen uns heimste auch noch einige Bauern ein, doch vergeblich. Nach fast fünf Stunden war das 1:3 besiegelt.

 

Bei sommerlichem Wetter ging es danach noch zur Eisdiele bevor es wieder mit dem Auto auf die lange Heimfahrt ging. Auf ein Neues in 2018; vielleicht dann mal zu Hause gegen Kelheim…

 

 

 

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