Nach einjähriger Testphase: Rufbuslinien werden zum 31. Juli eingestellt

Fahrgastzahlen blieben weit unter den Erwartungen

 

 

Landkreis Schweinfurt. Aufgrund zu niedriger Fahrgastzahlen und somit zu hoher Betriebskosten, werden die beiden Rufbuslinien Egenhausen-Werneck-Schnackenwerth und Stammheim–Gerolzhofen zum 31. Juli nach einjähriger Testphase eingestellt. Der Landkreis hat die betroffenen Gemeinden darüber informiert und zugesichert, sich intensiv Gedanken über alternative Verkehrsbedienungen zu machen.

 

Das Busangebot, welches in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden ausgearbeitet wurde, war zunächst auf eine einjährige Testphase begrenzt. Nach nunmehr fast einjährigem Betrieb stand für den Landkreis die Entscheidung an, ob der Ende Juli auslaufende Betrieb der beiden Linien über diesen Zeitpunkt hinaus weitergeführt wird.

 

Nach gründlicher Betrachtung und Auswertung der Ergebnisse, ist der Landkreis Schweinfurt allerdings zu der Erkenntnis gekommen, dass insbesondere durch die geringe Auslastung des Angebotes eine Weiterführung des Betriebs Kosten in einem nicht vertretbaren Rahmen verursacht hätte.

 

Der Landkreis ist sich bewusst, dass Mobilität im ländlichen Raum ein wichtiger Standortfaktor ist und daher langfristig sichergestellt werden muss. Die Ergebnisse der Erprobungsphase aller Rufbus-Linien fließen in das Mobilitätskonzept des Landkreises ein, von dem sich die Verantwortlichen ganzheitliche Erkenntnisse über die künftige Gestaltung eines bedarfsorientierten ÖPNV und alternativer Bedienformen (z.B. Arztbusse, Bürgerbusse) versprechen. So soll verkehrsplanerisch zeitnah geprüft werden unter welchen Bedingungen und in welchen Bereichen des Landkreises ein verändertes Rufbus-Konzept bessere Akzeptanz der Bevölkerung erfährt und so den Einsatz öffentlicher Mittel dauerhaft rechtfertigt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0