Zug kollidiert mit Wellblech

Foto: Bundespolizei
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Würzburg/Bergtheim, 1. August 2017

In Bergtheim (Landkreis Würzburg) ist am heutigen Morgen eine Regionalbahn mit einem größeren Stück Wellblech kollidiert. Das Hindernis war vermutlich von einem Firmengelände in die Gleise geweht worden. Die Bundespolizei prüft nun, ob der Vorfall strafrechtliche Folgen hat. 

Heute Morgen, gegen 05:30 Uhr, entdeckte der Triebfahrzeugführer einer nach Schweinfurt fahrenden Regionalbahn in Bergtheim ein Hindernis vor ihm in den Gleisen liegen. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung kam der Zug nicht rechtzeitig zum Stehen und überfuhr das Hindernis. Es handelte sich dabei um ein etwa drei Meter langes und eineinhalb Meter breites Wellblechstück, welches von einem angrenzenden Firmengelände stammte. Von dort war es aller Wahrscheinlichkeit nach vom Wind in das Bahngleis getragen worden. 

Durch die Schnellbremsung und die Kollision kam glücklicherweise niemand zu Schaden. Auch an der Regionalbahn waren keine nennenswerten Beschädigungen erkennbar. Im Laufe des Tages soll der Zug jedoch im Betriebswerk noch genauer untersucht werden.  

Die Bahnstrecke zwischen Würzburg und Schweinfurt war wegen des Vorfalls vorübergehend nur eingleisig befahrbar, weshalb es zu Verspätungen im Bahnverkehr kam.  

Die Bundespolizei hat wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr Ermittlungen aufgenommen. Von Relevanz ist dabei, ob die betroffene Firma bei der Sicherung der gelagerten Gegenstände vorwerfbare Fehler gemacht hat. 

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