Roland Halbritter und „Post für Otto“

 (Fotograf Jens Englert).
(Fotograf Jens Englert).

Um „Post für Otto“ bat im Jahr 2011 Roland Halbritter und an Zuschriften war kein Mangel. Jede Menge Postkarten, Briefe und Päckchen zum Thema Otto von Bismarck landeten in seinem Briefkasten. Zwei Mal waren sie bereits in der Oberen Saline ausgestellt, die der Reichskanzler einst bei seinen zahlreichen Kuraufenthalten in Bad Kissingen bewohnte. Im Rahmen von „Kunst geht fremd“ wird „Post für Otto“ nun auf Schloss Aschach gezeigt – und damit an einem weiteren ehemaligen Aufenthaltsort des „Eisernen Kanzlers“.

 

Als Mineralwasser, Schokolade oder Playmobil-Männchen – hätte Fürst Otto von Bismarck bei seinen Besuchen auf Schloss Aschach gewusst, wie er einmal dorthin zurückkehren würde, er hätte die einstige Sommerresidenz des unterfränkischen Regierungspräsidenten Friedrich Graf von Luxburg vielleicht nie aufgesucht. In einem längst nicht mehr monarchisch, sondern demokratisch geprägten Land muss er es sich aber gefallen lassen, dass man dort postum einen eher lockeren Umgang mit ihm pflegt.

 

Und so hängt sie nun reihenweise im zweiten Stock des Großen Schlosses: Künstlerisch und sehr individuell gestaltete „Post für Otto“, oder genauer: Etwa 300 der insgesamt rund 1.000 Einsendungen aus aller Welt. Die interessantesten wird Roland Halbritter dem Publikum selbst vorstellen, und zwar an den kommenden drei Sonntagen. Am 13., 20. und 27. August jeweils von 15.00 bis 15.30 Uhr ist Roland Halbritter im Graf-Luxburg-Museum zu Gast. Zum normalen Eintrittspreis für die Museen Schloss Aschach wird er den Besuchern das Ergebnis des Mail-Art-Projekts persönlich präsentieren.

 

 

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