Nach verdächtiger Wahrnehmung - Großangelegte Suchaktion auf dem Main

Symbolfoto SW-N.TV
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VOLKACH, LKR. KITZINGEN. In der Nacht von Sonntag auf Montag hat ein Zeuge Hilferufe aus dem Bereich des Mains wahrgenommen. Da ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen werden konnte, erfolgte eine großangelegte Suchaktion, welche auch am Montagmorgen fortgesetzt wird.

 

Etwa gegen Mitternacht nahm ein Zeuge, welcher sich auf einem Campingplatz in der Fahrer Straße befand, Hilferufe von der gegenüberliegenden Mainseite sowie Wassergeräusche wahr. Er verständigte daraufhin die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken. Ein weiterer Zeuge machte sich unterdessen mit seinem Boot selbstständig auf die Suche.

 

Da ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen werden konnte, lief ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei an. An der Suchaktion beteiligten sich die Feuerwehren aller umliegenden Gemeinden, das Technische Hilfswerk sowie die Wasserwacht mit über 250 Mann. Zudem kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

 

Die Suchmaßnahmen wurden zunächst gegen 03:00 Uhr ergebnislos beendet. Seit 07:00 Uhr am Montagmorgen laufen diese jedoch wieder. Der Schiffsverkehr im Bereich des Mains ist aus diesem Grund noch bis voraussichtlich 08:30 Uhr gesperrt. Zum derzeitigen Zeitpunkt liegt keine Mitteilung über eine vermisste Person vor.

Polizei

Vermisstensuche auf dem Main bei Astheim 

Volkach Feuerwehr, Wasserwacht, THW und Polizei im Großeinsatz auf dem Main. In der Nacht zum Montag meldete gegen 00:27 Uhr ein Gast des Volkacher Campingplatzes, das er Hilfeschreie und lautes Geplatsche auf dem Main höre. Während der Meldende mit sich mit seinem Boot auf die Suche begab, wurde durch die Leitstelle Würzburg ein Großalarm ausgegeben. Bereits zehn Minuten nach Alarmeingang befand sich das erste Boot der Feuerwehr Volkach im Wasser und startete die Suchaktion. Nach erster Erkundung der Feuerwehr Volkach und Vernehmung des Zeugen durch die Polizei verdichteten sich die Hinweise zunächst, was die Einsatzleitung veranlasste, noch mehr Einsatzkräfte, Beleuchtungsmaterial, sowie Boote an die Einsatzstelle zu ordern. Außerdem wurde die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, sowie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung an die Einsatzstelle gerufen. In enger Absprache koordinierten diese den Einsatz gemeinsam. 

Auf den beiden Uferseiten und auf der Mainbrücke zwischen Astheim und Volkach wurden neben zahlreichen Lichtmasten vier Drehleitern positioniert, um für genügend Ausleuchtung zur sorgen. Zusätzlich wurde der komplette Uferbereich auf beiden Mainseiten mit Fußtrupps durchkämmt und mit Wärmebildkameras abgesucht. Ein Polizeihubschrauber suchte ebenfalls mit einer Wärmebildkamera das komplette Einsatzgebiet ab. Zeitgleich wurden zwei Sonargeräte zur Absuche unterhalb der Wasseroberfläche eingesetzt. Doch auch diese Maßnahme war erfolglos. Einsatztaucher der Wasserwacht standen in Bereitschaft. Im Einsatz waren die Wasserwachten aus Volkach, Dettelbach, Kitzingen und Würzburg, die Feuerwehren aus Volkach, Obervolkach, Astheim, Gaibach, Fahr, Stammheim, Escherndorf, Kitzingen, Sommerach, Nordheim, Abtei Münsterschwarzach, Dettelbach, Gerolzhofen, die BRK Bereitschaften aus Volkach und Kitzingen, sowie die THW Ortsgruppen aus Kitzingen und Gerolzhofen. Insgesamt waren 250 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen (Feuerwehr, Wasserwacht, BRK, THW und Polizei), mit 15 Booten, im Einsatz. 

Seitens der Feuerwehr Volkach waren 25 Einsatzkräfte mit sechs Fahrzeuge, sowie ein Boot vor Ort. Die Suche wurde um 3:00 Uhr in Absprache mit allen Beteiligten ergebnislos abgebrochen. Gegen 6:30 Uhr werden bei Anbruch des Tages nochmal vier Boote das Einsatzgebiet absuchen. 

 

Feuerwehr Volkach

Nachmeldung der Polizei 

 

Die Suchmaßnahmen im Bereich Volkach wurden gegen 09:00 Uhr ergebnislos beendet. Der Bereich zwischen der Sportbootschleuse in Astheim und der Schleuse Gerlachshausen wurde sowohl im Uferbereich, als auch mit entsprechendem Gerät im Main komplett abgesucht. Nach derzeitigem Stand kann ausgeschlossen werden, dass sich dort eine hilflose Person befindet.

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