Umbau wird neu ausgeschrieben

Gemeinsame Erklärung von Kirchenstiftung Sankt Anton und Diözese Würzburg – Kostensteigerungen am Baumarkt bedingen Änderung

Schweinfurt/Würzburg (POW) Die Diözese Würzburg und die Schweinfurter Kirchenstiftung Sankt Anton haben sich auf ein geändertes Ausschreibungsverfahren für den Umbau des Pfarrzentrums Sankt Anton zu einem kirchlich-sozialen Zentrum geeinigt. Die Änderung war notwendig geworden, nachdem bei der ersten Ausschreibung der gesetzte Kostenrahmen deutlich überschritten wurde – bedingt vor allem durch die derzeitigen Kostensteigerungen wegen der konjunkturell außergewöhnlich guten Auftragslage der Baufirmen.

Zum weiteren Vorgehen geben Bistum Würzburg und Kirchenstiftung Sankt Anton folgende gemeinsame Erklärung ab:

„Der Diözese Würzburg ist der Umbau des Pfarrzentrums Sankt Anton in Schweinfurt zu einem kirchlich-sozialen Zentrum der Stadtpfarrei Schweinfurt von zentraler Bedeutung. Zugleich ist es ihr wichtig, das Projekt im vorgegebenen Kostenrahmen durchzuführen. Deshalb hat der Diözesansteuerausschuss als zuständiges Beratungs- und Kontrollgremium für den Diözesanhaushalt in Anwesenheit der Mitglieder des Allgemeinen Geistlichen Rats am 28. Juli 2017 dafür votiert, die vorliegende Ausschreibung für den ersten von zwei geplanten Bauabschnitten aufzuheben und mit einem reduzierten Umfang neu auszuschreiben.

Die Kirchenverwaltung von Sankt Anton hat am Mittwoch, 2. August, dieses Votum ebenfalls befürwortet. Durch Optimierungen und eine Reduktion des Raumprogramms in Absprache mit dem Bauherrenausschuss wurde eine neue Basis geschaffen, um die Ausschreibung mit den veränderten Plänen nun neu durchführen zu können. Zu diesem Gremium gehören Vertreter der Kirchenstiftung Sankt Anton, des Bischöflichen Stuhls Würzburg, des Generalvikariats und des Bischöflichen Bauamts. Die neue Ausschreibung sorgt angesichts des vorgegebenen und daher einzuhaltenden Kostenrahmens für Transparenz im Verfahren. Die dadurch entstehende Verzögerung ist bedauerlich, sie dient aber der Absicherung des Projekts, das allen Beteiligten wichtig ist.“

Planungen für das rund 15,1 Millionen Euro umfassende Bauprojekt wurden 2016 in Schweinfurt erstmals öffentlich vorgestellt. In das ehemalige Hauptschiff der Kirche Sankt Anton sollen Zwischengeschosse eingezogen werden. Geplant ist ein Zentrum, dessen Räume für Besprechungen und Begegnungen genutzt werden können – von der Kirche, der Caritas, aber auch von der Gemeinde, etwa für den „Trösterkaffee“ nach einer Beerdigung oder für Familienfeiern. Der neue, quadratische Gottesdienstraum soll anstelle der bisher rund 700 Sitzplätze künftig 200 bieten, die kreisförmig angeordnet sind. Mit zusätzlicher Bestuhlung finden aber auch 300 Gläubige Platz. Die Seitenflügel links und rechts von der Kirche werden umgenutzt. Im linken Seitenflügel werden der neue, kleinere Pfarrsaal und ein Bürgercafé untergebracht. Der rechte Seitenflügel wird von der Caritas genutzt, außerdem befinden sich dort das Pfarrbüro sowie Räume für die Selbsthilfegruppe Kreuzbund. Auch der alte Pfarrsaal wird umgebaut. Neben dem Kindergarten sollen dort auch die schulvorbereitende Einrichtung und die Frühförderstelle der Julius-Kardinal-Döpfner-Schule untergebracht werden.

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