Erste Baumaßnahme im Rahmen frühzeitiger Bürgeranhörung und –information beendet Erneuerung der Unterdürrbacher Straße

BU: Zufriedene Gesichter am Ende einer durchweg positiv verlaufenen Baustelle mit intensiver Anliegerbeteiligung: v.li. Ingo Wallrapp (Entwässerungsbetrieb), Jörg Roth (Leitender Baudirektor Fachabteilung Tiefbau), Stadtbaurat Professor Christian Baumgart, Violetta Neumann (Fachabteilung Tiefbau / Straßenbau), Thomas Ort und Peter Keller (Interessengemeinschaft Unterdürrbacher Straße). Foto: Claudia Lother

 

2013 beschloss der Würzburger Stadtrat, Bürger und Anlieger frühzeitig bei Straßenbaumaßnahmen, die Erschließungs- und Straßenausbaubeiträge zur Folge haben, zu informieren und anzuhören. Die erste Baumaßnahme, die nach dem damit festgeschriebenen 20-Punkte-Katalog durchgeführt wurde, ist die Erneuerung des Teilstücks der Unterdürrbacher Straße, das parallel zum Dürrbachtal verläuft. Anliegerinformationsveranstaltungen in 2013 und 2014, Planungsskizzen für die Anlieger, Einarbeiten von deren Vorschlägen und Wünschen, Informieren der Eigentümer über die beitragsrechtlichen Grundlagen und voraussichtliche Kostenbeteiligung, und und und: In vier Jahren zog das städtische Baureferat, Fachabteilung Tiefbau, gemeinsam mit dem Entwässerungsbetrieb die gesamte Maßnahme vom ersten Kontakt zu den Anliegern bis zur Fertigstellung zielgerichtet und bürgernah durch. Nun ist die Straßenführung deutlich entschärft, die Abbiegeverhältnisse sind klar, der Kanal ist erneuert und aus der Durchgangsstraße, die zuvor manche Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit durchrasten, wurde eine verkehrsberuhigte Spielstraße.

 

Auf und unter der Straße

„Wir haben uns eingebracht und Wünsche geäußert“, berichten Peter Keller und Thomas Ort, Vertreter der Interessengemeinschaft Unterdürrbacher Straße. Ab 2013 wurde geplant und ausgearbeitet. Auch während der Bauausführung war der Kontakt rege und konstruktiv. Obwohl die Baustelle nicht einfach war: Für den Straßenneubau wurden allein über 7.500 m³ Erdmassen bewegt, dies entspricht dem Rauminhalt von über 73 40-Tonner-Sattelzügen. In 27 Monaten Bauzeit wurden in neun Bauabschnitten etwa 8.000 m² Asphalt- und 2.500 m² Pflasterflächen hergestellt. Die Straßenbeleuchtung mit 29 Laternen sowie vier neue Bushaltestellen wurden erneuert. Noch im Herbst 2017 werden zehn neue Bäume gesetzt und die an die Straße angrenzenden Böschungsflächen bepflanzt.

Gleichzeitig mit der Straßenbaumaßnahme hat der Entwässerungsbetrieb das öffentliche Kanalnetz in Teilabschnitten saniert oder erneuert. Regenwasserkanäle wurden auf einer Länge von etwa 700 Metern neuverlegt, der Schmutzwasserkanal auf einer Länge von 590 Metern erneuert und 43 Schachtbauwerke neu hergestellt. Insgesamt waren 1.290 Meter Kanal zu erneuern oder zu sanieren, außerdem 470 Meter Hausanschlussleitungen. Im Bereich der Volksschule Dürrbachtal fließt das Regenwasser in den Dürrbach. Die vorhandene Kanalisation hatte in großen Teilen aus den 1960er- und 1970er-Jahren gestammt, Kanalbefahrungen hatten den Bedarf der Sanierung und Erneuerung in größerem Umfang angezeigt. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 2,4 Millionen Euro.

„Es gab eine gute und positive Zusammenarbeit“, fasst Stadtbaurat Professor Christian Baumgart zusammen. Diese gute Zusammenarbeit, das Ende der Bauarbeiten und die gelungene Erneuerung wollen die Anlieger mit einem Straßenfest in ihrer neu verkehrsberuhigten Spielstraße feiern.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0