Neues Umfeld an Reichmannshäuser Kirche Erlebnisspielplatz und Begegnungsstätte geplant

Fast scheint es so, als ob Reichmannshausen wach geküsst wurde. So wurden in kürzester Zeit zahlreiche Häuserfassaden und Vorgärten liebevoll restauriert oder hergerichtet, fast monatlich trifft sich ein Arbeitskreis mit ehrenamtlichen Bürgern und entwickelt Ideen aber auch die Gemeinde bemüht sich sinnvolle und notwendige Dorferneuerungsprojekte zügig umzusetzen. Von null auf hundert geht es in Sachen Digitalisierung, Breitband und Mobilfunk voran. Viele Straßenzüge wurden in den vergangenen Monaten im Zuge der Erdverkabelung auch mit speziellen Speedpipes ausgestattet – dafür hatte sich der Gemeinderat einstimmig ausgesprochen. So kann das Glasfaser bis ins Haus gelegt werden. Und dann wäre da noch der Mobilfunkausbau, der hart erkämpft wurde und sich nun in den Endzügen befindet.

 

Da passt es ins Bild, dass jüngst im Gemeinderat ein weiteres großes Projekt beraten und beschlossen wurde. Nach der erfolgreichen Realisierung des neuen Containerstandorts und der Umfeldgestaltung am ehemaligen Forsthaus ist nun der Bereich rund um die Kirche im Ortszentrum dran. Wegeführungen und Grenzverläufe werden neu geordnet, daneben auch der Spielplatz attraktiv gestaltet. Planerin Miriam Glanz verstand es, den Platz optimal, originell und funktionell zu nutzen. Barrierefreie, breite Wege, schattige Bäume, großzügige Sitzgelegenheiten und ein interessant gestalteter Abenteuerspielplatz laden Familien zum Verweilen ein. Sogar ein kleiner Boule-Platz, der im Handumdrehen zu einem Treffpunkt oder Begegnungsstätte umfunktioniert werden kann, ist vorgesehen. An viele weitere Details wie Fahrradhalterungen, Aufbewahrungsbox für Sandspielzeug, Abfallkörbe, pflegeleichte Beete und Begrünungen ist gedacht.

 

Ein Zwangspunkt ist das neue Trafohäuschen unterhalb des alten Spielplatzes, das entsprechend den Planungen platziert und nun gut integriert werden konnte. Ein öffentliches WC mit einer kleinen Unterstellmöglichkeit soll als Anbau verwirklicht werden. Unterhalb der Kirche soll die Treppenanlage Instand gesetzt und das Geländer erneuert werden. Und schließlich soll das Umfeld an der Marienstatue ebenfalls gleich mitgestaltet werden.

 

 

Gerald Kolb vom Amt für Ländliche Entwicklung ist davon überzeugt, dass der neue Kirchenumgriff von den Bürgern gut angenommen wird und dass hier ein wesentlicher Beitrag zur Ortsgestaltung geleistet wird, ohne dass sich die Gemeinde besonderen Luxus gönnt. Die Tatsache, dass in Reichmannshausen kaum Leerstände zu verzeichnen sind und auch der Kindergarten gut ausgelastet ist, zeigt, dass es ein leben- und liebenswürdiger Ort ist. Erfreulich ist, dass die Gemeinde bei der Umfeldgestaltung mit beachtlichen Zuschüssen durch das Amt für Ländliche Entwicklung rechnen kann. Bürgermeister Stefan Rottmann lobte das Engagement der Bürger in Reichmannshausen und hofft vor allem auf weitere private Initiativen, schließlich gebe es weiterhin attraktive Zuschüsse für die Sanierung von Immobilien durch die Dorferneuerung.

 

(Foto/Plan Miriam Glanz)

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