Mitglieder des Stadtrates informierten sich über die Freiwilligen Feuerwehren

BU: Besichtigung des Feuerwehrhauses im Stadtteil Rottenbauer. V.l.n.r.: Oliver Batta (Feuerwehr Rottenbauer), StR Heinz Braun, StRin Judith Jörg, StRin Anke Stumpf, Stefan Orth (Feuerwehr Rottenbauer), StRin Jutta Henzler, StR Emanuele La Rosa, StR Joachim Spatz, StR Eckhard Gunther Beck, Feuerwehrreferent Wolfgang Kleiner, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Jessica Weller (Feuerwehr Rottenbauer), StR Erich Felgenhauer, StRin Silke Trost, Harald Rehmann und Frank Dikow (beide Berufsfeuerwehr Würzburg). Nicht auf dem Bild: StR Alexander Kolbow, StR Raimund Binder, StR Josef Hofmann, StRin Helga Höpffner, StR Wolfgang Baumann, StR Wolfgang Roth, StR Patrick Friedl, StR Willi Dürrnagel. -  Bild: Stadt Würzburg

 

Welchen hohen Stellenwert die Freiwillige Feuerwehr hat, zeigte das große Interesse der Stadträte bei einem Ortstermin bei den Freiwilligen Feuerwehren. Dazu eingeladen hatten Umwelt- und Kommunalreferent Wolfgang Kleiner, der Leitende Branddirektor Harald Rehmann sowie die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr. Hierbei informierte Rehmann über die Struktur und die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr sowie aktuelle Entwicklungen bei denen die geänderte Sicherheitslage eine Rolle spielt. Er erläuterte die Notwendigkeit einer zusätzlichen Feuerwache im südlichen Stadtbereich, um dort die Eintreffzeiten zu reduzieren. Er wies auch darauf hin, dass auch künftig an Investitionsbedarf bei Feuerwehrhäusern, Fahrzeugen und Einsatzmitteln besteht.

 

Ehrenamtliche Mitgliedergewinnung wird schwieriger

Im Anschluss hatten die insgesamt 17 Mitglieder des Stadtrates unter Leitung von Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Möglichkeit, sich selbst einen Eindruck über die Situation bei den Freiwilligen Feuerwehren zu bilden. Oliver Batta, stellvertretender Kommandant in Rottenbauer ist sich sicher: „Das Freizeitverhalten der Menschen hat sich geändert und die Bereitschaft sich ehrenamtlich zu engagieren ist weniger geworden. Daher müssen wir entsprechende Voraussetzungen bieten, um Bürgerinnen und Bürger für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen“.

Steffen Höhnl schildert die Situation der Freiwilligen Feuerwehr Versbach. „Dies macht die Mitgliedergewinnung bei der Bevölkerung schwieriger“, so der Kommandant. „Attraktivität von Ausstattung und Unterkunft spielen beim ehrenamtlichen Engagement eine entscheidende Rolle.“

 

Finanzielle Mittel sind notwendig

Die anwesenden Stadträte waren sich einig, dass auch in den nächsten Jahren in die Infrastruktur der Freiwilligen Feuerwehren investiert werden muss. Bürgermeister Dr. Adolf Bauer macht dies auch deutlich: „Uns ist bewusst, dass die vielen hundert ehrenamtlichen Feuerwehrleute einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Würzburg leisten. Für dieses großartige Engagement möchten wir uns bedanken. Wolfgang Kleiner dankte den Anwesenden für das Interesse und die Bereitschaft die Situation bei den ehrenamtlichen Feuerwehrkräften zu verbessern. „Steigende Einsatzzahlen belegen, dass die Feuerwehr in Würzburg immer mehr gefordert ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Weichen in die richtige Richtung gestellt werden. So gelingt es, die Feuerwehr auf eine gute Basis zu stellen, um auch zukünftig allen Bürgerinnen und Bürgern bestmöglich zu helfen“.

 

Über die Freiwillige Feuerwehr Würzburg

Neben der Berufsfeuerwehr gibt es in Würzburg an neun Standorten eine Freiwillige Feuerwehr mit insgesamt 337 aktiven Mitgliedern. Die Einsatzkräfte werden immer zusätzlich zur Berufsfeuerwehr alarmiert, wenn die Anfahrtszeiten der hauptberuflichen Kräfte zu lange sind oder größere Einsätze bewältigt werden müssen. Auch bei Spezialthemen wie Gefahrgut oder Löschwasserversorgung leisten die ehrenamtlichen Einheiten einen unverzichtbaren Beitrag. Vergangenes Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr Würzburg zu 142 Brandeinsätzen und 386 technischen Einsätzen alarmiert.

 

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