Neffe bewahrt seine Tante vor Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte

KITZINGEN. Vor dem Verlust von mehreren tausend Euro hat am Mittwoch ein 41-Jähriger seine Tante bewahrt. Diese hatte am Tag zuvor einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten erhalten und bereits mehrere tausend Euro von der Bank abgehoben. Kurz vor der Abholung konnte der Neffe die Übergabe des Geldes verhindern. Die weiteren Ermittlungen führt die Kripo Würzburg.

 

Es war wieder einmal der Anruf eines falschen Polizeibeamten am Dienstagvormittag, der die 83-Jährige dazu brachte, ihr erspartes Geld von der Bank abzuheben. Der Anrufer überzeugte die Seniorin davon, dass bei angeblich festgenommenen „Verbrechern“ ihre Adresse und Telefonnummer aufgefunden worden ist. Zum Schutz sollte sie ihr Geld abheben und der Polizei übergeben. Für den Anruf bedienten sich die Täter dem sogenannten „Call-ID-Spoofing“, bei welchem auf dem Display des Angerufenen eine beliebige Telefonnummer, in diesem Fall die 110, angezeigt wird.

 

Dem Bankangestellten, der vollkommen richtig reagierte und die Seniorin auf die Gefahr eines Trickbetrugs hinwies, beruhigte sie mit der Ausrede das Geld verschenken zu wollen. Am Mittwoch, dem Tag der geplanten Geldübergabe, wurde glücklicherweise der Neffe der Seniorin auf das seltsame Verhalten aufmerksam gemacht. Dieser verhinderte kurz vor der geplanten Geldübergabe, dass die Betrüger mehrere tausend Euro erbeuten konnten.

 

Sofort nach der Mitteilung eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei Kitzingen verliefen bislang ohne Erfolg. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Würzburg.

 

Die Polizei Unterfranken warnt vor den falschen Polizeibeamten und gibt folgende Verhaltenstipps:

 

·       Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt

·       Vergewissern Sie sich telefonisch bei Ihrer Polizeidienststelle, ob es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt

·       Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft stellen telefonisch niemals Geldforderungen

·       Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert

·       Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich sofort an die örtlich zuständige Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0