Ausstellung der IG BAU zeigt Bauhandwerk von 1945 bis heute Würzburg Stein auf Stein

BU: v.re. Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Hans Fischer (IG BAU Mainfranken), Hans Beer (Regionalleiter Franken IG BAU), Harald Schaum (stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU). Foto: Claudia Lother

Die IG BAU Mainfranken zeigt im Oberen Foyer des Rathauses Würzburg die Ausstellung „Bauarbeiter erneuern unsere Städte und prägen die Geschichte“.

 

In der umfassenden Dokumentation wird die Rolle der Bauarbeiter seit den letzten 70 Jahren deutlich, die Würzburg nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufbauten. Zugleich wird der Blick auf die Handwerker selbst und ihre Organisation gelenkt, die IG BAU. Die Ausstellung basiert auf Dokumenten, Fotografien und Materialien aus verschiedenen Archiven, macht sowohl die Leistung der Bauhandwerker deutlich, wie auch ihren Einsatz für faire Arbeitsbedingungen.

 

„Würzburg ist geprägt von der Leistung genialer Architekten wie Balthasar Neumann. Aber gebaut und Stein auf Stein gefügt, haben hunderte von Handwerkern und Arbeitern. Mit Leidenschaft und Fleiß bauen sie menschliche Siedlungen auf. Keiner anderen Berufsgruppe verdankt Würzburg seine Existenz auf so unmittelbare Weise wie den Leuten vom Bau“, würdigte Bürgermeister Dr. Adolf Bauer bei der Ausstellungseröffnung die Frauen und Männer vom Bau. „Ihnen ist es zu verdanken, dass Würzburg heute wieder als eine der schönsten Städte Deutschlands gilt.“ Und auch heute gäbe es viel zu bauen, um den großen Bedarf an zusätzlichem Wohnraum zu decken, die vorhandenen Häuser energetisch zu sanieren und barrierefrei zu machen. Im öffentlichen Bereich stehen die Erneuerung von Straßen und Brücken, der Autobahn, von Regenrückhaltebecken und der Aus- und Umbau von Schulen. Dr. Bauer wies aber auch auf die wichtige Rolle der Gewerkschaften hin für die „Wiedergeburt der Demokratie nach der Diktatur des Zweiten Weltkriegs.“

 

Harald Schaum, stellvertretender Bundesvorsitzender der IG BAU, sprach von einer „beeindruckend umfassenden Ausstellung“, die sich den 70 Jahren regionalen Bauhandwerks nach dem Zweiten Weltkrieg widmet. Sie zeige, dass hinter Asphalt, Haus, Kirche, städtischen Wahrzeichen Menschen stehen, die „die Trümmerwüste Würzburg zu einer der schönsten Städte Deutschlands aufbauten“. „Es musste aber auch die ganze Gesellschaft neu errichtet werden“, fügte er hinzu. Sehr viele Arbeiter des Bauhandwerks haben sich für faire Arbeitsbedingungen eingesetzt. Ohne sie gäbe es keinen 8-Stunden-Tag, keine Mindestlöhne, keinen gesetzlich geregelten Urlaub.“ Die Ausstellung spreche dem Beruf des Bauhandwerkers Respekt und Anerkennung aus.

 

Hans Beer, Regionalleiter Franken der IG BAU, brachte zur Ausstellungseröffnung eine gute Nachricht mit: „Die drei besten Ausstellungen Deutschlands der IG BAU wurden in einem Wettbewerb ausgewählt. Diese im Rathaus gezeigte ist eine davon und wird im Oktober auf dem Gewerkschaftstag zu sehen sein“, beglückwünschte er die Ausstellungsmacher.

 

Die Ausstellung im Oberen Foyer des Rathauses Würzburg endet am 25. September. Sie ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 13.30 Uhr.

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