Deutsch-Israelische Gesellschaft Würzburg

Bild von Michael Schwaneck
Bild von Michael Schwaneck

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel zu vertiefen sowie
Toleranz und Völkerverständigung im Nahen Osten zu fördern, sind die
Ziele der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Mit rund 5.500
Mitgliedern ist der Verband bundesweit aktiv, seit Mittwoch dieser Woche
auch mit einer Arbeitsgemeinschaft in Würzburg.
Für diese besondere Vereinsgründung habe er das Würzburger Rathaus
gerne zur Verfügung gestellt, erklärte Oberbürgermeister Christian
Schuchardt (im Bild 1.v.l.), der mit seiner persönlichen Teilnahme bei
der ersten Sitzung auch ein persönliches Zeichen setzen wollte: „Ich bin
froh, dass sich die jüdische Gemeinde in Würzburg nach Kriegsende wieder
so positiv entwickeln konnte. Und gerade in Zeiten, in denen wir
Ressentiments wieder verstärkt begegnen, leistet die Deutsch-Israelische
Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur Förderung der internationalen
Verbundenheit.“
Hellmut Königshaus (im Bild 2.v.r.), ehemaliger Wehrbeauftragter des
Bundestags und amtierender Präsident des gemeinnützigen Vereins, hörte
diese Worte gerne. Eigens aus Berlin angereist, berichtete er von der
kurz zuvor getroffenen Entscheidung der Bundesregierung, die
international erarbeitete Antisemitismus-Definition in Deutschland zu
übernehmen. „Zum ersten Mal wurde offiziell festgehalten, dass sich
Antisemitismus nicht nur gegen Personen, sondern auch gegen den Staat
Israel richten kann. Das ist ein wichtiger Schritt, für den wir uns
lange eingesetzt haben.“ Auch zukünftig bleibe es eine wichtige
Aufgabe des Vereins, den Austausch des öffentlichen und kulturellen
Lebens zu fördern und Vorurteile abzubauen. „Gerade im Bereich des
Jugendaustauschs möchten wir da noch viele Verbesserungen erreichen.
Eine Austausch mit Israel sollte ebenso selbstverständlich werden, wie
er es nach Kriegsende mit Frankreich, England oder Polen geworden
ist.“
In der Würzburger Arbeitsgemeinschaft stehen zunächst jedoch kleinere
Schritte an, wie der frisch gewählte Vorsitzende der Würzburger
Arbeitsgemeinschaft Robert Schwaneck (im Bild 5.v.l.) ausführte: „Unser
Ziel wird es sein, durch öffentliche Veranstaltungen auf Israel und die
deutsch-israelischen Beziehungen aufmerksam zu machen. Dazu möchten wir
neue Mitglieder gewinnen und Kontakte in Würzburg und Mainfranken
knüpfen.“
Ebenfalls in den Vorstand gewählt wurden Johannes Manthey
(Schatzmeister), Andrew Ullmann (Stellvertreter), Eva Schwaneck
(Stellvertreterin), Wolfgang Kuhl (Beisitzer) und Daniel Dinnebier
(Beisitzer).
Interessenten können sich ab sofort über die Facebook-Seite „Deutsch
Israelische Gesellschaft AG Würzburg“ informieren. Auch ein
Newsletter, der in unregelmäßigen Abständen auf interessante
Veranstaltungen hinweisen wird, ist bereits in Planung.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0