Gründen im Nebenerwerb als Chance den eigenen Traum zu verwirklichen

Gründerin Katharina Gieser ("Bouquet").
Gründerin Katharina Gieser ("Bouquet").

Bouquet“ und „black soul kitchen“ stellten sich Gründernetzwerk StartUpSchweinfurt vor

 

 

(pm) Gründen kann fast jeder – ohne Fremdkapital geht es freilich langsamer voran. Und weil nicht jeder einen Top-Deal, wie in der „Höhle der Löwen“ abstauben kann, beginnt so Mancher den eigenen unternehmerischen Traum im Nebenerwerb. Oder so Manche,wie etwa Katharina Gieser, städtische Angestellte und Mutter, die im Februar dieses Jahres über ihren Online-Shop „Bouquet“ Blumenboxen mit vier Sorten von Rosen anbietet. Vor dem Gründernetzwerk „StartUpSchweinfurt“ stellte die junge Unternehmerin ihr Business und „wo es noch hakt“ im Studio von Industrie- und Werbefotografie Bräutigam vor. Kurz vorm Valentinstag brachte sie ihr StartUp an den Markt und musste – trotz voller Auftragsbücher – ein Defizit einfahren. Der Grund: Vorm Valentinstag stiegen die Einkaufspreise bei den Großhändlern sprunghaft an. „Die hochwertigen Boxen importiere ich von einer Freundin aus Russland“, erzählte die junge Frau. Denn am Anfang sei es schwer bei nur kleinen Stückzahlen einen Hersteller zu finden. Mittlerweile konnte sie sich aber schon einen kleinen Kundenstamm in der Region aufbauen; mittelfristiges Ziel sei nun langfristige Aufträge, wie mit Hotels und mit Büros abzuschließen. Die Idee: Die Box bleibt und nur die Blumen werden regelmäßig ausgetauscht.

 

Katharina Giesers StartUp „Bouquet“ soll wachsen, damit die Produktionszyklen schneller werden, aber bei gleichbleibend guter Qualität. „In der Gründerzeit einen schlechten Ruf zu bekommen, wäre nicht gut“, ist sie sich sicher. Gerade am Anfang ist die Lernkurve noch hoch: Wie geht man mit Kundenwünschen richtig um? Wie plant man eine reibungsfreie Logistik und einen kraftvollen Vertrieb? Die Nachfrage, ob sie schon Messen besucht, verneint sie. „Es ist im Moment noch ein schönes Nebenhobby!“

 

Einer der mit seinem Verein „Crayon“ schon den Schweinfurter Markt für afrikanisches Essen ausgetestet hat ist Latevi Lawson. Der einst aus Dortmund hergezogene Sozialpädagoge mit togoischen Wurzeln hat sein Hobby zum (Neben)Beruf gemacht und bietet im Team mit seiner Frau Natali mit seinem Cateringdienst „black soul kitchen“ derzeit noch auf Bestellung süd- und westafrikanische Snacks für Events aller Art an. Die knapp 25 Teilnehmer von StartUpSchweinfurt konnten schon mal einen Vorgeschmack auf das bekommen, was er in seinem Sortiment anbieten möchte. Sein mittelfristiger Traum ist eine eigene Gaststätte in Schweinfurt.

 

Wie wichtig eine perfekte Auffindbarkeit in Suchmaschinen für junge Unternehmer ohne bereits feste Stammkundschaft ist, erläuterte SEO-Experte Markus Sommer von „leveragesearch“, der durch sein Engagement bei „Gründen@Würzburg“ ganz genau weiß, wo Existenzgründern der Schuh drückt. Da google den deutschen Suchmaschinenmarkt bekanntlich dominiert, muss die eigene Homepagestruktur daher perfekt für die Anforderungen von google gebaut werden und natürlich optimal auf allen mobilen Endgeräten laufen. Als sehr wichtig bezeichnete Sommer auch das regelmäßige Monitoring der für die eigene Kundschaft entscheidenden Suchbegriffe.

 

StartUpSchweinfurt ist eine Netzwerkveranstaltungsreihe, die die Wirtschaftsjunioren Schweinfurt ins Leben gerufen haben, um Gründern und Gründungsinteressierten eine Plattform zum Erfahrungs- und Ideenaustausch zu bieten. Das Format bestehend aus Gründerpräsentationen, Fachvorträgen und Netzwerken wurde von den Wirtschaftsjunioren Bayern mit einem dritten Platz in der Kategorie „beste Netzwerkveranstaltung“ ausgezeichnet. Die nächste Veranstaltung findet im November statt.

 

Mehr Infos unter facebook.com/StartUpSchweinfurt

 

 

 

 von links: Christopher Richter, Organisator von StartUpSchweinfurt sowie die Gründer Latevi und Nathali Lawson ("black soul kitchen"), ganz rechts Wirtschaftsjunioren-Vorsitzender Kai Vedder.

 

Bilder: Christopher Richter

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