Freie Fahrt für Helfer vor Ort in Aub

Das Helfer-vor-Ort-Team der Wasserwacht Aub hat ein neues Einsatzfahrzeug in Betrieb genommen. Mit ihm rücken die ehrenamtlichen Sanitäter ab sofort bei lebensbedrohlichen Notfällen in und um Aub aus, um die Zeit zu überbrücken, bis der Rettungsdienst zur Stelle ist.

 

„Bei rund 55 Einsätzen pro Jahr sorgen wir für schnelle Erste Hilfe“, fasst Sonja Krieger, Vorsitzende der Wasserwacht Ortsgruppe Aub zusammen. Das HvO-Team rückt immer dann aus, wenn sie das „therapiefreie Intervall“ zwischen dem Notruf und dem Eintreffen des hauptamtlichen Rettungsdienstes oder Notarztes verkürzen können. Alarmiert werden sie bei allen lebensbedrohlichen Notfällen in Aub und der näheren Umgebung. „Dank unserer Ortskenntnis und kurzen Anfahrtswegen sind wir meist schon nach wenigen Minuten zur Stelle“, erklärt Technischer-Leiter Jannick Esslinger. „Der Rettungswagen aus Ochsenfurt, Giebelstadt oder Bad Mergentheim braucht natürlich ein paar Minuten länger.“ In der Zwischenzeit kümmern sich die Helfer vor Ort um erste lebensrettende Maßnahmen und geben der Leitstelle eine detaillierte Lagemeldung.

 

Nachdem das alte Einsatzfahrzeug – eine Mercedes-Benz A-Klasse – immer häufiger in die Werkstatt musste, fassten die Helfer der Wasserwacht den Entschluss: Ein neues Auto muss her! Während die Krankenkassen aber lediglich für die Vorhaltung des Rettungsdienstes aufkommen, gilt der Helfer vor Ort als freiwilliges Zusatzangebot der Hilfsorganisationen und muss zu 100 Prozent aus Spenden finanziert werden. Durch glückliche Umstände konnte die Wasserwacht ein gebrauchtes Einsatzfahrzeug des Medizinischen Transportdienstes im BRK-Kreisverband Würzburg übernehmen. „Der VW Golf hat zwar schon ein paar Kilometer auf dem Tacho, ist aber noch tadellos in Schuss“, freut sich Sonja Krieger über den Neuzugang in ihrem Fuhrpark. Nach dem Einbau eines neuen Funkgerätes hört das Fahrzeug auf den Rufnamen „Wasserwacht Aub 79/1“ und bringt seit Sommer 2017 die Helfer vor Ort zuverlässig zu Notfällen in Aub und Umgebung.

 

 

 

Bild: Das neue Einsatzfahrzeug mit dem Helfer-vor-Ort-Team (von links) Kai Lörner, Stefan Gruber, Simon Demant und Michael Schwarz.

 

Bildquelle: Tabea Hielscher

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