Schonungen führt Handyalarmierung für alle Wehren ein

Ausrücken dank Alarm-APP auf dem Mobiltelefon

 

Dass die Smartphones wahre Alleskönner sind und die modernen Geräte längst nicht mehr nur zum Telefonieren genutzt werden, dürfte jedem klar sein. Kaum ein Bürger, führt sein I-Phone oder Samsung-Handy nicht immer und überall bei sich, z.B. in der Hosentasche oder Handtasche. Perfekt also um auch die Aktiven der neun Feuerwehren im Einsatzfall zu alarmieren. Voraussetzung ist natürlich Handyempfang – das sollte aber schon bald überall gewährleistet sein. Schließlich hat die Gemeinde tatsächlich den Ausbau der Netzabdeckung im Großgemeinde-Gebiet hartnäckig vorangetrieben. Der Bau von weiteren Mobilfunkmasten steht in den Startlöchern.

 

Und so hält das digitale Zeitalter längst auch bei den Feuerwehren Einzug. Christian Böhm, seines Zeichens Kreisbrandmeister gab schon mal einen Vorgeschmack, was zukünftig alles möglich ist. So könnten Hydranten-Standorte digitalisiert werden, das Handy automatisch die schnellsten Schlauchstrecken berechnen oder die maximal förderfähige Wassermenge aus einem Rohrleitungsnetz – aber auch das Nachalarmieren wäre auf Knopfdruck möglich und die Navigation zum Einsatzort sowieso.

 

Vor allem geht es aber darum, dass die Feuerwehrkameradinnen und Kameraden effektiv und unmittelbar alarmiert und über einen Einsatz in Kenntnis gesetzt werden. Der Umfang der Informationen die an die Aktiven weitergegeben werden, das heißt Fragen rund um das Einsatzgeschehen, müssen noch im Detail festgelegt werden. Fest steht, dass die Kommandanten und Führungskräfte möglichst umfassend informiert werden sollen. Weil aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht alle Feuerwehrhäuser über einen Faxanschluss für die Alarmierungsnachricht verfügen und auch die Sirenenalarmierung durchaus Schwachstellen hat, soll die Handyalarmierung Abhilfe schaffen.

 

 

Wie Bürgermeister Stefan Rottmann berichtet, habe sich die Kommandantenversammlung bereits einstimmig hinter das neue Alarmierungsverfahren gestellt. Möglichst alle Aktiven sollen in die Handyalarmierung eingeschlossen werden, sagt Rottmann. Zum Jahreswechsel könnte die Alarmierungs-App für alle Feuerwehrmänner und Frauen zur Verfügung stehen: Dann werden die Aktiven blitzschnell mit einer Nachricht über die Alarmierung informiert. Die Betreuung und Pflege der Telefonnummern soll über die Feuerwehren selbst erfolgen, die Gemeinde wiederum schließt mit den Teilnehmern der Handyalarmierung eine Vereinbarung zur Nutzung und Verschwiegenheit. Etwa 2.500 Euro Kosten kommen für Grundgebühren und Nachrichten-Apps im Jahr in etwa zu: Je nach Einsatzzahlen und Anzahl der Aktiven. Ein überschaubarer Betrag, wenn dann fast 400 Einsatzkräfte auf Knopfdruck erreichbar sind. Das Handyzeitalter macht es möglich. Der Gemeinderat folgte dem positiven Votum der Feuerwehrkommandanten und des Bürgermeisters und beschloss die Handyalarmierung. Damit nimmt die Gemeinde mit ihren neun Wehren eine Vorreiterrolle ein und unterstützt die Aktiven bei ihrer wichtigen ehrenamtlichen Arbeit. 

Neueinführung der modernen Handyalarmierung für etwa 400 Aktive (Fotos St. Rottmann)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0