Die Mitglieder des Wirtschaftsbeirates der FHWS besuchten die Konzeptfabrik c-Factory in Schweinfurt

Die Kompetenzen der c- und i-Factory ermöglichen einen Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Die Mitglieder des Wirtschaftsbeirates der FHWS besuchten gemeinsam mit dem Präsidenten Professor Dr. Robert Grebner (li.) die c-Factory von Professor Dr. Christoph Bunsen (3. von re.)

 

Die Mitglieder des Wirtschaftsbeirates der FHWS besuchten die cFactory in Schweinfurt und staunten nicht schlecht, wie weit die Integration dieser Konzeptfabrik fortgeschritten ist. In der cFactory organisieren Studierende verschiedener Fachdisziplinen der FHWS die Fertigung eines kleinen, soliden Pritschenwagens, die Varianten in den Bereichen der Achsen, Sitzplätze und dem Aufbau vorsieht. Die Hochschule will mit der c-Factory zeigen, wie Industrie 4.0 mit den von Professor Dr. Christoph Bunsen vorgestellten sieben Dimensionen Vernetzung, Internet of Things, Flexibilität und Varianten, Mensch-Roboter-Kollaboration, Additive Fertigung, Big Data und Augmented Reality funktioniert. Jürgen Bode, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Würzburg Schweinfurt (IHK), freute sich, dass sehr schön zu erkennen sei, welche Kompetenzen und Konzepte die FHWS in einer großen intelligenten Fabrik, der i-Factory, bereithalten könne. Dort sei ein echter Wissenstransfer und ein Zusammenarbeiten von Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen optimal möglich. FHWS-Präsident Professor Dr. Robert Grebner erläuterte, dass die c-Factory der ideale Ort sei, um Studierende verschiedener Fakultäten und Disziplinen zusammenzubringen und am selben Arbeitsgegenstand lernen zu lassen, wie spezifische Probleme ihres Fachs in der Praxis aussehen und wie die Lösungen durch Kooperation mit anderen Experten herbeigeführt werden können. Die Studierenden des Maschinenbaus haben beispielsweise die Grundkonfiguration der verschiedenen Arbeitsplätze aufgebaut, die Informatiker einen Konfigurator für die Modellzusammenstellung programmiert und die Elektrotechniker die Robotikanwendungen integriert. Aber es bleibe noch viel Platz für Erweiterungen sowohl in Bezug auf die Digitalisierung des Fertigungsprozesses, als auch in Bezug auf Produktergänzungen. Professor Grebner zeigte ein Fahrzeug in einer Metallschachtel, in dem er die Fahrzeuge als Gastgeschenk bei Auslandsbesuchen überreicht, auch um über dieses Modellauto auf Kooperationen in Lehre und Forschung hinzuweisen. Die Konfiguration und automatische Verpackung der Fahrzeuge in dieser Schachtel könne z.B. ein weiterer Produktionsprozess in der c-Factory sein. Es brauche noch viele studentische Projekt- und Abschlussarbeiten, bis die c-Factory wirklich vollautomatisch ein Fahrzeug nach individuellen Bedarfen fertige. 

Der Vorsitzende des Wirtschaftsbeirates, Christian Trips, programmierte den Konfigurator, um ein Fahrzeug nach seinen Vorgaben fertigen zu lassen. (Fotos FHWS)

 

Christian Trips, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats, konnte selbst an einem Handarbeitsplatz die Komponenten seines Fahrzeugs montieren, nachdem diese nach seinen in einem Konfigurator eingegebenen Vorgaben individuell gefertigt wurden. Die anschließende optische Kontrolle und Funktionskontrolle, die einige Montagemängel anzeigte, konnte ihn jedoch nicht davon abhalten, das Fahrzeug mit nach Hause zu nehmen. Den anderen Mitgliedern des Beirates überreichte Professor Bunsen ein im Vorfeld gefertigtes Exemplar als Erinnerung an den Fabrikbesuch. Der Wirtschaftsbeirat war beeindruckt, in welcher Tiefe und Interdisziplinarität die Studierenden an der FHWS die Prinzipien der vernetzten Produktion im Stil von Industrie 4.0 erfahren können. Er werde die c-Factory sicher erneut besuchen, um sich zu einem späteren Zeitpunkt nach den Prinzipien von Industrie 5.0 zu erkundigen, die von Jürgen Bode schon einmal angefragt wurden.

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