Das Seelsorgeteam des Uniklinikums Würzburg öffnet einen „Schatz der Erinnerung“

Die ausgelegten Anliegenbücher der vergangenen Jahre sollen zum Blättern und Lesen einladen.
Die ausgelegten Anliegenbücher der vergangenen Jahre sollen zum Blättern und Lesen einladen.

Das Team der Klinikseelsorge des Uniklinikums Würzburg (UKW) stellt in den kommenden Wochen sukzessive die Anliegenbücher der vergangenen 13 Jahre zum Nachlesen aus. So werden die hier festgehaltenen Gedanken, Sorgen und Danksagungen zu einem „Schatz der Erinnerung.“

 

Im Raum der Stille im Doppelzentrum für Operative und Innere Medizin (ZOM/ZIM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) an der Oberdürrbacher Straße liegt immer ein Anliegenbuch auf. Viele Patienten, Angehörige, Besucherinnen und Besucher sowie Beschäftigte des Klinikums schreiben darin ihre Gedanken, Sorgen, Hoffnungen, Gebete und Danksagungen nieder. „Seit der Inbetriebnahme des ZOM im Jahr 2004 ist auf diese Weise eine kleine Bibliothek von 14 vollgeschriebenen Anliegenbüchern zusammengekommen“, berichtet Pater Maximilian Bauer, der katholische Leiter des ökumenischen Seelsorgeteams des UKW. Diese werden in der Sakristei des Raums der Stille aufbewahrt. Hin und wieder lesen Mitglieder des Seelsorgeteams ausgewählte Inhalte als Fürbitten in den dortigen Gottesdiensten vor.

„Jetzt wollen wir diesen ‚Schatz der Erinnerung‘ nach und nach der Öffentlichkeit nochmals in seiner Gesamtheit zugänglich machen“, kündigt Klinikseelsorgerin Marion Mack an. Dazu werden die Bücher ab 17. Oktober 2017 sukzessive auf einem Ständer an der Außenrundung des Raums der Stille ausgelegt. So können alle Interessierte in den Sammlungen blättern und lesen. „Neue“ Anliegen können weiterhin von jedermann im Raum der Stille in das dort bereitgestellte, aktuelle Buch geschrieben werden.

„Mit der Aktion wollen wir die Sorgen und Nöte der Menschen in einem Krankenhaus, aber auch deren Hoffnung, Erleichterung und Dankbarkeit ein weiteres Mal öffentlich wertschätzen. Das Lesen in den Anliegenbüchern soll nach unserer Vorstellung zur Erinnerung, zum Nachdenken und zur Anteilnahme anregen“, verdeutlicht Klinikseelsorgerin Andrea Lorey.

Das Projekt läuft bis zum Advent dieses Jahres und soll von Zeit zu Zeit wiederholt werden.

Die Aktion am Raum der Stille des ZOM/ZIM ist eine öffentliche Wertschätzung vergangener Anliegen der Menschen im Umfeld „Krankenhaus“.
Die Aktion am Raum der Stille des ZOM/ZIM ist eine öffentliche Wertschätzung vergangener Anliegen der Menschen im Umfeld „Krankenhaus“.

Bilder (2): Helmuth Ziegler / Uniklinikum Würzburg

 

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