Seniorentreff der Hilfsorganisationen

Was vor drei Jahren mit einem Frühstück „im kleinen Kreis“ an der RAN-Tankstelle begann, hat sich inzwischen zu einem richtigen Seniorennachmittag entwickelt.

Albert Fischer und Georg Fuchs vom Bayerischen Roten Kreuz hatten damals ehemalige Kollegen eingeladen und die gute Stimmung bei den Treffen sprach sich schnell herum.

 

Längst sind auch die Kollegen der Malteser und Johanniter dabei, wenn sich im sechs- bis achtwöchigem Abstand rund 30 ehemalige Sanitäter im Café Perspektive am Waldfriedhof treffen und die alten Zeiten aufleben lassen.

Zusammen bringen sie es auf mehrere hundert Jahre Einsatzerfahrung und einen schier unerschöpflichen Fundus von Geschichten aus der Zeit, als der Rettungsdienst noch über den Polizeifunk alarmiert wurde.

 

Für die heutige Generation ist es kaum vorstellbar, dass man z.B. früher in Ochsenfurt noch von zu Hause aus mit dem Krankenwagen zum Einsatz gefahren ist. Alleine wohlgemerkt, doch wenn man noch einen zweiten Mann gebraucht hat, „hat man halt den Schorsch am Bänkle abgeholt“, erzählt einer der Ehemaligen, der seine Ausbildung zum Rettungssanitäter noch bei Professor Sefrin absolviert hat. Und wenn der Schorsch mal nicht am Bänkle saß, hat man einfach kurz die Sirene angemacht, dann kam er angelaufen…

 

Überhaupt ging es damals noch menschlicher zu, Freundschaften und die Kameradschaft waren wichtig. Wenn im Fernsehen Fußballspiele übertragen wurden, saßen auch die Kollegen der Polizei in der Rettungswache und fieberten mit.

 

„Es war eine schöne Zeit“, hört man immer wieder, aber auch darin sind sich die ehemaligen Sanitäter einig: Heute nochmal im Rettungsdienst zu arbeiten könnte sich keiner von Ihnen mehr vorstellen - dafür sind die Anforderungen inzwischen einfach zu groß.

 

 

Text und Bild: Fam. Schwarz

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