Uniklinikum Würzburg: Infotag zur Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms

Am Samstag, den 4. November 2017, findet zum fünften Mal das Myelom-Forum am Uniklinikum Würzburg statt. Die Veranstaltung informiert Patienten, Angehörige und alle sonstigen Interessierten über Neuigkeiten in der Diagnostik und Behandlung der bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks.

 

Das jährlich am Uniklinikum Würzburg (UKW) veranstaltete Myelom-Forum bringt regelmäßig hunderte Patienten, Angehörige und sonstige Interessierte aus ganz Deutschland nach Würzburg. Grund ist das hier versammelte, hohe Spezialwissen zum Multiplen Myelom (MM). So gilt das UKW als eines der europaweit führenden Zentren bei der Behandlung der bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks. Darüber hinaus gehört MM zu den Forschungsschwerpunkten des Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken, des am UKW angesiedelten Onkologischen Spitzenzentrums.

 

Chancen der Personalisierten Medizin

Die diesjährige Neuauflage des Forums findet am Samstag, den 4. November 2017, statt. Ab 9:00 Uhr referieren Experten des UKW im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) an der Oberdürrbacher Straße über neue Erkenntnisse sowie aktuelle Diagnose- und Therapiemethoden. „Ein wichtiges Stichwort dabei ist ‚Personalsierung‘ – sowohl in der Diagnostik, wie auch in der Behandlung“, schildert Prof. Hermann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW. Der international renommierte Myelom-Experte fährt fort: „Beim Forum werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel mehr erfahren über die am Uniklinikum Würzburg gebotenen Möglichkeiten der innovativen Genomsequenzierung in der MM-Diagnostik. Außerdem werden wir erläutern, wie weit wir mit unseren Plänen vorangeschritten sind, das körpereigene Immunsystem gegen die Krankheit zu wenden.“

 

Nuklear- und Komplementärmedizin, Symptom-Management

Weitere Vorträge widmen sich neuen nuklearmedizinischen Verfahren sowie komplementärmedizinischen Ansätzen. Das Forum thematisiert zudem die Probleme, die das Myelom selbst, wie auch die Nebenwirkungen aus dessen Behandlung bei den Knochen und den Nieren der Betroffenen hervorrufen können. Wie in den vergangenen Jahren auch, wird eine Diskussion den Zuhörerinnen und Zuhörern Gelegenheit geben, von qualifizierter Seite Antworten auf persönliche Fragen zu erhalten. Ebenfalls schon gute Tradition sind die begleitenden Infostände in der Magistrale des Zentrums für Innere Medizin, die eine unkomplizierte Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und weiteren Initiativen ermöglichen.

 

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme am 5. Myelom-Forum Würzburg ist kostenlos. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl bitten die Veranstalter allerdings um eine Anmeldung im Sekretariat von Prof. Hermann Einsele unter E-Mail: schaefer_b@ukw.de oder Tel: 0931/201-40001.

 

Über das Multiple Myelom

Beim Multiplen Myelom entarten im Knochenmark bestimmte Immunzellen. Sie überfluten den Körper mit fehlerhaft produzierten Antikörpern, unterdrücken durch ihr aggressives Wachstum die Blutbildung und schädigen durch verstärkten Knochenabbau das Skelett. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 3.500 Menschen an dieser Untergruppe des Lymphknotenkrebses.

 

Bildunterschrift:

Im Knochenmark-Ausstrichpräparat sind die vielen, hier violetten Plasmazellen eines Myelom-Patienten zu erkennen. Bei Gesunden darf höchstens jede 20. Knochenmarkzelle eine Plasmazelle sein.

 

Bild: Uniklinikum Würzburg

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