20 Jahre Helfer vor Ort in Rottendorf

 

In ländlichen Gebieten vergeht mehr Zeit als in der Stadt bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes. Andererseits kommt es bei manchen Einsätzen auf jede Minute an, um den Notfallpatienten zu retten oder Folgeschäden zu vermeiden. Deshalb stellt die BRK Bereitschaft Rottendorf bereits seit Oktober 1997 den sogenannten "Helfer vor Ort" (HvO) bereit – seinerzeit der erste HvO-Standort im Landkreis.

Parallel zum regulären Rettungsdienst alarmiert die Integrierte Leitstelle entsprechend ausgebildete Sanitäter, die direkt vor Ort sind und mit den Erstmaßnahmen beginnen bis der Rettungsdienst eintrifft. Die Helfer vor Ort verfügen über ein Einsatzfahrzeug, das mit Notfallrucksack, Defibrillator, Sauerstoffgerät und weiterem Material ausgestattet ist. Anschaffung und Unterhalt von Fahrzeug und Ausrüstung werden dabei komplett aus Spenden finanziert.

Das Einsatzgebiet umfasst neben der Gemeinde Rottendorf auch den Mainfrankenpark, die Autobahnen A3 und A7 mit Biebelrieder Kreuz sowie die Bundes- und Staatsstraßen und Eisenbahnstrecken in der Umgebung.

Waren es anfangs nur etwas über 100 Einsätze pro Jahr, so hat sich die Einsatzhäufigkeit inzwischen fast verdreifacht: 335 mal wurden die ehrenamtlichen Sanitäter im Jahr 2016 alarmiert.

Die hohen Einsatzzahlen stellen natürlich auch eine Belastung für die Helfer dar, die den Dienst unentgeltlich versehen und mit Familie und Beruf in Einklang bringen müssen. Deshalb freut sich das Rote Kreuz immer über Verstärkung, auch an den anderen Standorten in Stadt und Landkreis Würzburg. Die erforderliche Sanitätsausbildung kann kostenlos absolviert werden. Auskünfte zur aktiven Mitarbeit erhalten Interessenten unter Tel. 0931 8 00 08-0.

 

 

Bild:

Manfred Neuhöfer (rechts) gehört zu den Gründungsmitgliedern der HvO-Gruppe, Dennis Goerke ist erst seit wenigen Monaten beim BRK Rottendorf.

 

Bildquelle: Stefan Krüger

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