Schonungen setzt auf Elektromobilität

Förderantrag für drei Elektro-Ladestationen gestellt

 

Rund 6.000 E-Ladesäulen hat der Bund bisher bewilligt: Jetzt gibt es ein neues Förderprogramm der Bundesregierung mit einem Investitionsvolumen von 300.000.000 Euro. Ziel ist es eine flächendeckende E-Ladesäulen-Infrastruktur in Deutschland aufzubauen. Die Elektromobilität nimmt an Bedeutung kontinuierlich zu, wie Marco Keller von der Überlandzentrale Lülsfeld erklärt. In einer Präsentation verweist er auf die KFZ-Zulassungen und hier ist ein klarer Trend erkennbar. Auch der Staat beteiligt sich mit Zuschüssen am Kauf von E-Autos. Und so gibt es auch im Gemeindegebiet mehr und mehr Autos, die mit Strom betrieben werden.

 

Aufgeladen werden E-Autos überwiegend an der heimischen „Zapfsäule“ Zuhause oder eben am Arbeitsplatz, soweit es dort Gelegenheit gibt. Erst dann folgen öffentliche Parkplätze oder Parkhäuser. Nachdem der Ladevorgang je nach Akkuzustand eine halbe bis eineinhalb Stunden dauern kann, verbinden E-Autofahrer das Laden ihres PKWs mit dem Einkaufen, einem Behördengang oder Einkehr in eine Gaststätte. Also machen Ladestationen nur dort Sinn, wo sich Autofahrer durchaus längere Zeit aufhalten können.

 

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Arten von Ladestationen: Die Schnellladesäule macht nur an Autobahnen beim Fahren von Langstrecken Sinn und tankt das Fahrzeug innerhalb weniger Minuten voll, wie Keller erklärt. Allerdings kosten solche Hochgeschwindigkeitsladesäulen gut und gerne 250.000 Euro für den Betreiber. Daneben gibt es die Ladesäulen oder auch Wallboxen, wie man sie immer mehr an öffentlichen Parkplätzen installiert. Hier liegen die Kosten im Schnitt bei nur 10.000 Euro.

 

Eine Ladestation wird häufig mittig von zwei Parkplätzen angebracht um damit gleichzeitig zwei Ladepunkte zu installieren. Ob Ladesäule oder Wallbox für den jeweiligen Standort Sinn ergeben, muss im Zusammenhang mit der Erschließung und Anbindung geklärt werden. Pro Ladepunkt fördert der Bund die Station mit 2.500 Euro (max. 40% Förderung), für die Anbindung und Erschließung nochmal 5.000 Euro (max. 40% Förderung), somit ergibt sich eine maximale Förderung von 10.000 Euro je Ladestation.

 

Auch Schonungens Gemeinderat hat sich klar für den Ausbau von E-Ladestationen entschieden und sich auf drei Standorte mit einer Ladeleistung von 22KW geeinigt. Auf dem Rathausparkplatz, im Bereich von Bauhof bzw. nahe des künftigen Senioren- und Pflegezentrums und im Umfeld des Bahnhaltepunkts sollen Stromtankstellen entstehen. Der Förderantrag muss bis Ende Oktober gestellt sein. Bürgermeister Stefan Rottmann hofft auf eine erfolgreiche Bewerbung und zügige Förderbescheidzusage um die Standorte zu verwirklichen. Dann wird der Gemeinderat über die Vergabe der drei Standorte entscheiden. Rottmann lobte zu dem das Engagement des Landkreises an eigenen Liegenschaften ebenfalls E-Ladestationen zu installieren: Betroffen wäre das Landschulheim in Reichmannshausen und die Realschule in Schonungen.

 

Der Bürgermeister will aber auch Unternehmen animieren entsprechende Ladesäuleninfrastruktur zu schaffen, beispielsweise im Bereich von Einkaufsmärkten und Gewerbegebieten. Einig war sich der Gemeinderat darin, dass es bei der Ladeinfrastruktur nicht bleiben soll. Auch die Fahrzeugflotte der Gemeinde soll Zug um Zug umgerüstet werden – hier verspricht sich der Bürgermeister eine Synergie mit dem Schweinfurter OberLand, wenn es um die gemeinschaftliche Anschaffung von Fahrzeugen geht.

 

 

Das Foto zeigt von links den gemeindlichen Bautechniker Lutz Brückner, Bürgermeister Stefan Rottmann und Andreas Ebert (UEZ) mit einem BMW-Elektrofahrzeug vor dem Rathaus. (Foto Milena Hammer)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0