Pressebericht der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt vom 25.10.2017

Kriminalitätsgeschehen:

 

 

E-Zigarette entwendet - etwa 250 Euro Beuteschaden

 

WÜRZBURG/INNENSTADT. Am Dienstagnachmittag kam es in der Domstraße zu einem Diebstahl aus einer Handtasche. Gegen 15:30 Uhr gelang es einem unbekannten Täter die mitgeführte, verschlossene Herrenhandtasche eines 34-jährigen Würzburgers zu öffnen und eine schwarze E-Zigarette daraus zu entwenden. Der Beuteschaden wird auf ca. 250 Euro beziffert. 

 

 

Weißes Berlin-Fahrrad entwendet - etwa 250 Euro Beuteschaden

 

WÜRZBURG/SANDERAU. Im Zeitraum der letzten drei Wochen hat ein unbekannter Täter ein Fahrrad in der Franz-Ludwig-Straße entwendet. Der rechtmäßige Eigentümer hatte das weiße Zweirad des Herstellers Berlin Bike, Typ Bahnhof Zoo, zuvor im Hinterhof seines Wohnanwesens an einem Maschendrahtzaun angeschlossen. Der Beuteschaden wird auf etwa 250 Euro geschätzt.

 

 

Smartphone aus Jackentasche entwendet - etwa 150 Euro Beuteschaden

 

WÜRZBURG/VERSBACH. Am Montagnachmittag hat ein unbekannter Täter ein Mobiltelefon in einem Warengeschäft an der Mainfrankenhöhe entwendet. Der 64-jährige Würzburger hatte das Smartphone des Herstellers Samsung während seines Einkaufs in der Jackentasche aufbewahrt. Der gesuchte Tatverdächtige nahm das Gerät im Zeitraum von 15:30 Uhr bis 16:15 Uhr unbemerkt an sich. Der Beuteschaden beläuft sich auf etwa 150 Euro.

 

 

Amtliche Kennzeichen entwendet

 

WÜRZBURG/GROMBÜHL. Im Zeitraum von Samstag, 14:00 Uhr bis Dienstag, 10:00 Uhr hat ein unbekannter Täter die amtlichen Kennzeichen eines roten Daimlers im Reußenweg entwendet. Es entstand ein geringer Beuteschaden.

 

 

WÜRZBURG/ZELLERAU. In der Zeit von Montagabend, 21:00 Uhr bis Dienstagmorgen, 09:00 Uhr ereignete sich in der Benzstraße ein Kennzeichendiebstahl zum Nachteil einer 20-jährigen Würzburgerin. Der gesuchte Tatverdächtige montierte beide Kennzeichen von dem schwarzen Golf der jungen Frau ab und richtete dabei einen geringen Beuteschaden an.

 

 

Hauseingangstür beschädigt - etwa 100 Euro Sachschaden

 

WÜRZBURG/LINDLEINSMÜHLE. Im Zeitraum von Samstag bis Montag hat ein unbekannter Täter eine Hauseingangstür in der Versbacher Straße beschädigt. Die über der Tür befindliche Glasscheibe wurde durch den gesuchten Tatverdächtigen augenscheinlich eingeschlagen. Der Sachschaden wird auf etwa 100 Euro beziffert.

 

 

Verkehrsgeschehen:

 

 

Pkw-Fahrer verursacht Verkehrsunfall - Fahrradfahrerin bei Sturzgeschehen leichtverletzt - Männlicher Radfahrer gesucht

 

WÜRZBURG. Am Dienstagvormittag ereignete sich in der Rottendorfer Straße ein Verkehrsunfall zum Nachteil einer 56-jährigen Radfahrerin aus dem Landkreis Würzburg. Die Landkreisbewohnerin zog sich hierbei leichte Verletzungen zu. Im Fortgang wird ein männlicher Zeuge gesucht, welcher ebenfalls mit seinem Fahrrad an der Unfallörtlichkeit unterwegs gewesen ist.

 

Gegen 11:15 Uhr wollte eine 39-jährige Würzburgerin mit ihrem Fiat aus einem Tankstellengelände herausfahren. Hierbei schnitt sie zwei Radfahrern den Weg ab, sodass diese scharf abbremsen mussten. Die Radfahrerin aus dem Landkreis Würzburg stürzte bei dem abrupten Bremsmanöver über ihren Fahrradlenker und zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Der zweite Fahrradfahrer, welcher zuvor vor der Landkreisbewohnerin gefahren war, konnte rechtzeitig abbremsen und setzte seine Fahrt im Anschluss weiter fort. 

 

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt sucht im Fortgang nach dem zweiten Radfahrer. Es soll sich hierbei um eine männliche Person gehandelt haben. Zeugenhinweise werden unter der Tel. 0931/457-2230 entgegen genommen.

 

 

Straße überquert und Verkehrsunfall verursacht - 12-jährige Schülerin leicht verletzt - etwa 500 Euro Sachschaden

 

WÜRZBURG/HEIDINGSFELD. Am Dienstagmorgen kam es in der Mergentheimer Straße zu einem Verkehrsunfall zwischen einem 41-jährigen Pkw-Fahrer und einer 12-jährigen Schülerin. Das junge Mädchen wurde hierbei leicht verletzt und musste im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht werden.

 

Gegen 08:00 Uhr wollte die 12-Jährige die Mergentheimer Straße fußläufig überqueren, um zur gegenüberliegenden Straßenbahnhaltestelle zu kommen. Der Verkehr hatte sich zu diesem Zeitpunkt, aufgrund einer roten Lichtzeichenanlage, kurz gestaut. Kurz nachdem sich die Fahrzeuge bei Grünlicht wieder in Bewegung gesetzt hatten, lief das Mädchen über die Fahrbahn und übersah dabei den anfahrenden Audi des 41-Jährigen. Infolgedessen lief die Schülerin gegen das anrollende Fahrzeug. Der Audi-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr mit dem rechten Hinterreifen über den Fuß der 12-Jährigen. Das junge Mädchen wurde hierbei leicht verletzt und musste in ein Würzburger Krankenhaus gebracht werden. An dem Audi entstand ein Sachschaden in Höhe von 500 Euro.

 

 Spannende Einblicke in den Polizeialltag

Reihe „AndersOrte“ der Domschule Würzburg führt in die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt – Thema „Sicherheit und Freiheit. Polizeiarbeit in Unterfranken“ – Polizeipräsident Kallert: „Wenn man die Sicherheit übertreibt, wäre normales Leben nicht mehr möglich“

WÜRZBURG. Von einer ganz anderen Seite haben die rund 70 Teilnehmer der Veranstaltung „Sicherheit und Freiheit. Polizeiarbeit in Unterfranken“ die Polizei und ihre Aufgaben erlebt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „AndersOrte“ der Domschule Würzburg besichtigten sie am Donnerstagabend, 19. Oktober, die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt. In Vorträgen und in der anschließenden Diskussion erfuhren sie mehr über die Arbeit der Polizei sowie die wissenschaftliche Forschung über das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit. „Es war ein spannender Abend mit interessanten und ganz unterschiedlichen Einblicken“, sagte Dr. Thomas Franz, stellvertretender Leiter der Domschule Würzburg.

 

Seit Mai 2017 ist die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt wieder in der Augustinerstraße zu finden. Viereinhalb Jahre wurde das denkmalgeschützte Gebäude generalsaniert und erweitert. Bei einer Führung bekamen die Teilnehmer zunächst Einblicke in den Polizeialltag – von der Tiefgarage über den Zellentrakt und die Räume der Ermittlungsgruppen bis zum Besprechungsraum mit seinem beeindruckenden Ausblick über die angrenzenden Straßen. „Die Architekten des Staatlichen Bauamts verfolgten ein Konzept von Transparenz und Offenheit“, erklärte Polizeihauptkommissarin Kathrin Reinhardt.

 

„Würzburg ist eine sehr sichere Stadt“, betonte Leitender Polizeidirektor Walter Ehmann, Leiter der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt, in seinem Vortrag zur konkreten Polizeiarbeit in Würzburg. Als wesentliche Voraussetzungen hierfür nannte er die Präventionsarbeit, hervorragende Netzwerke, die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Behörden sowie eine „proaktive Polizei“, die Präsenz durch Kontrollen zeige. Entgegen dem Trend in Bayern und dem sonstigen Bundesgebiet sei beispielsweise die Zahl der Wohnungseinbrüche in Würzburg stark zurückgegangen. Auch in der jetzt anbrechenden dunklen Jahreszeit werde die Polizei verstärkt im Einsatz sein, um Einbrechern das Handwerk zu legen. Ein Schwerpunkt der Polizeiarbeit liege zudem auf der Gewaltprävention. So würden in Schulen, Behörden und anderen Einrichtungen Sicherheitsseminare angeboten. Als ein Beispiel nannte Ehmann die Durchführung von Anti-Gewalt-Trainingskursen an Würzburger Schulen.

Der unterfränkische Polizeipräsident Gerhard Kallert befasste sich mit dem Thema „Polizeiarbeit im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit“. Dabei ging er unter anderem auf die Videoüberwachung und die Auswertung von Telekommunikationsverbindungsdaten ein. Dabei würden die Verbindungsdaten für eine gewisse Zeit gespeichert. Eine Gesellschaft müsse stets abwägen, inwiefern die Freiheitsrechte Einzelner zugunsten der Sicherheit aller eingeschränkt werden dürften, erklärte er. „Wenn man die Sicherheit übertreibt, dann wäre ein normales Leben nicht mehr möglich.“ Es gehe aber auch darum, welche Rechtsgrundlagen der Polizei für konkrete Maßnahmen zur effektiven Verbrechensbekämpfung zur Verfügung gestellt werden sollten. „Es braucht nicht nur eine bestimmte Anzahl von Beamten, es braucht auch die erforderlichen Befugnisse.“

 

„Sicherheit und Freiheit aus wissenschaftlicher Sicht“ lautete das Thema von Professorin Dr. Rita Haverkamp, Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Universität Tübingen. „Sicherheit ist ein elementares menschliches Grundbedürfnis. Aber es gibt kein Recht auf Sicherheit“, stellte sie fest. Sie beschrieb Sicherheit als „komplexe gesellschaftliche Leitidee“, die sich unter anderem aus der gesellschaftlichen und der persönlichen Sicherheit zusammensetze. Kritisch sah sie das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz, das der Polizei umfangreiche Befugnisse zum Umgang mit Gefährdern einräume, bis hin zur Einführung eines unbefristeten Gewahrsams, wenn auch unter Richtervorbehalt. Dieser verstoße nach Meinung einiger Wissenschaftler gegen das Grundgesetz und die europäische Menschenrechtskonvention. Doch sei es wichtig, dass die Polizei bestimmte, rechtsstaatlich legitimierte Befugnisse habe – ebenso wichtig wie das Vertrauen in die Polizei und ihre Arbeit.

 

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion unter der Moderation von Dr. Armin Bettinger, Studienleiter an der Domschule Würzburg, der die Veranstaltung auch mitorganisiert hatte. Dabei ging es etwa um den Einfluss der Sozialen Medien auf die Arbeit der Polizei. „Wir sind seit dem vergangenen Jahr auf Facebook und Twitter. Wir kommen heute ohne die Sozialen Medien nicht mehr aus“, erklärte Kallert. Wie es um die Sicherheit der Polizeibeamten bei ihrer täglichen Arbeit bestellt sei, wollte eine Teilnehmerin wissen. Der Polizeipräsident berichtete von den Bodycams, die derzeit erprobt würden. Er hoffe, dass dadurch die Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte zurückgehen. Wenn ein Kollege zu Schaden komme, werde alles getan, um ihn weiter zu beschäftigen, bis hin zum Umbau der Dienststelle, erläuterte Ehmann.

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