Im Labor Werkstofftechnik der FHWS wurden Herbstfarben im Mikrokosmos fotografiert

Die braungrünen „Herbsttöne“ rühren von der Präparation des zweiphasigen Gefüges (Ferrit und Austenit) her

 

 

Nicht nur der Herbst zeigt sich mit den Farben herabfallenden Laubes. Im Rahmen einer Untersuchung wurden am „Labor Werkstofftechnik“ der Hochschule Würzburg-Schweinfurt „Herbstfarben im Mikrokosmos“ fotografiert. Unter dem Auflichtmikroskop entstanden dabei faszinierende Aufnahmen:

Zum Hintergrund: Untersucht wurde das Gefüge eines Stahles 1.4410. Es handelt sich hierbei um einen sogenannten „Super Duplexstahl“. Die Herbstfarben rühren von der Präparation des zweiphasigen Gefüges (Ferrit und Austenit) her. Werden derartige Stähle falsch wärmebehandelt, so kann es zur Ausscheidung der sogenannten Sigma-Phase kommen. Diese spröde Phase scheidet sich an den Kristallitgrenzen ab und kann zu einem „Auseinanderreißen“ der Kristalle führen (vergleichbar dem Öffnen eines Reißverschluss).

 

 

Derartige feine Ausscheidungen sind im folgenden Bild (Rasterelektronenmikroskop) zu sehen: 

(Fotos FHWS / Spielfeld)

 

 

Duplexstähle werden eingesetzt, wenn eine hohe chemische Beständigkeit des Werkstoffs erforderlich ist. Im Gegensatz zum chemisch beständigen authentischen Stahl („V2A“) ist dieses Material aufgrund des Ferritanteiles zudem magnetisch.

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