Komponist Klaus Ospald ist Kulturpreisträger der Stadt Würzburg 2017

Würzburg, 25. Oktober 2017

Komponist Klaus Ospald ist Kulturpreisträger der Stadt Würzburg 2017
Kulturförderpreise gehen an die Autorin Ulrike Schäfer und die Musiker
Roberta Verna und ihren Bruder Richard Verna 

Die Stadt Würzburg verleiht den mit 5.000 Euro dotierten Kulturpreis in
diesem Jahr an den Komponisten Klaus Ospald. Der Preisträger, geboren in
Münster/Westfalen, studierte Komposition an der Hochschule für Musik in
Detmold und an der Hochschule für Musik in Würzburg, an der er das
Studium mit dem Meisterklassendiplom abschloss. Seit Langem ist der
Komponist an der Hochschule für Musik in Würzburg als Dozent für
Gehörbildung tätig. Ospald hat für seine zeitgenössischen
Kompositionen diverse wichtige Auszeichnungen entgegen genommen, seine
Werke werden von international renommierten Interpreten und Orchestern
gespielt.

Mit der Verleihung des Kulturpreises an Klaus Ospald ehrt die Stadt
Würzburg einen Künstler, der lange Jahre in Würzburg lebt und
arbeitet und der seinen künstlerischen Weg beharrlich verfolgt. *Sein
Beitrag zur zeitgenössischen Musik ist unbestritten und von nationaler
Bedeutung“, betont Kulturreferent Muchtar Al Ghusain. Die Ehrung von
Ospald ist auch die Anerkennung eines konsequenten künstlerischen
Werdegangs, der sich einer musikalischen Formensprache verschreibt, die
nicht auf den schnellen Publikumserfolg zielt, die aber mit großer
Lauterkeit und Ernsthaftigkeit ihre Eigenständigkeit behauptet.

Die mit jeweils 2.500 Euro dotierten  Kulturförderpreise gehen an die
Autorin Ulrike Schäfer und die jungen Musiker Roberta Verna und ihren
Bruder Richard Verna. Die Preise werden am 20. November um 18.30 Uhr im
Ratssaal von Oberbürgermeister Christian Schuchardt überreicht.

Ulrike Schäfer, geboren in München, wuchs in Schweinfurt auf und lebt
seit 1985 in Würzburg. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und
Informatik war sie Lehrbeauftragte an der Universität Würzburg, danach
Softwareberaterin. Heute ist sie freie Autorin und Webdesignerin.

Roberta Verna wurde 1998 in Würzburg geboren. Bereits mit fünf Jahren
begann sie das Violinspiel, seit 2008 erhielt sie Geigenunterricht bei
Max Speermann an der Hochschule für Musik Würzburg, seit 2009 ist sie am
Pre-College der Hochschule für Musik. Roberta Verna ist mehrfache
Preisträgerin bei *Jugend musiziert“ und anderen renommierten
Wettbewerben. Von der Deutschen Stiftung Musikleben erhielt sie in
diesem Jahr eine Violine von Antonio Stradivari als Leihgabe.

Ihr Bruder Richard Verna wurde 2001 in Würzburg geboren. Mit fünf
Jahren erhielt er seinen ersten Violoncello-Unterricht. Seit Herbst 2011
ist er Schüler der Solocellistin Deanna Talens des Mainfranken Theaters
Würzburg. Auch er gewann Preise bei *Jugend musiziert“. Aktuell besucht
Richard Verna das musische Matthias Grünewald Gymnasium in Würzburg und
ist dort am bayernweit einzigen Studienzweig für Musik eingeschrieben.
An der Hochschule für Musik Würzburg wird er außerdem in Musiktheorie
und Gehörbildung unterrichtet.


Mit der Verleihung des Kulturförderpreises an Ulrike Schäfer würdigt
die Stadt Würzburg eine Autorin, die sich durch ihre Texte nicht nur
einen festen Platz in der Würzburger Literaturszene, sondern im gesamten
deutschsprachigen Raum erarbeitet hat. Mit der Verleihung der
Kulturförderpreise an die Geschwister Roberta und Richard Verna
spricht die Stadt Würzburg zwei Würzburger Ausnahme-Nachwuchskünstlern
im Bereich der klassischen Musik in Würzburg ihre Anerkennung aus.

Weitere Informationen zu den Preisträgern:

Klaus Ospald, geboren in Münster/Westfalen, studierte Komposition an
der Hochschule für Musik in Detmold und an der Hochschule für Musik in
Würzburg, an der er das Studium mit dem Meisterklassendiplom
abschloss. Seit Langem ist Ospald an der Hochschule für Musik in
Würzburg als Dozent für Gehörbildung tätig. 

1985 erhielt er das Stipendium an der Cité des Artes, 1987 den ersten
Förderpreis der Landeshauptstadt Stuttgart. Im selben Jahr nahm er
ergänzende Studien bei Helmut Lachenmann. Zahlreiche Auszeichnungen,
u.a. der Bayerische Staatspreis oder der Kompositionspreis des
SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden/Freiburg im Rahmen der
*Donaueschinger Musiktage“ wurden ihm verliehen. Gespielt werden
seine Werke von international renommierten Interpreten und Orchestern,
wie das Ensemble Contrechamps, Ensemble Modern, die Musik Fabrik, das
Collegium Novum Zürich oder das Arditti Streichquartett. Bedeutende
Podien für zeitgenössische Musik wie die *Ferienkurse für Neue Musik
Darmstadt“, die *Donaueschinger Musiktage“, die *Maerz Musik“, die
*Münchener Biennale“, der *Warschauer Herbst“ oder die *Wittener
Tage für neue Kammermusik“ brachten Uraufführungen seiner Werke. 2013/14
war Klaus Ospald Composer in Residence am Wissenschaftskolleg zu Berlin,
2017/18 Stipendiat am Internationalen Künstlerhaus Bamberg, Villa
Concordia.

In einem Radio-Beitrag des SWR2 vom 30.01.2017 heißt es über Ospald:
*Mit unbestechlicher Wahrnehmungsschärfe hinterfragt Klaus Ospald
politische und gesellschaftliche Vorgänge sowie die Mechanismen des
Musikmarktes. Er liebt die Zwischentöne - in der Musik wie im Gespräch *
und gibt so einen hartnäckigen, mitunter ungemütlichen
Diskussionspartner ab. (*) Für Ospald ist es nie in Frage gekommen,
blind den aktuellen Trends der Szene nachzueifern.“

Ulrike Schäfer, geboren 1965 in München, wuchs in Schweinfurt auf und
lebt seit 1985 in Würzburg. Nach dem Studium der Germanistik,
Philosophie und Informatik war sie Lehrbeauftragte für deutsche
Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität
Würzburg, danach Softwareberaterin. Heute ist sie freie Autorin und
Webdesignerin.

Ulrike Schäfer schreibt Prosa, Theaterstücke und Sachtexte zur
Literatur. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Förderungen, darunter
den Würth-Literaturpreis und den Leonhard-Frank-Preis für Dramatik.
2015/16 wurden ihre Theaterstücke "Die Jünger Jesu" (nach dem
gleichnamigen Roman von Leonhard Frank) und "Ein Widder mit Flügeln"
(zum 700-jährigen Jubiläum des Bürgerspitals) am Mainfranken Theater
Würzburg uraufgeführt. 2015 erschien ihr Erzählband "Nachts, weit von
hier".

Neben Solo-Lesungen tritt sie mit der Autorengruppe liTrio und der
Lesebühne Großraumdichten & Kleinstadtgeschichten auf. Sie engagiert
sich in der AG Würzburg liest ein Buch und ist Vorstandsmitglied des
Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in Bayern
und Stellvertreterin für die Sparte Literatur im Kulturbeirat der Stadt
Würzburg.

Roberta Verna wurde 1998 in Würzburg geboren. Bereits mit fünf Jahren
begann sie das Violinspiel. Seit 2008 erhielt Roberta Geigenunterricht
bei Max Speermann an der Hochschule für Musik Würzburg, seit 2009 ist
sie am Pre-College der Hochschule für Musik. Sie ist mehrfache 1.
Preisträgerin beim Wettbewerb *Jugend musiziert“ auf Regional- und
Landesebene und 1. und 2. Preisträgerin beim Bundeswettbewerb. Roberta
besuchte das musische Matthias Grünewald Gymnasium in Würzburg. 
Roberta Verna ist Konzertmeisterin des Bayerischen Landes
Jugendorchester (BLJO), war eingeladen beim Arbanassi Summer Music
Festival in Bulgarien und beim Internat. Festival *Kissinger
Winterzauber“ in Bad Kissingen sowie zu zahlreichen anderen
Musikveranstaltungen. Beim 8. Internationalen Wettbewerb für die Jugend
in Oldenburg 2015 bekam sie den Publikumspreis verliehen. 2017 erzielte
sie den 1. Preis beim Inge-Murjahn-Wettbewerb der Da-Ponte-Stiftung. Von
der Deutschen Stiftung Musikleben erhielt sie in diesem Jahr eine
Violine von Antonio Stradivari als Leihgabe. 

Richard Verna wurde 2001 in Würzburg geboren. Mit fünf Jahren erhielt
er seinen ersten Violoncello-Unterricht. Seit Herbst 2011 ist er Schüler
der Solocellistin Deanna Talens des Mainfranken Theaters Würzburg. 2010
und 2013 gewann er den ersten Preis beim Regional- und Landeswettbewerb
*Jugend musiziert“ in der Solowertung mit voller Punktzahl. Aktuell
besucht Richard Verna das musische Matthias Grünewald Gymnasium in
Würzburg und ist dort am bayernweit einzigen Studienzweig für Musik
eingeschrieben. Dort erhält er auch Unterricht in Klavier. An der
Hochschule für Musik Würzburg wird er außerdem in Musiktheorie und
Gehörbildung unterrichtet.

Zahlreiche Solokonzerte, Kammermusik und Konzerte im Orchester sowie
die Mitwirkung beim Philharmonischen Orchester erweitern Richard Vernas
musikalische Erfahrungen. 2016 trat er zusammen mit seiner Schwester
Roberta Verna beim Wettbewerb *Jugend musiziert“ als Duo an, wo beide
erste Preise im Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb erreichten. Beim
Bayerischen Landeswettbewerb wurden sie zusätzlich mit einem Sonderpreis
der Sparkasse für herausragende Leistungen ausgezeichnet. Im Juli 2014
nahm Richard Verna am internationalen belgischen Kammermusikkurs *musica
mundi“ teil, wo er auch solistisch auftrat und von weltbekannten
Künstlern wie Ivry Gitls, Leonid Kerbel, Wladimir Perlin, dem
Szumanowski Quartett und Hagit Hassid Kerbel unterrichtet wurde. Als
Solist ist er bereits mehrfach mit Orchester aufgetreten und war u.a.
auch schon Gast beim Kissinger Winterzauber.

Bild: Kulturpreisträger Klaus Ospald. Foto: Michael Aust

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