Brustkrebs-Forum am Uniklinikum Würzburg: Bedürfnisse während und nach der Therapie

Am Samstag, den 25. November 2017, veranstaltet die Würzburger Universitätsfrauenklinik ihr 4. Brustkrebs-Forum. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse, die bei den Betroffenen während und nach der Tumortherapie aufkommen. Unter den Referentinnen ist die Schauspielerin Kathrin Spielvogel, bekannt unter anderem aus der Fernsehserie „Forsthaus Falkenau“, die nach ihrer eigenen Brustkrebserkrankung authentisch auch intime Aspekte des Krankheitserlebnisses ansprechen kann.

 

„Unser Brustkrebs-Forum hat sich mittlerweile als Veranstaltung etabliert, die nicht nur die medizinischen Gesichtspunkte der Krankheit thematisiert, sondern gezielt einen ganzheitlichen Informationsansatz verfolgt“, unterstreicht Prof. Achim Wöckel, der Direktor der Würzburger Universitätsfrauenklinik. Die vierte Neuauflage der kostenlosen Veranstaltung am Samstag, den 25. November 2017, steht unter der Überschrift „Bedürfnisse während und nach Brustkrebs: Was brauchen Betroffene wirklich?“.

 

Kompetente Referentinnen geben Hoffnung

„Unser Ziel ist es, mit kompetenten Rednerinnen Hoffnung für das Leben mit und nach dem Krebs zu geben“, erläutert Prof. Wöckel. So zeigen Beate Beyrich von der Frauenhilfe nach Krebs, Johanna Schlereth, Breast Care Nurse der Würzburger Universitätsfrauenklinik, und eine Patientin, die ihren Weg in einer besonderen Fotografie gefunden hat, in einem gemeinsamen Vortrag den „Weg zurück in den Alltag“ auf.

Dr. Elisabeth Jentschke, Psychoonkologin am Uniklinikum Würzburg (UKW), greift mit „Intimität und Sexualität nach Krebserkrankungen“ ein Thema auf, das noch viel zu oft tabuisiert wird.

 

Kathrin Spielvogel will „Lebensräume öffnen“

Als Gastreferentin konnte die Frauenklinik des UKW außerdem die Schauspielerin und Sprecherin Kathrin Spielvogel gewinnen. Den Zuschauer/innen ist sie vor allem bekannt aus den TV-Serien „Samt und Seide und „Forsthaus Falkenau“ sowie vielen Fernsehfilmen. Die heute 43-Jährige erkrankte vor einigen Jahren schwer an metastasiertem Brustkrebs. Ihre Krankheitserfahrungen verarbeitete Spielvogel in dem Dokumentarfilm „Ich will ja leben, oder?“, mit dem sie im Jahr 2010 für den Grimme-Preis nominiert wurde. Bei Vorträgen wird sie geschätzt für ihre authentische Art, auch intime Aspekte einer Krebserkrankung zu thematisieren. Mit ihrem Vortrag „Lebensräume öffnen – wenn alle Türen verschlossen scheinen“ spricht sie beim Brustkrebs-Forum sicher vielen Betroffenen aus dem Herzen und macht ihnen Mut für ein Leben nach dem Krebs.

Nach dem Vortragsblock haben die Zuhörerinnen und Zuhörer ausreichend Gelegenheit, den Referentinnen und Prof. Wöckel Fragen zu stellen.

 

Infostände im Foyer vor dem Hörsaal

Stände von Selbsthilfegruppen sowie Anbietern von Haarersatz, Brustprothesen und Physiotherapie runden das Informationsangebot ab.

Das Brustkrebs-Forum findet statt im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) des Uniklinikums Würzburg an der Oberdürrbacher Straße. Es beginnt um 10:00 Uhr und endet gegen 14:00 Uhr.

Wichtig ist eine Anmeldung bei Gabriele Nelkenstock unter Tel: 0931/299 85 095 oder E-Mail: info@kampfgegenkrebs.de.

 


 

Bildunterschrift:

 Die ehemals selbst von Brustkrebs betroffene Schauspielerin Kathrin Spielvogel ist Gastrednerin des 4. Würzburger Brustkrebs-Forums.

 

Bild: Katja Zimmermann

 

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