Der Kissinger Sommer gibt sein Programm 2018 unter dem Titel „1918 – Aufbruch in die Moderne“ bekannt

 

 

Der Kissinger Sommer 2018 steht unter dem Motto „1918 – Aufbruch in die Moderne“.

 

Der Geist des Neuanfangs nach dem Ersten Weltkrieg hat Werke hervorgebracht, die zu Klassikern des Konzertlebens geworden sind. Ob Ravels „La Valse“, Strawinskys Neoklassik oder Gershwins „Rhapsody in blue“, Schlüsselwerke des frühen 20. Jahrhunderts prägen das Musikfestival, das vom 15. Juni bis zum 15. Juli in Deutschlands bekanntestem Kurort mit einem der weltweit besten historischen Konzertsäle stattfindet.

 

Im zweiten Kissinger Sommer unter der Intendanz von Tilman Schlömp werden mehrere neue Spielstätten vorgestellt, vor allem aber wird die erfolgreiche Partnerschaft mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen als Festivalorchester ausgebaut. In zwei Konzerten am Eröffnungswochenende vollendet die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi ihren Brahms-Symphonienzyklus. Die Geigerin Janine Jansen spielt im zweiten der Brahms-Programme (17. Juni) dessen Violinkonzert. Mit dem Gastdirigenten Joshua Weilerstein begleitet das Festivalorchester am 27. Juni den 1. Preisträger des Kissinger KlavierOlymps 2017, Emre Yavuz. Als Fortsetzung des gefeierten „Sommernachtstraums“ 2017 präsentiert die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi im Festival 2018 erneut ein großes Chorwerk von Felix Mendelssohn, seine zweite Symphonie, die auch unter dem Namen „Lobgesang“ bekannt ist.

 

Die Cellistin Sol Gabetta eröffnet gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen das Festival 2018 am 15. Juni mit dem Cellokonzert von Edward Elgar. In zwei weiteren Konzerten und einem Künstlergespräch stellt sich die Künstlerin dem Kissinger Publikum als Artist in Residence vor. Neben einem Duoabend mit dem Pianisten Bertrand Chamayou am 19. Juni gehört zu dieser Residency das exklusive Triokonzert mit Janine Jansen und dem Pianisten Alexander Gavryluk, in dem Werke von Sergei Rachmaninow und Sergei Prokofiew erklingen. Dieses Konzert (am 16. Juni) ist nur in Bad Kissingen zu erleben. Eine exklusiv auf das Motto des Kissinger Sommers abgestimmte Produktion ist Igor Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“ (1918 uraufgeführt) in einer szenischen Fassung, in der der Geiger Daniel Hope die Sprechrolle des geigenden Soldaten übernimmt. Thomas Quasthoff und Katja Riemann sind hier in weiteren Sprechrollen zu hören.

 

Die 62 Veranstaltungen des Kissinger Sommers 2018 folgen dem seit über 30 Jahren bewährten Konzept einer gesunden Mischung von „Stars“ und jungen Künstlern, dabei liegt auch 2018 der Fokus auf Künstlerpersönlichkeiten, die mit Charisma und Bühnenpräsenz ihr Publikum in den Bann ziehen. Hierzu gehören u.a. die Sopranistin Anna Caterina Antonacci, der Multiperkussionist Martin Grubinger, der Dirigent Valery Gergiev und das Orchester der Russisch-Deutschen MusikAkademie, der Geiger Giuliano Carmignola oder der Pianist Menahem Pressler, den man als lebende Legende bezeichnen darf. Viele der Programme sind eigens für den Kissinger Sommer 2018 entstanden und in dieser Form nur in Bad Kissingen zu hören.

Erstmals wird im Kissinger Sommer 2018 das 1871 eröffnete und 2017 frisch sanierte Luitpoldbad bespielt. Mit dem Venice Baroque Orchestra (30. Juni) und Canadian Brass (15. Juli) bringen zwei hochkarätige Ensembles den Innenhof des historischen Gebäudes stimmungsvoll zur Geltung. Premieren sind ebenso die Konzerte in Bad Neustadt mit dem Alliage Quintett und im Schwimmbad, der KissSalis-Therme, mit der norwegischen Sängerin Tora Augestad. Bereits eingeführte Formate wie Lounge, Jazz Breakfast und Wandelkonzert bleiben bestehen. Neu hinzu kommt „Schwarzweiß“: Mit einer kleinen Konzertserie am 7. Juli feiert das Festival das Klavier als treibende Kraft des musikalischen Aufbruchs im 20. Jahrhundert. Igor Levit, Herbert Schuch und Gülru Ensari, das Duo d’Accord und Claire Huangci spielen Werke von Bartók, Strawinsky, Braunfels, Ravel, Debussy u.a. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist die Musik des Baltikums mit Werken von Arvo Pärt u.a. Im Festival 2018, also 100 Jahre nachdem die drei baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit erklärten, präsentiert das Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi zwei Abendkonzerte und ein Schülerkonzert, darunter die innovative Produktion „Waterworks“ mit Werken von Händel und Philip Glass, mit Lichtdesign von Sunbeam Productions. Das in 2017 neu aufgestellte Educationprogramm wird im Festival 2018 weitergeführt und teilweise ausgebaut. Im Zentrum steht eine eigene Produktion im Kurtheater Bad Kissingen, die Erik Saties Tanztheaterstück „Parade“ in einer aktualisierten Fassung wieder auferstehen lässt. Unter der Regie von Luise Kautz wirken Schülerinnen und Schüler aller Kissinger Schulformen mit. Unter der Anleitung des Filmemachers Michael Carstens erarbeiten Kissinger Schüler eigene Visuals. Gemeinsam mit Nina Rademacher (Sopran) und dem Kurorchester Bad Kissingen sowie weiteren Musikern entsteht so ein neues offenes Gesamtkunstwerk im Geist der 1917 uraufgeführten „Parade“.

 

Das Festival steht 2018 zum letzten Mal unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Hans Maier. Die rund 34.000 Tickets im Angebot zu Preisen von 10 bis 100 Euro sind ab 28.11.2017 unter Tel. +49 971 8048-444 (Mo-Fr 8:30-20 Uhr, Sa/So 10-14 Uhr) sowie unter kissingen-ticket@badkissingen.de und www.kissingersommer.de bestellbar, Mitglieder des Fördervereins Kissinger Sommer können ab sofort bestellen.

 

Das Programm 2018 erscheint im Corporate Design, das 2017 inklusive des neuen Logos von der Berliner Grafikagentur MüllerValentini entwickelt wurde. Im Oktober 2017 wurde das grafische Erscheinungsbild des Kissinger Sommers als „Winner 2018“ mit dem German DesignAward ausgezeichnet. 3 / 3 Mehrere Partner des Kissinger Sommers haben ihr Engagement für das Festival verstärkt. Anton Schick GmbH & Co. KG, TV Mainfranken und die KissSalis Therme Bad Kissingen sind neu in der Kategorie „Konzertpartner“ vertreten, in der Kategorie „Unternehmerkreis Kissinger Sommer“ sind die Druckerei Wolfgang Lutz und der Gitzenweiler Hof neu hinzugekommen. Den im Festival 2017 verbesserten Gästeservice bietet der Kissinger Sommer auch 2018 an.

 

Mit besonderen Angeboten für die Mitglieder des Fördervereins Kissinger Sommer – seines größten privaten Sponsors – erhöht das Festival die Attraktivität für seine Stammkunden. Die Einzel-Programmhefte gibt es auch 2018 für Fördervereinsmitglieder gratis. Für alle Kunden werden Künstlergespräche und Einführungsvorträge für ausgewählte Veranstaltungen angeboten. Spezielle Gastronomieangebote der PartnerRestaurants, Shuttlebusse zu entfernten Spielorten und Vorbestellungsmöglichkeiten für Pausengastronomie runden das Serviceangebot des Kissinger Sommers ab.

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