Nachbarschaftliche Zusammenarbeit in der Abfallwirtschaft verlängert

Landkreise Schweinfurt und Bad Kissingen unterzeichnen Zweckvereinbarung zur Verwertung von Biomüll

 

 

Landkreis Schweinfurt und Bad Kissingen. Mit der Unterzeichnung einer Anschlussvereinbarung haben Landrat Thomas Bold (Landkreis Bad Kissingen) und Landrat Florian Töpper (Landkreis Schweinfurt) die vertrauensvolle Zusammenarbeit der beiden Landkreise im Bereich der Abfallwirtschaft für weitere zehn Jahre besiegelt. Die bestehende Zweckvereinbarung zwischen dem Kommunalunternehmen (KU) des Landkreises Bad Kissingen und dem Landkreis Schweinfurt läuft bereits seit acht Jahren und wurde nun vor Ablauf zum Ende dieses Jahres bis Ende 2027 verlängert.

 

Die Zusammenarbeit betrifft im Wesentlichen die Sicherstellung einer hochwertigen Verwertung des Biomülls aus Biotonnen über die hochmoderne Vergärungsanlage am Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) Rothmühle im Landkreis Schweinfurt. Die kommunale Partnerschaft beinhaltet aber auch die gegenseitige Unterstützung bei der Entsorgung anderer Abfälle.

 

„Von dieser Zweckvereinbarung profitieren die Bürgerinnen und Bürger beider Landkreise, weil sie weiterhin langfristig eine kosteneffiziente und ökologisch hochwertige Verwertung des Biomülls gewährleistet“, sagt Landrat Töpper. Dem stimmt auch Landrat Bold zu: „Für unser KU wäre eine eigene Biomüllvergärungsanlage wegen der zu geringen Menge von ca. 8600 Tonnen pro Jahr nicht wirtschaftlich zu betreiben. Mit dem Landkreis Schweinfurt aber haben wir in diesem Bereich einen zuverlässigen, regionalen Partner an unserer Seite.“

 

Durch den Einsatz des Müllsheriffs bei der Biomüllsammlung durch das KU werde hochwertiger Biomüll mit sehr geringen Störstoffanteilen ans AWZ geliefert, so Bold. So profitieren die Bürger beider Landkreise weiterhin durch diese für beide Seiten effektive Zusammenarbeit. Und nicht zuletzt ist auch die Umwelt der große Gewinner: Kurze Transportwege, effiziente Energiegewinnung (Strom und Wärme) durch hochwertige Technik und dadurch erhebliche CO2-–Einsparung bieten beste Möglichkeiten zu einem spürbaren aktiven Klimaschutz.

 

·        Die Vergärung ist prinzipiell das derzeit ökologischste Verfahren, kommunales Biogut zu verwerten. Das wird von vielen Studien belegt.

·        Das Biogut, das in der Anlage am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle verarbeitet wird (rund 25.000 Tonnen pro Jahr) hat einen Energiegehalt von umgerechnet ca. 1.8 Millionen Liter Diesel, der durch die Vergärung sinnvoll genutzt werden kann.

·        Mit der erzeugten Energie (u.a. rund 7 Millionen kwh Strom pro Jahr) können ca. 2.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

·        So werden insgesamt ca. 5.200 Tonnen des Klimagases CO2 pro Jahr eingespart.

 

 

Im Bild von links:

Landrat Thomas Bold und Landrat Florian Töpper unterschreiben die Fortsetzung der Zweckvereinbarung.

(Fotos: Landratsamt Schweinfurt, Uta Baumann)

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