Die RegioNet Schweinfurt wird 15

 

 

Die RegioNet Schweinfurt feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen.

 

Eine Kundenveranstaltung im Konferenzzentrum Maininsel bildete am Dienstag den offiziellen Rahmen für dieses Jubiläum. So hatte man neben Dr. Stephan Albers, dem Geschäftsführer des Bundesverbandes Breitbandkommunikation auch den IT-Experten Florian Demaku eingeladen, der einen spannenden Vortrag zum Thema Datensicherheit hielt. Nach der Eröffnung durch Geschäftsführer Rainer Vierheilig, der den Werdegang der RegioNet schilderte, gab Demaku einen Einblick in die Welt der Hacker. So zeigte er unter anderem, welche Schwachstellen Hacker nutzen um zum Beispiel einen Online-Shop zu manipulieren. Auch Webcams und andere Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, können grundsätzlich von Unbefugten „angezapft“ werden. Größte Schwachstelle jedoch ist nach wie vor der Mensch: Unsicher aufbewahrte oder zu einfach gestaltete Passwörter würden viele erfolgreiche Hacks ermöglichen oder zumindest erleichtern, so Demaku. Das Thema Breitbandausbau und insbesondere die Bedeutung der Glasfaser-Technologie standen für Dr. Stephan Albers im Mittelpunkt seines Vortrags. „Deutschland hat großen Aufholbedarf in Sachen Glasfaser und das ist ein Thema für die Politik“, so Albers. In Schweinfurt ist man bereits vergleichsweise gut ausgestattet und auch die Anschlussquoten überzeugen: Im Neubaugebiet Eselshöhe West sind beispielsweise 98 Prozent der Haushalte an das Glasfasernetz der RegioNet angeschlossen. Die RegioNet Schweinfurt wurde 2002 als 100 %ige Tochter der Stadtwerke Schweinfurt GmbH gegründet. Das Unternehmen wurde zunächst mit der Betreuung des vorhandenen Koaxnetzes für Kabelfernsehen und der Verwaltung und Konfiguration des Kupfernetzes betraut. Man belieferte damals rund 8.000 Haushalte im Bereich Fernsehen, heute sind es über 11.000 Privatkunden. 2007 kam das Geschäftsfeld Telefonie und Internet hinzu.

Ein großer Wettbewerbsvorteil war für die RegioNet die Tatsache, dass man schon zu Beginn ein eigenes Glasfaserkabel hatte, das von Schweinfurt nach Würzburg sowie Bamberg führte. Die Trasse wurde schon 1998 von den Stadtwerken im Zuge einer überregionalen Verlegung erworben. Mit dieser Entscheidung wurde aus heutiger Sicht ein Grundstein für den Einstieg in die Glasfasertechnologie in Schweinfurt gelegt. In den folgenden Jahren wurden bei Baumaßnahmen der Stadtwerke Leerrohre mitverlegt, um dann später Glasfaserkabel einblasen zu können. Seit 2015 hat die RegioNet eine eigene redundante Anbindung mit 20 Gbit/s an den DE-CIX in Frankfurt, den größten Internetknoten in Europa. Aktuell wird diese Anbindung für 100 Gbit/s vorbereitet. Im Dezember 2015 wurde außerdem eine eigene Kopfstelle für Fernsehempfang in Betrieb genommen, so dass man seither ein eigenes Signal einspeisen kann. Im Jahr 2016 wurde das Gewerbegebiet Hainig komplett mit Glasfaser erschlossen. Im Gewerbegebiet im Hafen begann ebenfalls der Ausbau beziehungsweise schritt bereits weit voran. Aktuell werden im Hafen die letzten Hausanschlüsse erstellt. Damit sind über 90 Prozent aller Gewerbegebiete in der Stadt Schweinfurt mit Glasfaser der RegioNet erschlossen.

Wichtig zu wissen: Nur die RegioNet kann aktuell die maximalen Bandbreiten liefern, da die RegioNet Glasfaser tatsächlich bis ins Haus verlegt. Zusammen mit den Stadtwerken Schweinfurt hat man auch 2017 den Ausbau vorangetrieben. Genannt seien hier das Baugebiet Eselshöhe West 2, die Alaskastraße und die Konversionsgebiete. Mittlerweile beträgt das Glasfasernetz der RegioNet 416 km und das Leerrohrnetz 1270 km. Ein weiteres Projekt, das das laufende Geschäftsjahr prägte: Es werden alle 40 Busse der Stadtwerke mit WLAN ausgestattet, jeder Fahrgast kann dann während seiner Busfahrt kostenlos im Internet surfen. Und auch für das neue Jahr hat man bereits Pläne. 2018 wird die RegioNet ein eigenes IPTV-Produkt auf den Markt bringen. Was die Telekom EntertainTV nennt, gibt es dann bei der RegioNet als MainIPTV, günstig und regional.

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