Die Welt zu Gast bei der Weltklimakonferenz in Bonn

Anja Weisgerber wieder in der deutschen Delegation vor Ort dabei

 

In diesem Jahr treffen sich die Staaten der Welt zur 23. Weltklimakonferenz in Bonn. Nicht aber Deutschland ist in diesem Jahr der offizielle Ausrichter, sondern Fidschi. Da der Inselstaat aus dem Südpazifik nördlich von Neuseeland jedoch keine Million Einwohner zählt, hätte er die Klimakonferenz alleine logistisch nicht stemmen können. Deshalb findet die Konferenz in Bonn, dem Sitz des Klimasekretariats der Vereinten Nationen statt. Für Fidschi ist der Klimaschutz eine existenzielle Herausforderung. Der Inselstaat ist durch den steigenden Meeresspiegel vom Untergang bedroht. Die ersten Bewohner mussten bereits von der Küste ins Landesinnere umgesiedelt werden. Aber auch bei uns ist der Klimawandel längst angekommen. Die Extremwetterereignisse nehmen zu, die Winter werden milder und feuchter, die Sommer heißer und trockener. Das hat auch Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft und den Weinbau.

 

Vor zwei Jahren haben sich knapp 200 Staaten der Welt in Paris auf ein völkerrechtlich verbindliches Klimaabkommen geeinigt, um den Temperaturanstieg auf unter zwei Grad Celsius, wenn möglich sogar auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. In Bonn stehen in diesem Jahr die Umsetzungsregeln für das Klimaabkommen auf der Tagesordnung. Es wird verhandelt, wie die Transparenz- und Überprüfungsregeln ausgestaltet werden. Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, hatten die Vertragsstaaten nationale Klimabeiträge vorgelegt. Deren Einhaltung soll durch die Transparenz- und Überprüfungsregeln kontrolliert werden. „Deutschland ist für gut zwei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, alleine können wir das Klima also nicht retten, wir brauchen die anderen Staaten der Welt. Und damit jeder seine Hausaufgaben macht, brauchen wir Überprüfungs- und Kontrollregeln sowie Vergleichbarkeit“, so die Schwebheimer Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber, die auch in diesem Jahr wieder als Teil der deutschen Delegation an der Klimakonferenz teilnimmt. Daneben wird in Bonn diskutiert, wie die Klimabeiträge der Staaten ambitionierter werden.

 

Alle Augen richten sich in diesem Jahr auf die USA, nachdem US-Präsident Trump im Sommer verkündet hat, dass die USA aus dem Klimaabkommen aussteigen werden. Die USA sind damit der einzige Staat, die das Klimaabkommen nicht unterstützen. „Die Stimmung in Bonn ist sehr konstruktiv. Die Welt ist nach Trumps Entscheidung noch enger zusammengerückt und alle anderen Staaten bekennen sich zum Klimaschutz“, so Weisgerber. Aber Trumps Klimapolitik spiegelt nicht die Meinung der gesamten USA wieder. Unterhalb der US-Bundesebene gibt es breite Unterstützung für das Klimaabkommen. Mehrere US-Gouverneure sowie Bürgermeister, Prominente, wie Arnold Schwarzenegger, Verbände und Unternehmen bekunden in Bonn ihre Unterstützung für das Klimaabkommen. „Trumps Entscheidung ist verantwortungslos gegenüber dem Weltklima, aber auch gegenüber der eigenen Wirtschaft, die längst die Chancen einer nachhaltigen Industrie- und Energiepolitik erkannt hat und auf Umweltinnovationen setzt. Donald Trump hat damit der eigenen Wirtschaft einen Bärendienst erwiesen. Auch wir in Deutschland müssen Vorreiter bei der Entwicklung von Umweltinnovationen sein, denn das schafft Arbeitsplätze und ist der Weg in die Zukunft“, so Weisgerber abschließend.

Fotos: Büro MdB Weisgerber

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