Erfolgreiche Zusammenarbeit wird vorzeitig verlängert

Im Bild: Landrat Florian Töpper und Landrätin Tamara Bischof unterschreiben die Fortsetzung der Zweckvereinbarung. (Foto: Landratsamt Schweinfurt, Uta Baumann)
Im Bild: Landrat Florian Töpper und Landrätin Tamara Bischof unterschreiben die Fortsetzung der Zweckvereinbarung. (Foto: Landratsamt Schweinfurt, Uta Baumann)

Landkreise Schweinfurt und Kitzingen unterzeichnen erneut Zweckvereinbarung zur Verwertung von Biomüll

 

 

Landkreise Schweinfurt und Kitzingen. Viele Jahre lang wurden die Biotonnenabfälle des Landkreises Kitzingen im Kompostwerk Klosterforst kompostiert. Doch das ist mittlerweile Geschichte, denn seit Jahresbeginn 2015 werden die organischen Abfälle aus der braunen Tonne in der modernen Vergärungsanlage am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle im Landkreis Schweinfurt nach höchsten ökologischen Standards verwertet. Dazu haben beide Landkreise bereits 2014 eine Zweckvereinbarung geschlossen.

 

„Diese Vereinbarung ist ein Gewinn für beide Seiten und nicht zuletzt auch für die Umwelt und unsere Bürger.“ In dieser Einschätzung sind sich Landrätin Tamara Bischof (Kitzingen) und Landrat Florian Töpper (Schweinfurt) einig. Da lag es nahe, die erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit fortzusetzen und die Zweckvereinbarung zur Verwertung des Kitzinger Bioguts vorzeitig zu verlängern. Die neue Vereinbarung, die heute von Landrat Töpper und Landrätin Bischof am Schweinfurter Landratsamt unterzeichnet wird, hat eine Laufzeit bis Ende 2029.

 

„Bei unserer kommunalen Partnerschaft stehen eine faire Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung im Vordergrund, mit dem Ziel, die Vorgaben der modernen Kreislaufwirtschaft möglichst optimal umzusetzen“, betonen die beiden Landkreischefs. Damit unterscheidet sich diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit bewusst von den sonst üblichen Entsorgungsverträgen, die auf eine Gewinnerzielung und -maximierung ausgerichtet sind. Die Zweckvereinbarung zur Verarbeitung der Kitzinger Bioabfälle sichert demgegenüber eine Verwertung auf hohem ökologischem Niveau zu fairen Kosten.

 

Von diesem effektiven interkommunalen Teamwork profitieren die Bürger beider Landkreise und nicht zuletzt auch die Umwelt. Denn anders als früher wird in der Vergärungsanlage Rothmühle aus den Bioabfällen nicht nur Kompost, sondern auch regenerativ erzeugter Strom und Wärme gewonnen. Derzeit verarbeitet die Schweinfurter Anlage insgesamt rund 25.000 Tonnen an organischen Abfällen im Jahr. Mit der daraus erzeugter Energie, darunter allein 7 Millionen Kilowattstunden an Strom, können rund 2.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Ein ökologisches Kennzeichen der modernen Vergärungsanlage ist dabei, dass der Strom flexibel bei entsprechendem Bedarf produziert  werden kann. Und auch der Klimaschutz profitiert von der zukunftsweisenden Verwertung des Bioguts, da sich etwa 5.200 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 einsparen lassen.

 

Der Landkreis Kitzingen liefert jährlich rund 10.000 Tonnen an Bioabfällen am Abfallwirtschaftszentrum Rothmühle an. Die daraus erzeugte Energie deckt den Strombedarf von rund 850 Haushalten. Außerdem werden damit rund 2.100 Tonnen an CO2 eingespart.

 

Mit der vorzeitigen Verlängerung der Zweckvereinbarung zur Verarbeitung der Kitzinger Biotonnenabfälle sichern beide Landkreise eine regionale, wirtschaftlich günstige und ökologisch hochwertige Verwertung auf lange Frist. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Gleichzeitig wird damit die erfolgreiche Zusammenarbeit in zahlreichen abfallwirtschaftlichen Bereichen weiter vertieft und gestärkt.

 

 

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