Landkreise Haßberge und Schweinfurt wollen Menschen zurück in die Region locken

Im Bild von links:

Regionalmanagerin Veronika Jägler (Landratsamt Haßberge), LEADER-Koordinator Wolfgang Fuchs (AELF Bad Neustadt) und Wirtschaftsförderer Frank Deubner (Landratsamt Schweinfurt)

(Foto: Landratsamt Schweinfurt, Uta Baumann)

Postkarten der Kampagne (Foto: Landratsamt Schweinfurt)

 

 

Postkartenaktion „Am Main daheim“: Rückkehrer-Kampagne stellt Pluspunkte der Region in den Mittelpunkt

 

 

Landkreise Haßberge und Schweinfurt. Zur Arbeit ist es gar nicht weit – aber trotzdem vergeht jede Woche Stunde um Stunde im städtischen Stau. Gute Gehälter – aber jeder Dritte Euro geht für die Miete drauf. Interessanter Job – aber durch die Wartezeit in der KITA klappt der Wiedereinstieg nicht so schnell wie geplant. Diese Probleme kennen viele junge Menschen, die nach der Ausbildung oder dem Studium in einer Großstadt geblieben sind.

 

Dass im Raum Schweinfurt Berufseinsteiger der Ingenieurswissenschaften die höchsten Gehälter in Deutschland erzielen, ist dagegen schon weniger bekannt. Auch dass in den Landkreisen Schweinfurt und Haßberge für die Mieten nur bis zu 15 Prozent des Einkommens gezahlt werden muss, weiß nicht jeder. Die Region am Main gehört damit im Übrigen zu den Regionen Deutschlands mit der höchsten Kaufkraft. Mit über 1.800 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren bestehen in der Region daneben auch die besten Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Die Landkreise Haßberge und Schweinfurt wollen mit der Kampagne „am MAIN daheim“ diese Pluspunkte der Region deutlich herausstellen. Angesprochen werden – unter anderem durch Postkarten, die nun zunächst einmal in den Städten München und Stuttgart in Cafés und Gaststätten verteilt werden – insbesondere junge Menschen, die aus der Region stammen und ihre ersten beruflichen Erfahrungen in einer Großstadt gesammelt haben.

 

„Wir wollen jungen Fachkräften das Angebot machen in ihre Heimatregion zurückzukehren. Wenn sie nach der ersten Berufserfahrung eine neue Herausforderung suchen oder die Frage in den Vordergrund rückt, in welchem Umfeld die Kinder aufwachsen sollen, kann die Region am Main wieder eine interessante Alternative zur Großstadt sein“, erläutert Frank Deubner, Wirtschaftsförderer des Landkreises Schweinfurt. Über die Online-Pinnwand auf der Website www.am-main-daheim.dekönnen sich junge Fachkräfte vorstellen und auf ihr berufliches Profil verlinken. Unternehmen aus der Region können sich und ihre Stellenportale auf der Pinnwand ebenfalls kurz vorzustellen.

 

Durch die zunehmende Digitalisierung und den Wandel der Arbeitswelt wird künftig in vielen Berufen die Präsenz im Unternehmen nicht mehr täglich erforderlich sein. Auch aus dem ländlichen Raum werden sich dann Tätigkeiten ausüben lassen, die heute nur in Ballungszentren angeboten werden. Doch bereits heute bieten die Landkreise Schweinfurt und Haßberge bereits eine Vielzahl interessanter Unternehmen und Arbeitsplätze. „Wir haben in der Region eine Vielzahl von  Unternehmen, die mit ihren Produkten auf dem Weltmarkt in den Bereichen Technik, Qualität und Innovation führend sind. Das sind oft auch Unternehmen, die in ihre Mitarbeiter investieren und optimale Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bieten“, so Michael Brehm, Wirtschaftsförderer des Landkreises Haßberge.

 

Die Kampagne „am MAIN daheim“ ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Haßberge und Schweinfurt und wird im Rahmen des LEADER-Programms des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert. Für die Landkreise Schweinfurt und Haßberge ist die Kampagne der Auftakt, um in den nächsten Jahren Fachkräfte für die Region zu gewinnen.

 

 

Info:

Mit dem LEADER-Programm des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) fördern die EU und das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die ländlichen Regionen auf ihrem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung – ganz nach dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“. LEADER ist eine Abkürzung der französischen Begriffe: Liaison entre les actions de développement de l'économie rurale; zu Deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

 

LEADER ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Förderinstrument, das auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet ist. Beim LEADER-Ansatz geht es um neue Wege und Ideen, wie vorhandene Stärken und Potenziale der ländlichen Regionen noch besser genutzt, Synergieeffekte geschaffen und eventuelle Entwicklungshemmnisse beseitigt werden können.

 

Im Landkreis Schweinfurt ist die Lokale Aktionsgruppe Schweinfurter Land e. V. (LAG) seit 2008 verantwortlich für die Umsetzung ihrer lokalen Entwicklungsstrategie (LES) sowie von LEADER-Projekten und -Maßnahmen. Weitere Infos dazu gibt es im Internet unter www.lag-schweinfurterland.de

 

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