Schonungen überzeugt mit ambitioniertem Reformprogramm

Finanzminister Markus Söder überreicht 600.000 Euro aus dem Stabilisierungshilfefonds

 

Schonungen hat es wieder einmal geschafft: Nach den Jahren 2015 und 2016 erhält die Großgemeinde als einzige Kommune des Landkreises weitere beachtliche 600.000 Euro aus dem Stabilisierungshilfefonds. Und auch der Landkreis Schweinfurt selbst, durfte sich neben Schonungen über eine beachtliche Fördersumme freuen. Insgesamt in den letzten drei Jahren erhielt die Großgemeinde damit 1,7 Mio. Euro. All die Anstrengungen, all die Entbehrungen und Opfer hätten sich rückblickend gelohnt. Finanzminister Markus Söder bezeichnete den Zuschuss als Hilfe zur Selbsthilfe und lobte das Engagement der Kommune.

Mit einem aufwendigen und ambitionierten Reform- und Haushaltskonsolidierungsprogramm konnte die Oberland-Gemeinde letztlich den Verteilerausschuss überzeugen. Einen großen Beitrag zur erfolgreichen Bewerbung um die begehrten Finanzmittel leisteten vor allem aber die Bürger mit ihren Beitrags- und Steuerzahlungen. „Da musste sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden“, mittlerweile erlebt Rottmann breiten Zuspruch und Anerkennung aus der Bevölkerung für die mutigen und einschneidenden Entscheidungen. Und so darf sich Schonungen nicht nur über die großzügigen Zahlungen aus dem Stabilisierungshilfefonds freuen, sondern auch über deutlich höhere Zuschüsse für kommunale Großprojekte.

 

Das Geld werde dringend benötigt für kommunale Pflichtaufgaben: Ganz oben auf der Agenda steht der lang ersehnte Grundschulneubau. Der Neubau wird der Gemeinde einen zweistelligen Millionenbetrag abverlangen. Außerdem verfolge man die Vision einer schuldenfreien Gemeinde. Der Reform- und Konsolidierungskurs Schonungens soll konsequent fortgesetzt werden, dafür will sich Bürgermeister Stefan Rottmann auch mit Blick auf nachfolgende Generationen stark machen. Angesichts der jüngsten Finanzdaten verbreitete Rottmann zwar keine Euphorie aber vorsichtigen Optimismus. So hat sich beispielsweise die Gewerbesteuer in der Gemeinde in kürzester Zeit fast verdoppelt. Trotzdem ist der Investitionsstau an kommunalen Gebäuden, Brücken und Straßen gewaltig.

 

Man werde sich auf dem bisherigen Reformprogramm deswegen nicht ausruhen, sondern weiter fortschreiben: Weitergehende Maßnahmen wie ein umfangreiches Organisationsgutachten für Rathaus, Bauhof/Forstbetrieb mit Hallenbad wurden erst vor wenigen Wochen zum Abschluss gebracht. Mieten kommunaler Liegenschaften wurden nochmals der Marktlage entsprechend angepasst.

 

Der Bürgermeister sieht es nach wie vor als zwingend notwendig an, Schonungens Finanzen grundlegend zu erneuern, vorausschauend  und nachhaltig zu planen und zu wirtschaften um Möglichkeiten, Chancen und Handlungsspielräume für die Zukunft zu schaffen. „Bei allem Tun und Handeln muss es unser Ziel sein, unseren nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge, sondern geordnete finanzielle Verhältnisse und eine intakte Infrastruktur zu hinterlassen.“, fordert Rottmann.

 

Allerdings brauche es noch viel Geduld, Disziplin und Ausdauer, aber kleine Erfolge müssen die Gemeinde zum Weitermachen anspornen, sagt der Bürgermeister. Ausdrücklich bedankt sich Rottmann für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung beim Freistaat Bayern sowie der Regierung von Unterfranken. Die Förderung sei allerdings hart erarbeitet, deswegen habe man die Förderung in erster Linie den Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die den eingeschlagenen Kurs unterstützen und mittragen.

 

 

Das Foto zeigt im Rahmen der Bescheidübergabe im Heimatministerium in Nürnberg von links Finanzminister Markus Söder, Bürgermeister Stefan Rottmann, Landrat Florian Töpper und Staatssekretär Albert Füracker. 

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