Heiligabend – keine stille Nacht für das BRK

 

 

Ob im Rettungsdienst, in einem Pflegeheim, einer Sozialstation oder in der Hausnotruf- und Servicezentrale – der Dienst am Heiligabend gehört beim Roten Kreuz zu den herausforderndsten Schichten des Jahres. „An keinem anderen Tag werden wir mit Gefühlen so konfrontiert wie an Heiligabend“, weiß BRK Kreisgeschäftsführer Oliver Pilz.  31 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Heiligabend in den BRK Einrichtungen Nachtdienst.

 

„In unseren stationären Häusern herrscht am Vormittag viel Unruhe mit vorgezogenen Besuchen. Gegen Nachmittag wird es sehr still, viele unserer Bewohner sind alleine und werden auf Grund von Krankheit nicht in die Familien geholt“, berichtet Luise Piening-Geißler, für die Pflegeheime zuständige Sachgebietsleiterin beim BRK. Ein ökumenischer Gottesdienst werde von den Bewohnern immer gut angenommen. Danach fährt Piening-Geißler los um allen Heimbewohnern und Mitarbeitern in den drei Pflegeeinrichtungen persönlich ein gesegnetes Fest zu wünschen.

 

„Unseren Grundsätzen entsprechend sind wir auch zu Weihnachten für alle Glaubensrichtungen und jeden kulinarischen Brauch offen.“ So verwöhnt die Küche über die Feiertage mit fränkischer Bratwurst, Fisch, Wild und Gemüse. Auch manch ausgefallener Wunsch wird zubereitet. Das Team aus der Beschäftigungstherapie sorgt beim BRK schon seit Wochen auf den Stationen mit Weihnachtsfeiern und weihnachtlichem Dekor für festliche Stimmung. „Besonders schön ist es, wenn unsere Bewohner von Bräuchen und Erlebnissen erzählen“, berichtet Luise Piening-Geißler.

 

In der BRK Hausnotruf- und Servicezentrale gibt’s am Heiligabend in der Nachtschicht erfahrungsgemäß besonders viel zu tun.  „Es ist aber nicht so, dass der Hausnotruf mutwillig betätigt wird in der Hoffnung, auf Knopfdruck Besuch vom BRK bestellen zu können“, klärt Stefan Dietz, Sachgebietsleiter Servicedienste, auf. „Viele einsame Hausnotrufkunden rufen unsere Zentrale an, einfach um mit jemanden sprechen zu können“. Auch der Patientenfahrdienst sei am Heiligabend sehr gefragt, meist wenn es darum geht Kranke mit Rollstuhl oder Trage zu Familienfeiern zu bringen und wieder abzuholen.

 

Rettungsassistent Florian Hauck wird Heiligabend vermutlich nur wenig Zeit auf der BRK Rettungswache verbringen. Erfahrungsgemäß gehört die Schicht zu den einsatzstärksten des Jahres. „Familiäre Konflikte aber auch Vereinsamung  führen nicht selten zu Herzbeschwerden zu denen der Rettungsdienst gerufen wird“, weiß Rettungsdienstleiter Jens-Uwe Greiner. Fünf Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge des BRK sind am Heiligabend nach 18 Uhr in Stadt und Landkreis Würzburg im Dienst. Dazu kommen noch die ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen, die auch an den Feiertagen für größere Einsätze bereitstehen.

 

 

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