Epileptischen Anfall ausgenutzt: Dreister Diebstahl in Aschaffenburg aufgeklärt

Symbolfoto: Bundespolizei
Symbolfoto: Bundespolizei

Würzburg/Aschaffenburg, 3. Januar 2018

Einen besonders dreisten Diebstahl haben Ermittler der Bundespolizei aufgeklärt. Vor etwa zwei Wochen hatte ein Bahnreisender bei  Aschaffenburg einen epileptischen Anfall erlitten. Diese Situation nutzte ein jetzt identifizierter 19-Jähriger aus und stahl dem am Boden liegenden Mann das Smartphone aus der Tasche. 

Am Abend des 18. Dezember 2017 erlitt ein 34-jähriger Bahnreisender in einem Regionalexpress kurz vor der Einfahrt in den Aschaffenburger Hauptbahnhof einen epileptischen Anfall. Der Rettungsdienst brachte den 34-Jährigen in ein Krankenhaus, wo der Mann einen Tag später den Verlust seines Mobiltelefons bemerkte und anschließend bei der Bundespolizei zur Anzeige brachte. 

Ermittler der Bundespolizei prüften daraufhin die Videos der im Zug installierten Videoüberwachung und entdeckten so eine besonders dreiste Diebstahlshandlung. Während der unter dem Anfall leidende Mann im Zugwagen auf dem Boden lag, hatte sich ihm ein vermeintlicher Ersthelfer genährt. Anstatt jedoch Hilfe zu leisten, tastete der junge Mann den Verunfallten ab, zog ihm anschließen das Smartphone aus der Hosentasche und verließ in Aschaffenburg noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes den Zug. 

Die Bundespolizei sandte daraufhin die Fotos des bis dahin unbekannten Tatverdächtigen an benachbarte Polizeibehörden, wodurch es gelang die Identität des mutmaßlichen Diebes zweifelsfrei zu klären. Es handelt sich um einen 19-jährigen afghanischen Staatsangehörigen, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist und sich nun nicht nur wegen eines besonders schweren Diebstahls, sondern auch wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten muss.

 

 

Wodka-Dieb greift Bundespolizisten an 

Würzburg, 3. Januar 2018

Ein 47-Jähriger hat heute Morgen im Eingangsbereich des Würzburger Hauptbahnhofs eine Streife der Bundespolizei angegriffen. Die Bundespolizisten setzten sich mit Pfefferspray zur Wehr und nahmen den Mann fest. Er hatte zuvor versucht eine Flasche Hochprozentiges im Hauptbahnhof zu stehlen. 

Ein im Hauptbahnhof Würzburg ansässiges Geschäft meldete heute Morgen gegen sechs Uhr der Bundespolizei, dass ein Mann versucht habe eine Flasche Wodka zu stehlen. Ein Mitarbeiter habe dies verhindert, worauf der Dieb das Weite gesucht hätte. Direkt vor dem Bahnhof traf eine eingesetzte Streife kurze Zeit später auf einen 47-Jährigen, auf den die Personenbeschreibung des Langfingers passte.

Als die Bundespolizisten den Deutschen ansprachen, ging dieser unvermittelt mit geballten Fäusten in Kampfhaltung. Den Versuch einen der Beamten anzugreifen wehrten die Ordnungshüter mittels Pfefferspray ab und nahmen den im Landkreis Würzburg lebenden Mann vorübergehend fest. 

Nach einer ärztlichen Versorgung in der Dienststelle ergab eine durchgeführte Atemalkoholmessung rund 2,7 Promille. Auf eine Vernehmung musste daher vorerst verzichtet werden. Stattdessen befindet sich der gebürtige Hesse derzeit zur Ausnüchterung im Gewahrsam der Bundespolizei. Auf ihn kommt ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Diebstahls sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamt zu.  

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