Arbeitgeber erspart Mitarbeiter den Haftaufenthalt

 

Würzburg/Aschaffenburg, 9. Januar 2018

Gute Angestellte sind kostbar. Diese Gedanken kamen am Montagvormittag (8. Januar) wohl auch einem Arbeitgeber in Frankfurt am Main. Er bezahlte die Justizschulden seines verhafteten Mitarbeiters und ersparte dem Mann damit einen 40-tägigen Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt Aschaffenburg. 

Beamte der Bundespolizei kontrollierten gestern Vormittag in einem Regionalexpress zwischen Aschaffenburg und Frankfurt am Main einen 40 Jahre alten Bahnfahrer. Wie sich herausstellte, bestand gegen den türkischen Staatsangehörigen ein Haftbefehl wegen Körperverletzung, weswegen ihn die Bundespolizisten verhafteten und anschließend in das Bundespolizeirevier Aschaffenburg brachten. 

Dem Verhafteten drohte nun ein 40-tägiger Aufenthalt in einer Haftanstalt, sollt er nicht seine Justizschulden in Höhe von knapp 700 Euro begleichen. Da er dazu nicht selbst in der Lage war, sprang für ihn sein Arbeitgeber ein und zahlte in einem Frankfurter Polizeirevier den geforderten Betrag in die Staatskasse ein. 

Der im Landkreis Miltenberg lebende Mann durfte daraufhin sichtlich erleichtert das Bundespolizeirevier am Aschaffenburger Hauptbahnhof auf freien Fuß verlassen.

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