Jugendschutz auch an den närrischen Tagen beachten

Die „tollen Tage“ stehen mit Prunksitzungen und Umzügen unmittelbar vor der Tür oder sind gar schon in vollem Gang. Das Jugendamt des Landkreises Bad Kissingen möchte daher alle Veranstalter und „Narren“ darauf hinweisen, dass die jugendschutzrechtlichen Vorschriften trotz des bunten Treibens selbstverständlich nicht außer Kraft gesetzt sind. Ganz im Gegenteil, speziell im Fasching kommt dem Thema Kinder- und Jugendschutz besondere Bedeutung zu. 

 

Das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen darf jedoch nicht nur den Jugendämtern, Ordnungsbehörden und der Polizei überlassen bleiben, sondern sollte allen Erwachsenen am Herzen liegen. Veranstalter müssen bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen den Kinder- und Jugendschutz berücksichtigen. Entsprechende Informationsmaterialien werden in der Regel im Rahmen des ordnungsbehördlichen Genehmigungsverfahrens durch die Gemeindeverwaltungen ausgehändigt. Auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an Umzügen – sei es als Wagen- oder Fußgruppe – sollte bewusst sein, dass sie die Jugendschutzbestimmungen einhalten müssen. Dies gilt insbesondere bei der Abgabe von alkoholischen Getränken. Speziell Liköre und Schnäpse dürfen nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden. Weiterhin müssen Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Verantwortung wahrnehmen und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Es gibt viele geeignete Maßnahmen, um zu verhindern, dass Minderjährige sich und andere durch nicht erlaubten oder übermäßigen Alkoholkonsum gefährden. Schließlich stehen auch Kinder und Jugendliche in ihrem eigenen Interesse in der Pflicht, verantwortungsvoll mit dem Thema umzugehen. Denn es gibt vielfältige Gefahren, die mit dem Konsum von Alkohol (insbesondere Hochprozentiges, aber auch Bier und Wein) durch Kinder und Jugendliche verbunden sind. Aus jugendlicher Sicht mag es vielleicht „hip“ und „cool“ sein, seine Trinkfestigkeit unter Beweis zu stellen, jedoch kann der vermeintliche Spaß bitter enden. Das Jugendamt appelliert daher an alle Beteiligten, maßvoll und verantwortungsbewusst mit dem Thema „Alkohol und Fasching“ umzugehen und die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes zu beachten. 

 

In diesem Zusammenhang ist insbesondere relevant, dass… 2 • Kinder und Jugendlichen unter 16 Jahren die Anwesenheit bei öffentlichen Tanzveranstaltungen (z. B. „After-Zug-Party“) ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person nicht gestattet ist.

• in der Öffentlichkeit hochprozentige Getränke an Kinder und Jugendliche weder abgegeben bzw. ihnen deren Verzehr gestattet werden darf.

• die Abgabe von Bier, Wein, Sekt, Biermixgetränken an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren generell nicht erlaubt ist.

• Tabakwaren, nikotinhaltige Erzeugnisse, E-Zigaretten/E-Shishas (auch nikotinfrei) in der Öffentlichkeit an Kinder oder Jugendliche weder abgegeben noch ihnen das Rauchen gestattet werden darf.

 

Zuwiderhandlungen gegen das Jugendschutzgesetz werden als Ordnungswidrigkeit verfolgt und mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 € geahndet. An dieser Stelle wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Ahndung nicht auf Gewerbetreibende oder Veranstalter beschränkt ist, sondern gegen jede Person, die einen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz begeht, erfolgt. Somit begeht auch der Zugteilnehmer, der einem Minderjährigen einen Schnaps ausschenkt eine Ordnungswidrigkeit, die wie dargestellt sanktioniert werden kann. Für Fragen zum Jugendschutz stehen Frau Daniel (Telefon: 0971/801-7013, E-Mail: jugendschutz@kg.de) sowie alle Polizeidienststellen im Landkreis Bad Kissingen zur Verfügung. Weitere Informationen, Empfehlungen und Aushänge in Sachen Jugendschutz sind auf der Internetseite des Landkreises Bad Kissingen unter www.jugendschutz.landkreis-badkissingen.de zu finden.

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