Standesamt veröffentlicht Statistik 2017

Zahl der Geburten und Sterbefälle 2017 erneut gestiegen – Lina und Ben führen die beliebtesten Kindernamen an

 

 

Schweinfurt - Das Standesamt Schweinfurt veröffentlicht seine Jahresstatistik 2017 (Zahlen in Klammern stellen die Zahlen der Jahre 2016/2015 dar). Im Standesamt Schweinfurt fanden 2017 erneut zahlreiche Beurkundungen statt; auffällig ist insbesondere der erneute Anstieg der Anzahl der Geburten und der Sterbefälle. Die Zahl der Kirchenaustritte ist nach einem Tiefstand im letzten Jahr wieder leicht gestiegen, die Zahl der Scheidungen und der  Eheschließungen blieb nahezu unverändert.

 

Insgesamt wurden im Standesamt Schweinfurt im vergangenen Jahr 2544 (2435/2344) Geburten beurkundet (1322 Jungen, 1222 Mädchen). Dabei wurden 6 Babys zuhause geboren, davon 2 in Gemeinden, die die Aufgaben des Standesamtes an die Stadt Schweinfurt übertragen haben. Dies sind insgesamt über 600 Babys oder mehr als 31 % mehr als vor 5 Jahren. Dabei wurden im vergangenen Jahr 41 Zwillinge, aber keine Drillinge geboren. 67 % der Eltern waren miteinander verheiratet und ca. 78 % waren beide deutsche Staatsangehörige. Von den ausländischen Müttern befanden sich 152 im Asylverfahren. 541 der in Schweinfurt beurkundeten Babys können auch als neue Einwohner Schweinfurts begrüßt werden. Ca. 68 % der Kinder haben einen Vornamen, 30 % zwei und gut 2 % drei Vornamen erhalten. 5 Babys haben mehr als drei Vornamen bekommen. Als beliebteste Namen wurde für Mädchen erstmals Lina, dazu Emma, und Mia gewählt, die Jungen haben am häufigsten die Namen Ben, Leon und Felix erhalten.

 

Sterbefälle wurden im Jahr 2017 insgesamt 1627 (1521/1581) beurkundet (809 Männer, 818 Frauen). Auch hier handelt es sich insgesamt um die Höchstzahl der letzten Jahre, denn vor 5 Jahren sind noch 249 Personen weniger verstorben. Die meisten Sterbefälle (164) wurden trotz des kurzen Monats im Februar beurkundet, die wenigsten dagegen im September (104). 625 Verstorbene hatten 2017 ihren früheren Wohnsitz in Schweinfurt, 32 Verstorbene waren ausländische Staatsangehörige.

 

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Standesamtsbezirk Schweinfurt 394 (395/381) Ehen geschlossen. Davon haben 67 Brautpaare hier geheiratet, obwohl sie keinen Wohnsitz im Standesamtsbezirk Schweinfurt haben, zusätzlich haben 51 Paare aus dem Standesamtsbezirk ein auswärtiges Standesamt für die Eheschließung gewählt. Im Rahmen der Aufgabenübertragung hat das Standesamt Schweinfurt für die Gemeinden 97 Eheschließungen angemeldet, 69 Eheschließungen wurden in den Gemeinden von den Bürgermeistern/Bürgermeisterinnen geschlossen.

Die an Samstagen angebotenen Trautermine werden gern angenommen und sind oft frühzeitig ausgebucht. Insgesamt wurden in Schweinfurt und in den Gemeinden im vergangenen Jahr an 32 Samstagen 129 Ehen geschlossen.

 

Ca. 80 % der Ehepaare wählten den Namen des Mannes, fast 7,5 % den Namen der Frau zum gemeinsamen Ehenamen; insgesamt trägt hierbei in 22 Fällen einer der Partner einen Doppelnamen. 52 Paare (gut 13 %) haben keinen gemeinsamen Ehenamen bestimmt.

 

Am 1. Oktober 2017 ist das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts in Kraft getreten und seitdem können auch gleichgeschlechtliche Partner die Ehe schließen. Die Begründung einer Lebenspartnerschaft ist seitdem nicht mehr möglich, bereits bestehende Lebenspartnerschaften können in eine Ehe umgewandelt werden. Bis 30. September letzten Jahres wurden im Standesamt Schweinfurt noch 6 Lebenspartnerschaften (4/5) - 2 von Frauen, 4 von Männern - begründet. In den letzten 3 Monaten 2017 wurden dann 2 gleichgeschlechtliche Ehen – jeweils 1 männliches und 1 weibliches Paar - geschlossen. Von der Möglichkeit der Umwandlung haben seit Oktober 3 Lebenspartnerschaften Gebrauch gemacht.

 

Die Zahl der Scheidungen von im Standesamtsbezirk Schweinfurt oder ggf. im Ausland geschlossenen Ehen betrug 175 (177/176) und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert. Aus den übernommenen Standesamtsbezirken waren davon 39 Ehen betroffen.

 

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr  leicht angestiegen. Insgesamt wurden im Standesamt Schweinfurt 373 Erklärungen aufgenommen (354/465), davon 271 Erklärungen von Schweinfurter Bürgern und Bürgerinnen. 135 Personen traten aus der evangelischen, 237 Personen aus der katholischen und 1 Person aus einer anderen Religionsgemeinschaft aus.

 

 

 

Dem Standesamt Schweinfurt wurden vor einigen Jahren die Standesamtsaufgaben der Gemeinden Dittelbrunn, Geldersheim, Schonungen und Üchtelhausen sowie der Verwaltungsgemeinschaft Schwanfeld übertragen.

Trauungen sind weiterhin in den Gemeinden möglich und werden dort von den Bürgermeistern/Bürgermeisterinnen durchgeführt. Dieses Angebot wird auch von zahlreichen Brautpaaren aus diesen Gemeinden gerne angenommen.

 

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