Wir wollen gesund in Rente gehen!

ver.di Mitglieder informieren sich über neuen BRK-Tarifvertrag – weitere Themen stehen an

 

„Das war ein Mamut Projekt. Jetzt geht es darum den Tarif mit Leben zu füllen!“ erklärte die stellv. ver.di-Geschäftsführerin Marietta Eder. Nach zähen und langen Tarifverhandlungen ist ein Abschluss mit dem BRK gelungen. „Uns ging es dabei um bessere Arbeitsbedingungen, Lohnsteigerungen und neue Eingruppierungen“, fasste Eder zusammen. Viele neue Regeln, die jetzt für Ort in den Kreisverbänden umgesetzt werden müssten. „Jeder Beschäftigte soll sich beraten lassen, inwieweit die neue Eingruppierung Lohnsteigerungen für ihn bedeuten. Für ver.di Mitglieder bieten wir Termine an,“ erklärte Marietta Eder. Infos aus erster Hand bekamen die Kolleginnen und Kollegen von Hans-Christian Kleefeld, einem der ver.di - Verhandlungsführer. Er betonte, dass durch die neue Entgeltordnung im öffentlichen Dienst, das Notfallsanitäter Gesetz und auch durch die Veränderungen in vielen Berufsbildern, eine Änderung im BRK nötig geworden sei. „Nicht nur die Bezeichnung einiger Entgeltgruppen hat sich geändert, sondern auch einiges im Bereich der Zulagen.“ Detailliert schilderte Kleefeld die Neuerungen, die unterschiedlich auf jeden Beschäftigten wirken, je nachdem wie lange er schon beim BRK ist und welche Tätigkeit er macht. Für alle gemeinsam gibt es Verbesserungen im Bereich der Arbeitszeit und deren Gestaltung. Bisher gab es eine zwei Tages Frist, in der die Dienstpläne kurzfristig geändert werden konnten. Damit ist jetzt Schluss. „Unser Ziel war es die Verbindlichkeit der Dienstpläne zu verbessern und damit die Belastung der Beschäftigten zu reduzieren. Das ist gelungen“, so Kleefeld. Die Personalräte vor Ort sind in ihrer Mitbestimmung gestärkt worden. Persönlich freue er sich, dass die Arbeitszeit im Krankentransport auf 38,5 Stunden in der Woche gesenkt werden konnte. „Ein großes Problem war die Einhaltung von Pausenzeiten. Auch hier haben wir Verbesserungen erreicht.“ Das sei nicht nur wichtig für die Beschäftigten des BRK, sondern auch für die Bevölkerung. „Nur ausgeruhte Beschäftigte können auch gute Arbeit leisten. Deshalb ist auch die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes so wichtig, unabhängig ob in der Notfallrettung, der Pflege oder im Sozial- und Erziehungsdienst“, betonte der Arbeitsrechtsexperte Bernd Spengler. Darin waren sich alle Kolleginnen und Kollegen einig. „Mir geht es aber nicht nur um die tägliche Arbeitszeit, sondern auch um die Frage: kann ich gesund in Rente?“ sagte Waldemar Lutter. Dieses Thema sei noch nicht abgeschlossen. Mit dem BRK hat ver.di vereinbart bis Ende diesen Jahres Regelungen zu treffen, so Hans-Christian Kleefeld. Stefan Kimmel, Gewerkschaftssekretär im ver.di Bezirk Würzburg-Aschaffenburg, schilderte die Probleme: viele Kolleginnen und Kollegen glauben nicht, dass sie bis 67 drei Schichten arbeiten können. Viele brauchen mehr Zeit zur Regeneration und wollen deshalb nicht mehr die volle Wochenarbeitszeit arbeiten. Jedoch drängt sich die Fragen auf: kann ich mir die Reduzierung leisten? Diese und weitere Fragen werden wir anpacken. Bei der Mitgliederversammlung wurde deutlich. Die Kolleginnen und Kollegen im BRK wollen alters- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen.

 

Bild: ver.di Bezirk Schweinfurt 

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