„Nach der Blaulichtfahrt geht oft das große Suchen los“

„Nach der Blaulichtfahrt geht oft das große Suchen los“

Europäischer Tag des Notrufs

 

Sonntag (11.2.) ist Europäischer Tag des Notrufs 112.  Der BRK Kreisverband Würzburg nimmt den Tag zum Anlass darauf hinzuweisen, wie Hausnummern und Einweiser bei medizinischen Notfällen entscheidend sein können. Das Europäische Parlament hat  2009 den 11. Februar aufgrund der im Datum enthaltenen Notrufnummer (11.2.) zum jährlichen Europäischen Tag des Notrufs 112 erklärt.

 

„Nicht selten geht nach der Blaulichtfahrt das große Suchen los“, berichtet BRK Rettungsdienstleiter Jens-Uwe Greiner. Vor allem bei dichter Wohnbebauung und größeren Betrieben können deutlich sichtbare Hausnummern und helfende Einweiser im Kampf um Sekunden entscheidend sein. „Vor allem nachts können endlose Suchen auch fatale Folgen zur Folge haben“.

 

Betrieben und Behörden empfiehlt das Rote Kreuz einen Ablaufplan für Notfälle festzulegen und die Mitarbeiter entsprechend zu sensibleren. „Da müssen interne und externe Notrufe ebenso organisiert werden, wie die betriebliche Erste Hilfe und die Aufstellung von Einweisern welche Rettungswagenbesatzung und Notarzt zum Patienten zu bringen“, so der eindringliche Appell von BRK Kreisgeschäftsführer Oliver Pilz an Behörden- und Firmenchefs. „Bei der Notrufannahme in der Integrierten Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr werden die Anrufer aufgefordert Einweiser zu organisieren. Oft reicht aber dazu die Zeit nicht aus, hinzukommen oft Aufregung und Hektik. In solchen Ausnahmesituationen sind betriebliche Notfallpläne enorm wichtig“.

 

Das BRK bietet Behörden und Firmen Beratung bei der Einrichtung betrieblicher Notfallpläne an. Für betriebliche Ersthelfer werden Kurse angeboten, meist von den Berufsgenossenschaften finanziert.

 

BRK-Rettungsdienstleiter Jens-Uwe Greiner erinnert anlässlich des Europäischen Tages des Notrufs 112, dass Feuerwehr und Rettungsdienst sowohl aus dem Festnetz als auch über Mobilfunk ohne Ortswahl erreicht werden können. „Hat das Mobiltelefon keinen Empfang im Netz der eigenen SIM-Karte, wird automatisch über ein fremdes Netz vermittelt“, erklärt Greiner. Ein solcher Notruf hat im Mobilfunknetz Priorität, nötigenfalls wird eine andere Verbindung getrennt. In Würzburg werben Fahrzeuge der Rettungsdienste BRK, Johanniter und Malteser sowie der Feuerwehren für die gemeinsame Notrufnummer 112.

 

Information und Beratung: 0931- 8000 80

 

 

Bildquelle: BRK Würzburg

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