Eltmann mit großem Siegeswillen in Karlsruhe

Volleyball-Bundesliga Süd: SSC Karlsruhe – VC Eltmann 0:3 (19:25, 18:25, 14:25)

Eltmann. Dass es kein Spaziergang werden würde, die Fahrt nach Karlsruhe zum Aufsteiger, war den Eltmanner Oshinos klar, denn Karlsruhe schwamm seit Ende Januar auf einer Erfolgswelle, hatte Rüsselsheim bezwungen und dann sogar Vizemeister Schwaig in Schwaig.

Das Ambiente in der Gymnasium-Halle in Karlsruhe war gut, mit Engegement hatte Isabelle Bons, verantortlich für die Technik am Spieltag, die Beschallung vorbereitet und es kamen 300 begeisterte Fans, die die Fortsetzung der Siegesserie des SSC Karlsruhe der letzten Wochen in ihrer Fortsetzung bejubeln wollten und mächtig Stimmung machten.

Auch das Team von Trainer Roncini strahlte Selbstbewußtsein aus, doch der VC Elmann zeigte eine Top-Mannschaftsleistung, neben dem verletzten Strobel fehlten T. Werner und Knauer, ließ sich diesmal auch von den scharfen Aufschlägen von Sandmeier, Wintergerst und Co. nicht überrumpeln. Kapitän Sebastian Richter und seine Mannen zeigten eines der stärksten Spiele der gesamten Serie und triumphierten am Ende klar.

Doch auch dies tat der Stimmung in der Halle mit lautstarken Sprechchören und dem Glücks-Kängeru keinen Abbruch, die Stimmung war auch aus Sicht der Gastmannschaft annerkennswert.

Die Eltmanner begannen furios im ersten Satz. Zwar gelang Karlsruhe den ersten Punkt, doch dann glich Engel aus und Kellermann brachte die Oshinos in Führung, die diese dann bis zum 3:8 ausbauten.

Nach einer Top-Abwehraktion von Kolbe in artistischer Manier stand es 3:10 und wenig später durch Peta 4:11. Es blieb beim 7-Punktevorsprung bis zum 7:14, doch dann machte Wintergerst ein Ass für Karlsruhe. Der Eltmanner Block sorgte anschließend dafür, dass es nach einem starken Ballwechsel dank Engel zur zweiten technischen Auszeit 8:16 stand.

Zwar schlug Peta danach in den Block, doch machte er seinen Fehler gleich wieder gut, denn beim 9:17 zog er am Block vorbei.

Dann erneut ein Ass von Wintergerst , die Karlsruher erwiesen sich wiederum aufschlagstark, doch Eltmann konterte über die Mitte durch Kellermann – 11:18, und nach einem Karlsruher Punkt war Kellermann erneut am Drücker - 12:19.

Karlsruhe machte danach drei Punkte in Folge, wobei beim 15:22 Max Kolbe eine volle Breitseite abbekam. Es folgte ein weiteres Ass der Karlsruher durch die Nr. 8, Wintergerst, und der Stimmungspegel stieg sofort.

Beim 17:23 schlug Jäger (12) den Block an, doch dann ging ein SSC-Aufschlag ins Netz. Loritz produzierte noch ein Ass zum 19:24. Doch dann war der erste Satz nach einem SSC-Aufschlagfehler für die Oshinos im Sack.

Auch im zweiten Satz spielte Eltmann konzentriert weiter, erkämpfte eine 3:6-Führung, doch Jaeger verkürzte in starker Manier zum 4:6, doch Kellermann sorgte nach einem starken Ballwechsel wieder für einen Dreipunktevorsprung, mit dem es auch in die erste technische Auszeit ging.

Als nach drei SSC-Punkten in Folge die Gastgeber auf 9:11 verkürzten, waren die Fans aus dem Häuschen, doch das Maric-Team ließ nichts anbrennen, Kapitän Richter zeigte eine Top-Leistung, und zur zweiten technischen Auszeit führte der VC Eltmann mit 10:16, und legte danach erst richtig los, schraubte nach einem erfolgreichen Doppelblock den Spielstand auf 12:22. Doch Karlsruhe gab nicht auf, verkürzte nach einem weiteren Wintergerst-Ass auf 16:23.

Im Anschluß an das 18:24, als der Oshino-Block angeschlagen wurde und im Aus landete, war es erneut Richter, der mit einem Kunststoß den Satz mit 18:25 in trockene Tücher brachte.

Im dritten Satz, die SSC-Fans trieben ihr Team lautstark nach vorne, war es anfangs stets knapp. Nach dem 6:8 häuften sich dann doch die Fehler bei den Gastgebern, erst ging ein VC-Aufschlag ins Aus, im Gegenzug dann der der Karlsruher ebenfalls. Nach dem 10:12 war wieder einmal die Antenne der Scharfrichter, und aufgrund eines herrlichen Blocks von Engel erhöhte Eltmann auf 11:16 und in den nachfolgenden Minuten stieg trotz des ohrenbetäubenden Lärms der Vorsprung der Gäste von Minute zu Minute. Der Kampfgeist der Karlsruher schmolz, lediglich Thorben Tafelmeier (9) setzte mit dem 12:20 noch ein Glanzlicht für Karlsruhe, und in der Schlußphase setzte Peta mit einer artistischen Fußabwehr zurück in das eigene Feld noch ein Highlight, das die absolut kämpferische Mannschaftsleistung des Vorjahresmeisters nochmals unterstrich.

Und symbolisch setzte Sebastian Richter als Kapitän den Schlusspunkt mit dem 14:25, was seine Top-Leistung unterstrich und ihm die MVP-Goldmedaille einbrachte.

Bereits in der Vorwoche hatte er diese Goldmedaille in den Händen, damals allerdings, um diese an David Strobel, der sich im Spiel gegen die Internatler aus Frankfurt verletzt hatte, in die Kabine zu bringen.

Rolf Werner war sehr angetan von der Mannschaftsleistung in Karlsruhe und Milan Maric bescheinigte dem SSC mit seinem italienischen Petant Diego Ronconi Kampfgeist und gutes spielerisches Potential, auf dem man aufbauen könne.

Doch diesmal war Eltmann im Gegensatz zum Unterhaching-Heimspiel dominant und als Mannschaft wie aus einem Guß, denn nun ist man dank den Hammelburgern von Tado Karlovic nach dem Fünfsatz-Match in Hammelburg wieder auf einem Medaillenplatz. Die Schlußphase der Saison hat es nochmal richtig in sich, und erst am 21. April, dem letzten Spieltag dürfte die endgültige Entscheidung über den Meistertitel fallen.

Für Milan Maric und seine Jungs steht das nächste Punktspiel erst Mitte März im heimischen Franken-Hangar an, und Gegner werden die Leipzig-Volleys sein, die es am Samstag in der Hand hatten, Schwaig Punkte abzuknöpfen, doch eine 22:17-Führung konnte nicht in einen Satzgewinn umgemünzt werden, und der nachfolgend gewonnene Satz reichte nicht für einen Punkt.

Am 4. März konzentriert sich die Aufmerksamkeit der Volleyballfans auf die Pokalfinals in Mannheim, und etwas Erholungszeit nun tut auch den Eltmann-Oshinos gut.

 

VC Eltmann: Richter (K), Novak, Engel, Peta, Krüger, Kellermann, Kolbe, Nürnberger, Schmitt, Späth -Coach M- Maric

 

Bild:

Eltmann-Spiel gegen Karlsruhe  mit   einem Jubel-Foto mit Kolbe und Richter im Vordergrund aus einem früheren Heimspiel

 

(Foto Frank Heumann)

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