Eschentriebsterben im Stadtwald

Seit 2008 ist das Eschentriebsterben auch in Bayern bekannt. Ursache ist das „Weiße Stengelbecherchen“, ein aus Ostasien stammender Pilz. Dieser Pilz beeinträchtigt heimische Eschen in ganz Europa in ihrer Verbreitung und Entwicklung. Die Folge der Erkrankung ist ein Absterben der Äste von den Triebspitzen her. Stämme können abbrechen und zu Boden fallen. Daher müssen Eschen mit stark befallenen Kronen oder eindeutigem Pilzbefall aus Sicherheitsgründen rechtzeitig entfernt werden.

 

Im Würzburger Stadtgebiet wurde noch kein Verlust von befallenen Großbäumen beobachtet. Hier könnten Bäume noch gerettet werden, so Dr. Helge Bert Grob, Leiter des Gartenamtes mit Forstbetrieb, indem die abgestorbenen Astpartien von Mitarbeitern der Baumkolonne entfernt werden. Im Stadtwald stellt sich die Situation anders dar: In der Waldabteilung Kohlplatte und im Reichenberger Grund sind etwa 100 ältere Eschen (Fraxinus excelsior) stark betroffen. Dies zeigte sich schon im letzten Sommer an sehr lichten Kronen und im Winter anhand einer Vielzahl an Astabbrüchen. Aus Sicherheitsgründen müssen diese meist 60 bis 80 Jahre alten Bäume leider gefällt werden. „Wir erhoffen uns durch die Herausnahme der kranken Bäume eine bessere Durchlüftung des Stadtwaldes, die dem Pilzbefall ebenfalls entgegenwirken kann“, so Dr. Grob. Während der Fällarbeiten sind aus Sicherheitsgründen einige Stationen des Trimm-dich-Pfades für mehrere Tage gesperrt. Wir bitten um Verständnis.

 

BU: An diesem Baum zeigt sich exemplarisch das „Eschentriebsterben“. Foto: Gartenamt Stadt Würzburg

 

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