Gefährlicher Unfug: Kinder legen Hindernisse auf Bahngleise

Schonungen, 26. Februar 2018

Am Samstagmittag (24. Februar) haben unbekannt gebliebene Kinder zwischen Gädheim und Schonungen (Landkreis Schweinfurt) Schottersteine und Äste auf die Gleise der dortigen Bahnstrecke gelegt. Ein Güterzug überfuhr die Hindernisse, weswegen die Bundespolizei nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Zudem warnen die Beamten mit Nachdruck vor derartigem Verhalten. 

Gegen 12:45 Uhr am Samstagmittag überführ ein Güterzug auf der Bahnstrecke Schweinfurt - Bamberg, zwischen den Gemeinden Schonungen und Gädheim, mehrere auf die Schienenstränge gelegte Steine. Der Triebfahrzeugführer des Güterzugs erkannte in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke zwei Kinder, die das Geschehen beobachteten. Der Bahnmitarbeiter setzte seine Fahrt fort, meldete den Vorfall jedoch an seine Leitstelle, die nachfolgende Züge warnte. 

Nur wenige Minuten später passierte ein Regionalexpress den betroffenen Streckenabschnitt. Dieser hatte zuvor die Warnung erhalten und war deswegen mit einer reduzierten Geschwindigkeit unterwegs. Aus diesem Grund kam der Zug rechtzeitig zum Stehen, als dem Triebfahrzeugführer Hindernisse im Gleisbereich auffielen. Dieses Mal handelte es sich nicht nur um Schottersteine, sondern auch um Äste, die in das Bahngleis gelegt worden waren. Auch in diesem Fall erkannte der Triebfahrzeugführer zwei Kinder, die voraussichtlich für Hindernisse verantwortlich waren, und nun davon liefen. 

Zwei mittlerweile alarmierte Polizeistreifen von Landes- und Bundespolizei suchten daraufhin die nähere Umgebung nach den Kindern ab, konnten sie jedoch nicht mehr antreffen.  

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen Unbekannt. In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei ausdrücklich vor derartigem Verhalten und dem verbotenen Aufenthalt im Gleisbereich. 

Züge haben einen sehr langen Bremsweg und können nicht ausweichen. Das Bereiten von Hindernissen im Gleisbereich ist zudem kein Kavaliersdelikt und bringt strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen mit sich. Überfahrene Schottersteine bilden außerdem scharfkantige Splitter, die wie bei einer Explosion unkontrolliert umher fliegen und schwere Verletzungen und Schäden verursachen können. 

Zusatz:
Die anliegenden Bilder der im Bahngleis vorgefundenen Hindernisse  (Foto: Bundespolizei). 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0